Kaffeepads, -kapseln und Co.: So werden sie richtig aufbewahrt

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Kaffee ist zum wiederholten Male teurer geworden. Ärgerlich, wenn dieser dann schon nach kurzer Zeit sein vollmundiges Aroma verliert. Dies lässt sich ganz einfach vermeiden, wenn Sie Kaffee richtig aufbewahren.

Kaffeepads, -kapseln und Co.: So werden sie richtig aufbewahrt


Ein Kaffee am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Wenn man sich im Bekanntenkreis umhört, sind viele der gleichen Ansicht. Sie brauchen ihren geliebten Kaffee, um erst einmal in die Gänge zu kommen. Ist dieser getrunken, kann der Alltag seinen Lauf nehmen. Aber nicht nur morgens ist der Kaffee beliebt, auch auf Arbeit, am Nachmittag mit Freunden oder abends nach einem reichhaltigen Essen. Kein Wunder, dass Deutschland zu den Ländern mit dem höchsten Kaffeekonsum zählt.

Laut einem Bericht von www.brandeins.de trinkt jeder Bürger in Deutschland pro Jahr durchschnittlich 150 Liter Kaffee. Das ist enorm viel, wenn man dabei bedenkt, dass längst nicht jeder wirklich Kaffee trinkt.

Sehr interessant finde ich dabei aber auch die Tatsache, dass Kaffee bei der Pro Kopf-Menge auch Bier und Wasser toppt. Es wird also mehr Kaffee konsumiert als normales Wasser. Hätten Sie das gedacht?

Hier einmal der Vergleich:

Pro Kopf Konsum: Wasser

Pro Kopf Konsum: Bier

Kaffee gehört damit zweifelsfrei zu den Top-Getränken der Deutschen. Aber auch nur, wenn er ordentlich schmeckt. Natürlich ist das zum einen geschmacks- und sortenabhängig, zum anderen hat aber auch die Frische einen entscheidenden Einfluss auf den Geschmack. Denn Kaffee kann bei unsachgemäßer Lagerung das Aroma verlieren und somit auch den vollmundigen Geschmack. Und bei den stolzen Preisen heutzutage möchte man als Verbraucher natürlich, dass der Kaffee auch Tage bzw. Wochen später noch genauso frisch schmeckt, wie am ersten Tag.

Nun ist es aber auch so, dass sich die optimale Lagerung je nach Kaffeevariante unterscheidet. Es gibt schließlich nicht nur Kaffee in Pulverform, sondern auch in Form von Pads, Kapseln und ganzen Bohnen. Ich möchte Ihnen hier einen kleinen Überblick verschaffen, welche Kaffeesorte wie gelagert werden sollte, damit das Aroma erhalten bleibt.

Kaffee richtig aufbewahren – So wird’s gemacht

Grundsätzlich sollten Sie wissen, dass Kaffee sehr empfindlich ist und ihm unterschiedliche Einflüsse wie Licht, Wärme, Sauerstoff und Feuchtigkeit geschmacklich schaden können. Je wärmer der Standort ist, desto schneller verfliegt das Aroma und mit ihm der Geschmack. Damit Sie das vermeiden, hier jetzt meine Aufbewahrungs-Tipps.

➜ Kaffeebohnen aufbewahren

Ganze Kaffeebohnen sind grundsätzlich einfacher aufzubewahren, als gemahlenes Pulver. Das liegt ganz einfach daran, dass das Aroma in den Kaffeebohnen solange geschützt wird, bis die Bohnen gemahlen werden.

» Deshalb hier mein Tipp:
Wer die Bohnen mit einer Mühle mahlt, sollte nur die benötigte Menge zerkleinern. Damit sorgen Sie dafür, das die übrige Menge so lange frisch bleibt, bis Sie sie verwenden. Wenn Ihnen das zu aufwendig ist, können Sie auch für maximal eine Woche vorarbeiten.

Die Bohnen müssen immer luft- und blickdicht und vor Feuchtigkeit geschützt gelagert werden. Am besten eignen sich dafür Dosen aus Keramik und Metall. Im besten Fall lagern Sie die Bohnen darin mit der aromasichereren Verpackung, dass hält sie noch frischer.

Wer die Bohnen ohne Extra-Verpackung lagern möchte, sollte darauf achten, dass Sie beim Schließen immer so viel Luft wie möglich mit heraus drücken. Die Öffnung sollte fest verschlossen sein, am besten mit einem Haushaltsgummi oder Klebeband.

➜ Pulver-Kaffee aufbewahren

Beim gemahlenen Kaffee verhält es sich ähnlich wie bei den Bohnen. Wenn sie die Kaffee-Packung gut verschlossen in einer Dose an einem kühlen und trockenen Platz lagern, schaffen Sie die besten Voraussetzungen für frischen Kaffee.

» Aber Vorsicht: Kaffee gehört nicht in den Kühlschrank. Kaffee zieht Gerüche aus umliegenden Lebensmitteln an. Das könnte bei Harzer Käse oder frischen Kräutern aus dem Garten schnell den Geschmack ruinieren. Sie könnten den Kaffee natürlich in der Dose lagern und diese dann in den Kühlschrank stellen, leider sind viele Dosen nie zu 100 Prozent luftdicht.



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➜ Kaffeekapseln aufbewahren

Kaffeekapseln bieten im Grunde genommen von allen Kaffee-Varianten die optimalste Lagerfähigkeit. Ihre luft- und blickdichte Verpackungen bringen sie nämlich schon von Hause aus mit. Außerdem ist der Kaffee in den Kapseln vor Feuchtigkeit geschützt. Sie können diese Kapseln also ohne Probleme in der Verpackung belassen, in einen entsprechenden Ständer ordnen oder sie in einer Schale anrichten.

» Extra-Tipp:
Während die Kapseln mit den besten Lagerungsbedingungen punkten, haben sie aber auch einen entscheidenden Nachteil. Sie sind relativ teuer, besonders für Viel-Kaffeetrinker. Dabei geht es auch günstiger. Unter www.gourmesso.de finden Sie beispielsweise Kaffeekapseln in Markenqualität für deutlich günstigere Preise. Während bei Nespresso eine Kaspel umgerechnet 0,35 Euro kostet, kosten sie bei Gourmesso nur 0,24 Euro. Eine Ersparnis von satten 30 Prozent.

➜ Kaffeepads aufbewahren

Kaffeepads sind mittlerweile genauso beliebt wie die Kapseln, haben aber einen entscheidenden Nachteil. Der Kaffee ist in der Schutzverpackung alles andere als geschützt. Der feine Filter ist sehr dünn und vor allem luftdurchlässig. Wenn Sie die Packung einfach offen stehen lassen würden, würden Sie den Aromaverlust schon wenige Tage später spüren.

Sie können das aber auch vermeiden. Nutzen Sie ganz einfach entsprechende Pad-Dosen, die es mittlerweile in vielen verschiedenen Designs und Farben im Handel zu kaufen gibt. Achten Sie aber unbedingt auf Qualität. Ob günstig oder teuer, nicht alle Dose bieten einen optimalen Verschluss, sodass die Pads nicht immer luftdicht verschlossen sind.

» Extra-Tipp für alle Kaffee-Varianten: Stellen Sie die Dosen, Behälter oder Tüten niemals in die Nähe von Backofen, Dunstabzugshaube und Kochstelle – in diesen Bereichen entsteht viel Feuchtigkeit, die das Aroma beeinflussen.

Foto1: © Africa Studio - Fotolia.com, Foto2: © Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V., Januar 2017, Foto3: © Statista GmbH

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