Abzocke bei Online-Games: So können Sie sich schützen

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Wer nicht aufpasst, der kann schnell ein Opfer von Abzocke bei Online-Games werden. Wir verraten Ihnen aber hier, wie Sie sich richtig davor schützen können.

Abzocke bei Online-Games


Nicht nur Jugendliche und Kinder, auch viele Erwachsene spielen mit Begeisterung am Computer. Durch die Verbreitung der Online-Games kann inzwischen jeder Gamer kostenlose Spiele über das Internet spielen und ist somit Teil einer weltweiten Community. Doch Vorsicht: In vielen Fällen reicht schon ein Klick aus, um die Telefonrechnung in die Höhe zu treiben.

Zwar sind viele Spiele kostenlos verfügbar, doch wenn Sie zur Vollversion upgraden oder Zusatzfunktionen freischalten möchten, müssen Sie dies bezahlen. Gerade Kinder und Jugendliche klicken hier einfach, ohne sich Gedanken über die Konsequenzen zu machen. Nicht selten werden Eltern anschließend mit einer Telefonrechnung von mehreren Hundert Euro überrascht.

Kosten sind oftmals nicht transparent genug

Die meisten Online Games sind für die Spieler zunächst kostenlos verfügbar und können direkt nach der Registrierung gespielt werden. Doch schon nach den ersten Levels werden die Spieler zur Kasse gebeten. Wer noch besser werden und die Konkurrenz übertrumpfen möchte, muss dann kostenpflichtige Dienste freischalten, die zum Beispiel eine Zusatzausstattung für die Spielfigur in Form von Waffen oder Werkzeugen enthält.

Damit das mit der Abzocke auch prima klappt, wird den Spielern natürlich das Freischalten der Dienste auch besonders einfach gemacht. Die Bezahlung der Zusatzfunktionen erfolgt nämlich oftmals entweder per SMS, 0900-Nummer, Kreditkarte oder über Bezahldienste wie etwa PayPal oder ClickandBuy.

Ein viel größeres Problem ist aber, dass die Kosten, die für die Buchung anfallen, bei vielen Anbietern nicht transparent genug sind. Wer hier wie viele andere Spieler einfach die Allgemeinen Geschäftsbedingungen als gelesen markiert, aber das Kleingedruckte in Wirklichkeit nur schnell überflogen hat, der kann so schnell mal die Kosten, die durch das Upgrade auf einen zukommen, übersehen.

Abzocke bei Online-Games: So können Sie sich schützen

Tipp 1 – AGB richtig lesen:

Als erstes gilt es natürlich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gründlich zu lesen. Werden hier keine genauen Angaben zu den Kosten gemacht, kommt Ihnen irgendetwas ungewöhnlich vor oder drückt sich der jeweilige Online-Game-Anbieter in seinen AGB recht schwammig aus, dann sollten Sie schon von Vornherein die Finger von dem Online-Game lassen.

Preise oder sonst irgendwelche Kosten, die während des Spiels anfallen könnten, sollten unbedingt auf der Internetseite des Games aufgelistet sein.

Tipp 2 – Überblick über Buchungen behalten:

Wenn Sie nicht in die Kostenfalle der Online-Games tappen möchten, sollten Sie sich nicht von den vielversprechenden Angeboten der Anbieter locken lassen. Denn in vielen Spielen können Sie die benötigten Punkte auch durch Spielerfolge im Game erspielen und müssen diese nicht teuer bezahlen.

Wenn Sie sich dennoch für den Kauf entscheiden, sollten Sie immer einen Überblick über alle Buchungen behalten. Denn auch kleine Ausgaben summieren sich schnell zu einem hohen Endbetrag. Vor allem bei Buchungen über 0900-Nummern könnten Sie schnell den Überblick verlieren und bezahlen so am Ende mehr, als Sie überhaupt wollten.

Tipp 3 – Kostenlimit festlegen:

Vor allem Jugendliche surfen in der Regel ohne Aufsicht im Internet. Auch wenn Ihre Kinder schon etwas älter sind, schadet es nicht, wenn Sie nachfragen, welche Spiele Ihr Nachwuchs im Netz spielt. Handelt es sich hierbei um kostenpflichtige Spiele, dann sollten Sie am besten gemeinsam eine Summe festlegen, die Ihre Kinder für die kostenpflichtigen Dienste in Anspruch nehmen dürfen.

Achtung:

Denken Sie auch daran, dass schon alleine hohe Kosten entstehen können, wenn Ihre Kinder das Telefon für die Freischaltung von Bonusspielen oder Sonderausstattung per 0900-Nummer nutzen. Reden Sie also mit Ihren Kindern unbedingt über diese Problematik.

Tipp 4 – Jugendschutzprogramm installieren:

Der Umgang mit dem PC ist für Kinder heute so selbstverständlich wie Lesen und schreiben. Die meisten Kinder wissen zudem oftmals besser über die Funktionen im Internet Bescheid als ihre Eltern. Aber Vorsicht: Die Internetnutzung Ihrer Kinder kann Sie dennoch schnell in die Zwickmühle bringen, nämlich dann, wenn Ihr Kind zu vorschnell handelt, nicht richtig hinschaut und einfach mit der Maus auf Ich akzeptiere… klickt.

Um das zu vermeiden, sollten Sie auf Ihrem PC ein so genanntes Kinderschutzprogramm installieren. Dieses bietet nämlich gleich mehrere Vorteile:

  • Zeitbeschränkung:

    Mit einem Kinderschutzprogramm können Sie genau festlegen, wie lange Ihr Kind am PC spielen darf.

  • Programmsperre/Funktionssperre:

    Mit dieser Sperre können Sie verhindern, dass Ihr Nachwuchs nicht kindgerechte Programme nutzt. Sie können also Online-Games ganz einfach sperren und so verhindern, dass Ihr Kind aus Versehen Kosten verursacht.

  • Internetfilter:

    Die meisten Kinderschutzprogramme besitzen einen Internetfilter, der Internetseiten nach bösen Wörtern durchsucht und diese anschließend automatisch sperrt.

Ihre Kinder können Sie beispielsweise mit den beiden hier genannten Kinderschutzprogrammen sehr gut im Auge behalten:

» Jugendschutzprogramm.de-Software JusProg
» Windows Live Family Safety

Aber auch in normaler Sicherheitssoftware, die sich sowieso auf jedem PC befinden sollte, ist meist schon eine Kindersicherung integriert. Sie müssen Sie nur aktivieren und können sie dann nach eigenem ermessen mehr oder weniger scharf einstellen. Software-Tipps:

» Kaspersky PURE 3.0 Total Security
» Norton Internet Security

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