Datenklau im Internet – So vor Missbrauch schützen

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Seit dem populären Datendiebstahl bei Sony ist Datenklau im Internet wieder ein heiß diskutiertes Thema. Wie Sie sich vor Missbrauch schützen können, erfahren Sie hier.

Schützen Sie sich vor Datenmissbrauch

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Wer im April 2011 sein Osterpräsent in Form einer PS Networkkarte einlösen wollte, wurde über die Feiertage herbe enttäuscht, denn beim Versuch, sich über die PS3 im PlayStation Store anzumelden, war tagelang die Nachricht zu lesen: „Das PlayStation Network wird derzeit gewartet.“ Von Wartung konnte jedoch keine Rede sein, denn Hackern war es gelungen, in den Besitz von 75 Millionen Kundendaten zu gelangen. Wie Sie sich gegen Datenklau im Internet schützen, erfahren Sie hier.
Nachdem Sony auf die Situation aufmerksam geworden ist, wies Sony auf seiner Internetseite vorsorglich darauf hin, dass möglicherweise Namen, Adressen, Online ID, Kaufhistorie und nicht zuletzt die Daten der Kreditkarten widerrechtlich abgerufen werden könnten und die Kunden daher nicht auf dubiose Anfragen per Mail, Telefon oder Post reagieren sollten. Ratsam sei es auch, die Kreditkartenabbuchungen zu kontrollieren. Internetexperten sprechen mittlerweile vom größten Datenklau der Geschichte.

SSL Verschlüsselung für sicheren Datentransfer
Die Internetkriminalität greift um sich und das bekommen auch die Onlineshops zu spüren, denn das Vertrauen der Kunden schwindet trotz zunehmender Sicherheit. Die verschlüsselte Datenübertragung per SSL (Secure Sockets Layer) ist bislang die einzige Option, gesicherte Transaktionen zwischen einem Kunden und dessen Browser sowie dem Webserver des Anbieters zu gewährleisten.

Möglich wird diese Methode durch die heute gängige hohe SSL Verschlüsslung mit 128 Bit, die über eine Billion mal eine Billion Verschlüsselungsmöglichkeiten zulässt. Das heißt in der Praxis, dass selbst der beste Hacker eine Billion Jahre brauchen würde, um in eine solche Übertragung zu gelangen. (Quelle: www.verisign.de)

Tipps für Ihre Sicherheit

Ich habe für Sie ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie sich beim Onlinebanking, bei Hotelbuchungen und beim Shoppen grundsätzlich vor Datenmissbrauch schützen können.

  • Sichere Webseiten erkennen Sie daran, dass im geschützten Bereich die Adresse mit HTTPS anstatt mit HTTP beginnt.
  • Wird die Seite des Anbieters in der Adressleiste grün angezeigt, können Sie sicher sein, dass die Seite durch ein anerkanntes Unternehmen zertifiziert wurde.
  • Ein weiteres Kennzeichen ist das Vorhängeschloss, das Sie rechts in der Adressleiste sehen. Sobald Sie das Schloss anklicken, öffnet sich ein Fenster mit Angaben darüber, durch wen der Anbieter zertifiziert wurde.
  • Nicht vertrauenswürdige Webseiten erkennen Sie beispielsweise daran, wenn Sie per Lockvogeltaktik dorthin geführt werden und die Angebote viel zu gut sind, um wahr zu sein.
  • Auch wenn Sie aus fadenscheinigen Gründen nach Ihren Kreditkartendaten oder nach Details gefragt werden, die für den Bestell- oder Buchungsvorgang unnötig sind, sollten Sie der Webseite kein Vertrauen schenken.
  • Wenn Sie durch eine E-Mail eines unbekannten Adressaten auf eine Webseite verwiesen werden, ist das meistens ein Hinweis auf eine unseriösen Link.
  • Kleinere Onlineshops oder Jungunternehmer, die ihre Produkte oder Dienstleistungen erst kürzlich online gestellt haben, sparen mitunter die Investition in eine SSL-Verschlüsselung. Bei diesen Anbietern können Sie Ihre Waren jedoch auch oft per Rechnung bezahlen bzw. telefonisch bestellen. Solange Sie sich nicht sicher sind, nutzen Sie am besten diese „konventionellen“ Einkaufsmöglichkeiten. So umgehen Sie den möglicherweise unsicheren Weg über das Internet. Einen Hinweis darauf, dass Sie bei einem seriösen Anbieter bestellen, finden Sie im Impressum der Seite. Neben der Angabe des Firmennamens, der Adresse und der Rufnummer, muss die Umsatzsteuer-ID bzw. der Hinweis des entsprechenden Handelsregisters vermerkt sein.
  • Wenn Sie Ihre Überweisungen per Onlinebanking vornehmen, achten Sie auf regelmäßige Warnungen auf der Seite Ihres Bankinstitutes, denn Phishingattacken, in denen per Mail versucht wird, an PIN und TAN zu gelangen, sind keine Seltenheit. Ihre Bank wird Sie jedoch niemals per Mail auffordern, Ihre PIN und TAN außerhalb Ihres gesicherten Logins zu hinterlassen.
  • Ändern Sie Ihre PIN daher in regelmäßigen Abständen.
  • Sichern Sie Ihren Computer vor Viren und Trojanern immer durch aktuelle Virenschutzprogramme. Durch Live Updates und regelmäßige automatische Scans wird Ihr System vor Angriffen geschützt. Besonders sicher sind da die Programme von www.mcafee.com. Dies sind das größte auf Sicherheit spezialisierte Unternehmen der Welt. Aber auch die Programme von www.norton.com bieten Ihrem Computer einen innovativen Schutz.
  • Verwenden Sie bei Ihren Onlineeinkäufen und Buchungen für jeden Anbieter grundsätzlich unterschiedliche Benutzernamen und Passwörter und ändern Sie diese in regelmäßigen Abständen.
Foto1: © seen - Fotolia.com

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