Kind erziehen – Was Sie bei Einzelkindern beachten sollten

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Auch Einzelkinder müssen sich alleine beschäftigen können

Auch Einzelkinder müssen sich alleine beschäftigen können

Für viele Eltern steht es in der heutigen Zeit fest nur ein Kind zu bekommen. Die Gründe dafür sind sehr verschieden. In den meisten Fällen sind wohl finanzielle oder berufliche Gründe ausschlaggebend. Aber auch das Alter der Eltern spielt meist eine wichtige Rolle. Egal warum ein Kind keine Geschwisterchen bekommen soll, für das Kind ergeben sich dadurch einige Vor- und Nachteile. Wie Sie Ihr Kind erziehen, damit es kein typisches Einzelkind wird, erfahren Sie hier.

Vor- und Nachteile von Einzelkindern

Amerikanischen Studien zufolge sind Einzelkinder zum Beispiel oft besser in der Schule als Kinder mit Geschwistern. Das kann daran liegen, dass Einzelkinder mehr Zeit mit Erwachsenen verbringen. Sie lernen früh sich ruhig und konzentriert allein zu beschäftigen und werden unter Umständen besser gefördert als Kinder mit mehreren Geschwistern. Es gibt aber auch viele Vorurteile gegenüber Einzelkindern. Ihnen wird nachgesagt, dass sie egoistischer und verwöhnter seien. Ebenfalls sollen Sie nicht die Fähigkeit besitzen, teilen zu können. Doch Sie können etwas dafür tun, damit bei der Erziehung Ihres Einzelkindes alles gut funktioniert.

    Tipp 1: Egoismus vermeiden

  • Dass Sie einem Einzelkind mehr Aufmerksamkeit schenken ist ganz normal und völlig logisch. Doch setzen Sie Ihrem Kind klare Grenzen und gönnen Sie sich auch Zeit für sich. Wenn Sie also einmal eine Sendung im Fernsehen schauen oder eine Zeitung lesen wollen, nehmen Sie sich diese Auszeit. Auch wenn Ihr Kind sich in den Kopf gesetzt hat, mit Ihnen zusammen zu spielen. Ihr Kind lernt somit, dass es nicht ständig der Mittelpunkt ist und sich auch manchmal gedulden muss. Am Anfang fällt es Ihnen vielleicht schwer, aber mit der Zeit gewöhnen Sie und Ihr Kind sich daran.
  • Tipp 2: Teilen lernen

  • Grundsätzlich ist es so, dass wirklich jedes Kind das Teilen lernen muss. Dass Geschwisterkinder von klein auf teilen müssen, heißt nicht, dass sie es von Anfang an gern tun. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und teilen Sie mit Ihren Mitmenschen. So leben Sie vor, dass Teilen und Abgeben etwas Schönes ist. Wenn Ihr Kind etwas mit Ihnen teilt, loben Sie es. Am besten ist es jedoch, wenn Ihr Kind diese Erfahrungen mit anderen Kindern macht.
  • Tipp 3: Kontakt mit anderen Kindern

  • Nicht nur in Bezug auf Teilen ist der regelmäßige Kontakt mit anderen Kindern wichtig. In Spielkreisen und Kindergartengruppen lernt Ihr Kind mit anderen Kindern zu spielen, Rücksicht zu nehmen und auch mal Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten auszutragen. Bis zur Einschulung sollte ein Einzelkind die entsprechende soziale Kompetenz besitzen.
  • Tipp 4: Perfektionismus eingrenzen

  • Viele Einzelkinder neigen sehr dazu, alles immer perfekt und richtig machen zu wollen. Das liegt daran, dass sie viel Zeit mit Erwachsenen verbringen, die aus ihrer Sicht wahre Alleskönner sind. Damit sich Ihr Kind nicht selbst überfordert, sollten Sie ab und zu einschreiten und Ihr Kind daran erinnern, dass es nicht alles sofort können muss und niemand perfekt ist. Geben Sie auch Ihre eigenen Schwächen zu und nehmen Sie sie mit Humor!
  • Tipp 5: Loslassen lernen

  • Es ist ganz normal, dass Einzelkinder eine besonders enge Bindung an ihre Eltern haben. Das kann dazu führen, dass sie sich nur schwer von Ihnen lösen können. Das beruht oft auf Gegenseitigkeit. Lassen Sie Ihr Kind öfter mal sein eigenes Ding durchziehen. Somit spürt Ihr Kind Ihr Vertrauen. Wenn Kinder nicht ständig das Gefühl bekommen, dass Sie als Eltern Angst haben, gehen sie mit mehr Mut und vor allem unabhängiger durch die Welt.
Foto1: © Serhiy Kobyakov - Fotolia.com

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