Japanischen Garten anlegen – Diese Elemente dürfen nicht fehlen

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In einem japanischen Garten ist alles aufeinander abgestimmt, um für den Körper eine innere Ruhe zu erzeugen. Welche Elemente dafür geeignet sind, erfahren Sie hier.

Japanischen Garten anlegen


Die asiatische Kultur begeistert sehr viele Menschen, und auch die japanische Gartengestaltung hat ihren ganz besonderen Reiz. Viele europäische Gärten sind deshalb mittlerweile im japanischen Stil gestaltet. Besonders auf Gartenausstellungen finden Sie diesbezüglich viele Anregungen, da der asiatische Garten hier auch immer ein wichtiges Thema darstellt.

Asiatische Gärten finden Sie aber zum Beispiel auch im Westpark in München, in Berlin-Marzahn oder in Bochum. Auf dem Grundstück des Bayer-Werkes in Leverkusen gibt es bereits seit den 30er Jahren einen japanischen Garten, denn ein Aufsichtsratsvorsitzender war nach einer Reise so angetan von der asiatischen Gartenkultur, dass er hier einen japanischen Garten anlegen lies.

Bestimmte Elemente dürfen im Japangarten nicht fehlen

Ein asiatischer Garten charakterisiert sich nicht nur durch die besondere Gestaltung, sondern auch durch die Atmosphäre, die Ruhe und Wohlbefinden ausstrahlen soll. Wichtig beim Anlegen eines Gartens im asiatischen Stil ist deshalb die sorgfältige Planung, denn ein solcher Garten wirkt sehr perfekt mit klaren Formen und Linien.

Aber nicht nur das. Im japanischen Garten spielen auch spezielle Elemente eine wichtige Rolle. So zum Beispiel Gehölze, Wasser, Moos und Felsen, denn diese haben in Japan auch eine gewisse Symbolik. Hier einmal eine Auflistung aller Elemente, die in keinem japanischen Garten fehlen sollten.

Japanischen Garten anlegen – Diese Elemente dürfen nicht fehlen

» Felsen und Steine:

Felsen und Steine dominieren im japanischen Garten, denn dadurch werden verschiedene Gottheiten und Tierarten dargestellt. Die Felsen stehen aber auch für die bergige Landschaft auf der japanischen Insel.

Felsen und Steine dominieren im japanischen Garten

Felsen und Steine dominieren im japanischen Garten

» Wasser/Koi-Teich:

Auf das Element Wasser dürfen Sie in einem solchen Garten auf keinen Fall verzichten, denn Japan ist ringsherum vom Meer umgeben. So können Sie bei der Gestaltung Ihres Gartens zum Beispiel auf einen Gartenteich, Wasserläufe oder Quellsteine setzen.

Koi-Teiche sind optische Highlights

Koi-Teiche sind optische Highlights

Wenn Sie obendrein noch Fische lieben, dann sollten Sie einen Koi-Teich im asiatischen Garten einplanen. Ursprünglich dienten diese Teiche in Japan der Versorgung mit Lebensmitteln, heute sind sie einfach optische Highlights.

» Gehölze:

Gehölze symbolisieren in Japan das Leben, denn ein Samenkorn wird zu einem Baum, der tief in der Erde verwurzelt ist. Wichtig in Asien ist auch die Darstellung von Augenblick und Ewigkeit, so ist die Kirschblüte aktuell sehr attraktiv, doch schon bald gehört sie der Vergangenheit an. Die Ewigkeit wird dagegen zum Beispiel von den Kiefern an den Berghängen Japans widergespiegelt, denn diese sind immergrün.

Wunderschön: Kirschblüten

Wunderschön: Kirschblüten

Bonsais sind so eng mit der asiatischen Gartenkultur verbunden, dass Sie bei der Gartengestaltung auf keinen Fall darauf verzichten können. Diese kleinen Gehölze werden in Asien mit großer Sorgfalt erzogen. Als Standort sollten Sie einen ganz besonderen Platz im Garten auswählen. Am besten macht sich eine Kiefer im Bonsai-Stil im asiatischen Garten.

» Moos:

Moos würden Sie im ersten Moment sicherlich nicht gerade mit Japan in Verbindung bringen, doch dies ist ein essentielles Element in der Gartengestaltung. Moos gedeiht vor allem an den höher gelegenen Berghängen Japans. Dort versorgt es das Meer optimal mit ausreichend Feuchtigkeit, außerdem hat es hier ausreichend Licht. Das Moos ist in Asien ein Sinnbild für ein langes Leben und Dauerhaftigkeit.

Moos ist ein essentielles Element in der Gartengestaltung

Moos ist ein essentielles Element in der Gartengestaltung

» Bambus:

Bambus ist ein wichtiges Material im japanischen Garten. Diese Halme wachsen besonders schnell und werden in freier Natur mehrere Meter hoch. Obwohl sie sehr standfest sind, lassen sie sich auch wunderbar biegen.

Bambus ist ein wichtiges Material im japanischen Garten

Bambus ist ein wichtiges Material im japanischen Garten

» Asymmetrie:

Bei der Gestaltung des japanischen Gartens sollten Sie auf Asymmetrie setzen, den ungerade Zahlen stehen in Asien für Glück. Auch gerade Gartenwege können Sie in einem asiatischen Garten vergebens suchen. Diese sollten natürlich verlaufen und schön geschwungen sein. Für die Gestaltung verwenden Sie am besten Platten aus Naturstein.

Setzen Sie auf Asymmetrie

Setzen Sie auf Asymmetrie

» Brücken:

Brücken haben in Asien auch eine wichtige Symbolik, denn wenn Sie über eine Brücke gehen, dann schließen Sie mit Vergangenem ab und widmet sich Neuem.

Brücken haben in Asien auch eine wichtige Symbolik

Brücken haben in Asien auch eine wichtige Symbolik

» Laternen:

Teezeremonien finden in Asien in der Regel am Abend statt, deshalb benötigte Sie unbedingt Steinlaternen, um die Plätze zu erhellen. In japanischen Gärten sehen Sie deshalb auch heute noch Lichtquellen (Linktipp: Beleuchtung für den Garten – 4 verschiedene Möglichkeiten), vor allem am Rand von Gewässern oder an Wegbiegungen.

Absolutes Must-Have: Steinlaternen

Absolutes Must-Have: Steinlaternen

» Gottheiten:

Gottheiten können Sie in japanischen Gärten nicht sofort sehen, denn sie werden eher an verdeckten Stellen im Garten platziert. Eine Beleuchtung finden Sie in der Umgebung nicht.

Gottheiten werden an verdeckten Stellen im Gartens platziert

Gottheiten werden an verdeckten Stellen im Gartens platziert

» Teegarten mit Torbogen und Wasserbecken:

Der Teegarten ist ein wichtiger Bestandteil des japanischen Gartens, denn der Teezeremonie kommt eine wichtige Bedeutung zu. In den meisten Fällen erreichen Sie diesen Bereich durch einen Torbogen, denn die Teezeremonie sollte in der Abgeschiedenheit stattfinden. Wichtig ist die Reinigung der Hände, weshalb neben dem Teehaus auch ein Wasserbecken platziert sein sollte.

Typisch japanisch: der Teegarten

Typisch japanisch: der Teegarten

» Zen-Garten:

Der Zen-Garten ist eine Unterart des japanischen Gartens. Seinen Ursprung hat dieser im Buddhismus. In erster Linie wird ein Zen-Garten zur Meditation genutzt, hier wird bewusst auf das Element Wasser verzichtet. Dagegen wird eine Sandfläche mit Felsen bestückt.

Zen-Garten

Zen-Garten

Fazit:

Wie Sie sehen gibt es wirklich sehr viele Elemente, die in keinem japanischen Garten fehlen sollten. Grundsätzlich muss so ein japanischer Garten sorgfältig geplant werden, denn hier wird nichts dem Zufall überlassen. Das Gefühl der inneren Ruhe kann nur entstehen, wenn alles harmonisch aufeinander abgestimmt und absolut perfekt ist. Der asiatische Garten sollte sich also harmonisch in die Umgebung einfügen, was im europäischen Raum nicht ganz einfach ist.

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