Sportklettern – 5 Tipps für die Kletterausrüstung

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Für mehr Sicherheit brauchen Sie eine gute Ausrüstung

Für mehr Sicherheit brauchen Sie eine gute Ausrüstung

Durch die rasante Verbreitung der Kletterhallen hat sich Sportklettern zu einem Breitensport entwickelt. Damit dabei nichts passieren kann, hier 5 Tipps für die erste Kletterausrüstung.

Sie benötigen eine gute Kletterausrüstung

Gehören Sie auch zu den begeisterten Indoorkletterern, die ihre ersten Erfahrungen jetzt an einer richtigen Felswand in den Bergen testen möchten? Da Sie beim Outdoorklettern auf wesentlich mehr Sicherheit achten müssen als in der Kletterhalle, benötigen Sie eine entsprechende Kletterausrüstung. Was alles zum Equipment dazu gehört und auf welche Qualitätsmerkmale Sie beim Kauf achten müssen, haben wir hier einmal für Sie notiert.

Sportklettern hat sich zum Breitensport entwickelt

Um zu klettern, müssen Sie nicht extra in die weit entfernten Berge fahren oder Mitglied in einem Verein sein. Steuern Sie einfach die nächste Kletterhalle im Nachbarort an. Durch die erhöhte Sicherheit in Kletterhallen besteht auch kaum Absturzrisiko: Es gibt weder Steinschlag noch riskante Felsvorsprünge oder gefährliche Wetterumschwünge. Anfänger können sich die Kletterausrüstung in den Kursen ausleihen und in den Top-Rope-Bereichen sind die Seile bereits vorinstalliert. Spätestens für das Bergsteigen muss jedoch das eigene Equipment her. Doch welche Eigenschaften müssen Kletterseile, Klettergurte, Kletterschuhe und Kletterhelme eigentlich haben und was gehört zu einer Kletterausrüstung noch dazu?

Kletterausrüstung für das Sportklettern und Onlineshops

Zur Grundausrüstung gehören:

  • das Seil
  • der Klettergurt
  • Kletterschuhe
  • der Helm

Dazu kommen noch:

  • Schlingen und Rundschlingen
  • Abseilgeräte
  • Karabiner
  • Express-Sets
  • Felshaken oder Klemmkeile
  • optional Chalkbag und Magnesium

Klettergurt und Schuhe sollten perfekt sitzen, weshalb Sie diese Kletterutensilien vor dem Kauf anprobieren und erst dann online kaufen sollten, wenn Sie bereits Routine haben und Ihre Größe einschätzen können. Der Spezialist für Outdoorbedarf Globetrotter ist auch hinsichtlich Bergsport und Kletterausrüstungen gut sortiert und unterhält Filialen in Hamburg, Berlin, Dresden, Frankfurt, Köln, Bonn und München. Natürlich gibt es noch andere gute Onlineshops, in denen Sie sich vorab informieren bzw. später bestellen können wie zum Beispiel Bergfreunde.de oder Bergzeit.de. Hier finden Sie hochwertige Markenartikel unter anderem von den Herstellern EDELRID, PETZL oder Black Diamond.

Sportklettern – 5 Tipps für die erste Kletterausrüstung

» Tipp 1 – Kletterseil

  • Einfachseile für Kletterhallen:
    In Kletterhallen werden Einfachseile mit einer Länge von etwa 50 bis 60 Metern verwendet. Diese können Sie auch in Naturklettergärten benutzen. Einfachseile wiegen höchstens 55 g/m und haben einen Durchmesser von 10 mm. Diese Seile sind für Fangstöße von 12 kN (entspricht 1.200 kg) ausgerichtet und müssen gemäß Kennzeichnung fünf Stürze überstehen. Solche Einfachseile eignen sich eigentlich für alle Arten des Kletterns, bei denen nur ein Seil benötigt wird, sehr gut.
  • Halbseile für das Klettern im felsigen Gebirge:
    Für das Klettern im felsigen Gebirge werden 50 bis 60 Meter lange Halbseile empfohlen, die als Doppelstrang verwendet werden, denn dieser gewährleistet bei Reibung an scharfen Felskanten oder Steinschlag zusätzliche Sicherheit, da in der Regel nur ein Seil beeinträchtigt wird. Halbseile wiegen 45 g/m, haben einen Durchmesser von 8,5 mm, halten Fangstöße von 8kN (800 kg) aus und müssen ebenfalls fünf Stürze überstehen.

Für ein gutes Einfachseil oder Halbseil bezahlen Sie um die 80 bis 100 Euro. Wenn Sie schon eine kleine Seilschaft gegründet haben, können Sie sich die Kosten für ein Seil natürlich teilen.

» Tipp 2 – Klettergurt
Klettergurte erhalten Sie in unterschiedlichen Ausführungen: mit fixen Beinschlaufen, mit verstellbaren Beinschlaufen, gepolstert und ungepolstert.

  • Fixe Klettergurte:
    Fixe Klettergurte haben den Vorteil, dass Sie beim Anziehen keine Zeit für das Festziehen von Schnallen aufwenden müssen. Dafür sollten Sie jedoch genau Ihren Beinumfang in Zentimetern kennen.
  • Verstellbare Klettergurte:
    Verstellbare Klettergurte eignen sich sowohl zum Sportklettern als auch zum Eisklettern, denn wenn Sie wärmere und dickere Kleidung tragen, müssen Sie die Beinschlaufen weiter einstellen.
  • Gepolsterte Klettergurte:
    Für den Bereich Sportklettern erweisen sich weich gepolsterte Klettergurte von Vorteil, denn es ergeben sich immer wieder Situationen, in denen Sie frei hängen und dann schnürt sich ein nicht gepolsterter Gurt unangenehm ein.
  • Ungepolsterte Klettergurte:
    Diese haben den Vorteil, wesentlich leichter zu sein als gepolsterte Klettergurte. Zudem lassen diese Gurte Ihnen beim Klettern mehr Bewegungsfreiraum.
  • Leichte Klettergurte mit optimaler Druckverteilung:
    Oder Sie wählen einen leichten Klettergurt mit optimaler Druckverteilung, wodurch die schweren Polster wegfallen können.

Egal für welchen Klettergurt Sie sich entscheiden: Achten Sie beim Kauf auf ausreichende Materialschlaufen für Schlingen, Karabiner und Chalkbag. Je nach Material und Ausstattung kostet ein guter Klettergurt zwischen 45 und 120 Euro.

» Tipp 3 – Kletterschuhe
Kletterschuhe müssen unbedingt trittsicher sein und über eine gute Haftreibung verfügen. Die Schuhe haben eine weiche Gummisohle, deren Fersenbereiche für einen besseren Grip breite Längsrillen aufweisen. Charakteristisch ist die Vorspannung, die den Zehen mehr Kraft und Druck verleiht. Kletterschuhe sind mit Schnürung und Klettverschluss erhältlich, wobei Klettverschlüsse den Vorteil bieten, dass sie sich nicht verfangen. Die Schuhe liegen so eng wie möglich an, weshalb Sie ein Paar wählen sollten, was Ihnen eigentlich zu klein ist, da sich die Schuhe im Laufe der Zeit noch dehnen. Der Anbieter Kletterschuhe.de ist ein wirklicher Spezialist, der Wert auf Qualität und Passform legt und seine Kunden fachmännisch berät. Für Kletterschuhe sollten Sie etwa 60 bis 130 Euro einkalkulieren.

» Tipp 4 – Kletterhelm
Auch wenn in Ihrer Kletterhalle noch keine Helmpflicht besteht, sollten Sie an der Felswand Ihren Kopf vor Steinschlag schützen. Ein Kletterhelm bewahrt Sie im Falle eines Sturzes auch vor den Folgen eines Aufpralls am Fels. Kletterhelme sind wie Halbschalen geformt, verfügen über eine Innenpolsterung aus Schaumstoff und haben eine leichte Außenschale aus stoßfesten Materialien wie Polycarbonat. Gepolsterte Kinnriemen und seitliche Belüftungsschlitze gewährleisten Ihnen noch zusätzlichen Tragekomfort. Für gute Kletterhelme bezahlen Sie 40 bis 90 Euro.

» Tipp 5 – Sonstiges Zubehör

  • Schlingen, Rundschlingen, Karabiner, Express-Sets:
    Schlingen und Rundschlingen, Karabiner und Express-Sets (zwei durch eine Schlinge verbundene Karabiner) benötigen Sie zur Zwischensicherung und Sicherung am Stand. Achten Sie zur Erhöhung der Sicherheit auf Verschlusskarabiner mit verschraubbarer Verschlusshülse.
  • HMS Karabiner:
    HMS Karabiner bieten an der breiten Ausbuchtung Platz für den HMS-Knoten (HMS = Halbmastwurfsicherung) für die Partnersicherung.
  • Felshaken oder Klemmkeile, Abseilachter:
    Felshaken oder Klemmkeile verwenden Sie ebenfalls zur Sicherung und bruchsichere Abseilachter erleichtern Ihnen das Abseilen.
  • Magnesium und Chalkbag:
    Magnesium kennen Sie noch aus der Kletterhalle, wobei Sie am Fels lieber auf Magnesiumpulver anstatt auf Creme zurückgreifen sollten, damit Sie beide Hände frei haben. Sportkletterer befestigen Ihren Chalkbag dabei an der Rückseite des Klettergurts.

Je nach Bedarf und Menge an Karabinern, Schlingen und Klemmkeilen kostet das sonstige Zubehör um die 100 bis 150 Euro. Für eine komplette Kletterausrüstung bezahlen Sie also zwischen 350 und 550 Euro, wobei Sie sich in einer Seilschaft die Kosten für Seil, Express-Sets, HMS-Karabiner und Klemmkeile teilen können.

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