Haarausfall bei Meerschweinchen – Ursachen & Tipps

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Haarausfall bei Meerschweinchen kann verschiedene Ursachen haben. An was es liegen könnte und wie Sie Ihrem Meerschweinchen helfen können, lesen Sie hier.

Haarausfall bei Meerschweinchen kann mehrere Ursachen haben

Haarausfall bei Meerschweinchen kann mehrere Ursachen haben

Wenn Ihr Meerschweinchen an Haarausfall leidet, liegt sehr häufig ein Parasitenbefall vor. Es kann aber auch folgende Ursachen haben:
» zu viel Stress
» Vitamin- oder Mineralstoffmangel
» nasses oder verschmutztes Einstreu
» jahreszeitlich bedingter Fellwechsel

Finden Sie also zuerst die Ursache heraus, bevor Sie anfangen Ihr Meerschweinchen zu behandeln.

Ursache finden
Um die Ursache herauszufinden, ist es ratsam erst einmal den Tierarzt auszusuchen. Dieser diagnostiziert dann den Grund des Haarausfalls und schafft vielleicht gleich durch Behandlung Abhilfe. Das wäre beispielsweise bei jeder Art von Parasitenbefall, einer Eierstock-Zystenerkrankung, Hautpilz und anderen.

Falls der Haarausfall auf keine körperliche Krankheit zurückzuführen ist, wird der Tierarzt Ihnen raten, Zuhause umgehend entsprechende Veränderungen vorzunehmen.

Haarausfall durch Stress
Wenn Stress der Auslöser für den Haarausfall beim Meerschweinchen ist, stellt sich die Frage, ob Ihr kleines Haustier in einem zu kleinen Gehege untergebracht wurde. Es kann aber auch sein, dass Rangordnungsprobleme im Zusammenleben mit anderen Meerschweinchen vorherrschen. In beiden Fällen kann ein größeres Gehege schnell Abhilfe schaffen. Wenn das nichts hilft, können Sie die Meerschweinchen nur voneinander trennen.

Es können aber auch allzu lebhafte Kinder enormen Stress beim Meerschweinchen auslösen. Dann hat es schlicht und ergreifend Angst. Hier sollten Sie Ihren Kindern den richtigen Umgang mit einem Tier schleunigst beibringen.

Haarausfall durch falsche Fütterung
Wenn bei Ihrem Meerschweinchen ein Ernährungsmangel vorliegt, müssen Sie unbedingt das Fütterungsverhalten ändern. Empfehlungen hierzu gibt sicherlich der behandelnde Tierarzt. Es ist aber generell eine sehr ausgewogene Ernährung mit Trocken- und Nassfutter anzuraten.

Frische Rohkost sollte idealerweise aus dem eigenen Garten kommen oder bei einem Biobetrieb eingekauft werden. Ganz wichtig für Meerschweinchen ist die regelmäßige Gabe von hochwertigem Heu und mehrmals täglich frisches Wasser.

Foto1: © KW - Fotolia.com, Foto2: © Helen Patmore - Fotolia.com, Foto3: © CALLALLOO CANDCY - Fotolia.com

Ein Kommentar

  1. Kaddie März 4, 2015 at 11:09 - Reply

    Einen jahrszeitlich bedingten Fellwechsel gibt es bei Meerschweinchen nicht. Das kommt „nur“ bei Kaninchen vor.

    Außerdem wäre es auch wichtig noch die Möglichkeit einer Schilddrüsenüber-/-unterfunktion zu nennen. Ob das Tier daran leidet, kann man mithilfe eines Blutbildes herausfinden, wenn man den T4-Wert anfordert. Diesem Wert muss man als Patient meistens leider selbst dem Tierarzt nennen, weil der Wert viel zu selten überprüft wird. Wenn das Tier an einer Schilddrüsenfehlfunktion leidet, kann man das meistens sehr gut mit Medikamenten in den Griff bekommen.

    Und die Mangelernährung kann man auf lange Sicht nur in den Griff bekommen, wenn man den ganzen Trockenfuttermüll aus dem Gehege entfernt und dem Tier nur noch Gemüse, Heu, frische Kräuter, Äste und ab und zu auch mal Obst anbietet. Obst nur einmal pro Woche, Heu 24 Stunden am Tag zur freien Verfügung, mindestens 5 verschiedene Gemüsesorten am Tag (mindestens 200g Frischfutter pro Tier/Tag). Wenn man weiterhin Trockenfutter füttert, wird das Tier immer an Mangelerscheinungen leiden. Viele bekommen sogar auch Durchfall vom Trockenfutter, weil sie aus ihrer natürlichen Ernährung kein Getreide kennen und auch nicht so viel Zucker gewöhnt sind. Aber Vorsicht: wenn es bisher TroFu gab und man nun auf die richtige Ernährung umstellen will, dann sollte man das langsam innerhalb von zwei Wochen machen. Von Tag zu Tag ein bisschen weniger TroFu geben und im Gegenzug mehr Gemüse.

    Da ich mir nicht sicher bin, ob ich hier andere Seiten verlinken darf, rate ich euch, euch im Internet mal ein bisschen schlau zu machen, welche Gemüsesorten man den Tieren füttern darf. Da gibt es eine sehr große Auswahl. Beispiele sind: Gurke, Karotte, Paprika (alle Sorten und Farben), nahezu alle Kohlsorten (aber bitte langsam anfüttern, wenn die Tiere es nicht kennen), Pastinaken, Auberginen, alle Salatsorten (manche nur in kleinen Mengen), Tomaten (ohne das Grün), Zucchini und vieles mehr.

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