Fahrradanhänger für Kinder: Worauf Sie vor dem Kauf unbedingt achten müssen

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Ob für den Weg zur Kita oder im Urlaub, Fahrradanhänger sind praktisch und umweltfreundlich. Doch wer die Sicherheit vergisst, gefährdet sein Kind!

Fahrradanhänger Kind kaufen Tipps

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Seit knapp vier Tagen bin ich von eimem Kurzurlaub an der Ostsee zurück und immer noch beeindruckt von der Gegend rund um die Flensburger Außenförde und den netten Leuten, die uns dort begegnet sind. Allerdings sind mir bei unseren diversen Ausflügen auch Dinge aufgefallen, die Unverständnis und Kopfschütteln hervorgerufen haben.

Da wir bereits September haben und somit in der Tourismusbranche Nachsaison, nutzen besonders gern Familien mit noch nicht schulpflichtigen Kindern, die doch deutlich günstigeren Preise für Hotels und Ferienhäuser. Um am Urlaubsziel von A nach B zu kommen, wird auf das Auto verzichtet und lieber auf’s Rad gestiegen, inklusive Anhänger für die Kleinen. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden, doch was man da manchmal auf der Strandpromenade zu sehen bekommt, lässt einem die Nackenhaare aufsteigen. Grund für mich, das Thema mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, denn ein Fahrradanhänger ist kein Bollerwagen und sollte nach strengsten Sicherheitskriterien ausgesucht werden.

Grundüberlegungen vor dem Fahrradanhängerkauf

Damit der Fahrradanhänger auch zu Ihren Bedürfnissen passt, klären Sie diese Punkte zuerst:

  • Soll der Anhänger für ein oder zwei Kinder sein?
  • Werden Sie den Anhänger häufig oder nur ab und zu benutzen?
  • Haben Sie eine Unterstellmöglichkeit?
  • Brauchen Sie viel Stauraum?
  • Soll der Anhänger auch als Jogger / Buggy genutzt werden können, also zum Schieben?

Die wichtigsten Sicherheitsstandards

Egal ob Sie mit dem Anhänger am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen, oder sich im freien Gelände bewegen, die Sicherheit des Kindes hat oberste Priorität. Laut Verbraucherinformationszentrum Bayern, kurz VIS Bayern, sind Fahrradanhänger sicherer als Fahrradkindersitze, aber nicht jedes Modell ist gleich sicher.

Kippsicherheit, Rahmen & Gurt

Ein wichtiger Aspekt ist die „Standfestigkeit“ des Anhängers. Kippt das Rad um, bleibt der Fahrradanhänger stehen und das Kind geschützt. Dazu müssen die Räder mindestens 20 Zoll groß sein. Stellen Sie sich vor, der Radfahrer stürzt mit einem auf dem Gepäckträger montierten Kindersitz, dann stürzt auch das Kind zu Boden. Bei einem Fahrradanhänger passiert das nicht. Ein weiterer Sicherheitsaspekt, auf den Sie achten sollten, ist der stabile Rahmen. Bei einem Zusammenstoß wird der Anhänger zwar zur Seite geschoben, das Kind aber wie in einem Käfig geschützt.

Kinder sind experimentierfreudig, das heißt, sie greifen während der Fahrt überall hin. Deshalb ist es wichtig, dass der Fahrradanhänger einen sogenannten Eingriffschutz hat. Damit wird verhindert, dass die kleinen Fingerchen in die Speiche geraten. (Quelle: www.arag.de)

Bevor es auf Tour geht, egal ob kurze oder lange Strecke, müssen die Kinder / das Kind angeschnallt werden. Fährt ein Kind allein in einem Zweisitzer mit, setzen Sie es in die Mitte (bessere Gewichtsverlagerung) und schnallen Sie es so an, dass es den Gurt nicht von allein öffnen kann.

Federung & Feststellbremse

Fragen Sie beim Kauf unbedingt, wie der Fahrradanhänger gefedert ist. Die Böden der meisten Anhänger sind nur gering gepolstert. Bei Fahrten durch freies Gelände, aber auch auf Asphalt, ist Ihr Kind mitunter Erschütterungen ausgesetzt, die Schmerzen am Rücken und Popo verursachen. Eine gute Federung fängt diese „Stöße“ ab.

Ebenso wichtig ist ein ausreichendes Bremssystem. Der Fahrradanhänger muss mit einer Feststellbremse ausgestattet sein, damit sich der Wagen im Stand nicht von allein bewegt. Das Fahrrad, an dem der Anhänger montiert wird, muss zwei unabhängig voneinander funktionierende Bremsen haben. Nur Vorder- oder Rücktrittbremse reichen bei einer Gefahrenbremsung nicht aus.

➠ Tipp: Auf www.fahrradanhaenger-tests.de finden Sie eine übersichtliche Vergleichstabelle aller gängigen Modelle, die Ihnen das umständliche und zeitraubende Recherchieren nach guten Fahrradanhängern erspart.

Die drei wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen vor Antritt der Fahrt:

Fahrradanhänger Verdeck

Verschließen Sie das Verdeck! So schützen Sie Ihr Kind vor eventuell hochschleudernden Steinen.

Fahrradanhänger Gurt

Schnallen Sie Ihr Kind an, bevor es auf Fahrradtour geht!

Fahrradanhänger Helm Kind

Setzen Sie dem Kind auch im Anhänger einen Helm auf – Kopfschutz!

Multifunktionalität

Wie oben bereits erwähnt, kann ein Fahrradanhänger auch als Buggy, zum Beispiel beim Joggen, benutzt werden. Wenn Ihnen dieses Qualitätsmerkmal wichtig ist, lassen Sie sich den „Umbau“ genau erklären, oder aber Sie probieren es am besten selbst. Je schneller und einfacher die „Verwandlung“ funktioniert, desto zufriedener werden Sie damit im Alltag sein.

Foto1: © Kara - Fotolia.com, Foto2: © RioPatuca Images - Fotolia.com, Foto3: ushkatoronto - Fotolia.co, Foto4: © jörn buchheim - Fotolia.com

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