10 Tipps für gesunde Füße

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Nach einem langen Arbeitstag oder nach dem Sport sind schmerzende Füße keine Seltenheit. Damit diese Beschwerden in Zukunft nicht auftreten, hier 10 Tipps für gesunde Füße.

Trainieren Sie Ihre Füße

Trainieren Sie Ihre Füße

Vor 160.000 Jahren rannten unsere Vorfahren noch barfuß durch die Steppe und hatten aufgrund ihrer starken Muskeln und Sehnen keine Probleme mit ihren Füßen. Heute zwängen wir uns in viel zu enges Schuhwerk, gehen womöglich einer stehenden Tätigkeit nach und wundern uns über Hammerzehen, Hühneraugen und Senkfüße. Das muss aber nicht so sein, denn gesunde Füße sind im Grunde genommen nur eine Frage des Trainings. Wie Ihre strapazierten Füße wieder fit werden, erfahren Sie nun hier.

Der Fuß – ein Wunderwerk der Natur

Der Fuß ist ein Wunderwerk der Natur und funktioniert nur durch das ungestörte Zusammenspiel zwischen Muskeln, Bändern und Gelenken. Das Fußgewölbe spielt eine große Rolle in der Statik, denn das Körpergewicht ruht im Wesentlichen auf drei Punkten: der Ferse, dem Großzehenballen und dem Kleinzehenballen. Diese perfekte Konstruktion wird durch 24 Muskeln, 28 Knochen und mehr als 20 Sehnen gebildet. Da liegt es auf der Hand, dass selbst nur eine vernachlässigte Muskelgruppe oder eine verkürzte Sehne den Körper auf die Dauer aus dem Gleichgewicht bringen kann.

So sind beispielsweise die Muskeln zum großen Teil mit dem Unterschenkel verbunden, weshalb eine trainierte Wadenmuskulatur die Stabilität des Fußes günstig beeinflusst. Auch für die Dämpfung hat die Natur gesorgt: in Form einer Fettschicht in der Fußsohle.

Das ist aber noch nicht alles, denn die etwa 70.000 Nervenenden der Fußsohlen übermitteln dem Gehirn jeden Bruchteil einer Sekunde wichtige Informationen über den Untergrund, auf dem Sie laufen und stehen. Die so geschärften Sinne gewährleisten einen natürlichen und sicheren Bewegungsablauf – zumindest sollte es so sein.

Barfuß laufen stärkt die Muskeln und schärft die Sinne

Im natürlichen Zustand haben die Zehen große Abstände zueinander, die sich durch das Tragen von zu engen Schuhen immer weiter verringern. Der mangelnde Freiraum führt zu Hammerzehen und dem Schiefstand der großen Zehe. Diese Deformationen können sich im Laufe der Zeit so sehr verschlimmern, dass nur noch Operationen weiterhelfen. Daher wird von den Orthopäden generell geraten, auf natürlichen Untergründen wie Gras, Sand oder Kies barfuß zu laufen.

Diese Maßnahmen beugen obendrein dem Absinken des Fußlängengewölbes und Quergewölbes vor und helfen bei Bindegewebsschwäche. Wenn Sie unter Senkfüßen oder Knickfüßen leiden, trägt Barfußlaufen zur Linderung Ihrer Beschwerden bei. Befreien Sie Ihre Zehen, Muskeln und Sehnen und laufen Sie barfuß, wo immer und wann immer es Ihnen möglich ist.

» Tipp 1:
Zu Beginn sollten Sie sich allerdings keinen unbeschuhten Marathon über Stock und Stein zumuten. Das kann im untrainierten Zustand zu Überdehnungen der Bänder und Muskelverkrampfungen führen. Es genügt, wenn Sie zum Feierabend erst einmal auf Socken und Hausschuhe verzichten und barfuß durch Ihr Haus laufen.

» Tipp 2:
Schon unterschiedliche Bodenbeläge sensibilisieren Ihre Fußsohlen. Nehmen Sie Reize wie kalt und warm, glatt, flauschig und rau ganz bewusst wahr.

» Tipp 3:
Im Sommer geht es dann raus in die Natur. Genießen Sie das taufrische Gras am Morgen und gehen Sie für 10 Minuten barfuß auf unebenem Untergrund spazieren. Steigern Sie die tägliche Dosis langsam, damit sich Ihre Füße auch allmählich an die Kälte gewöhnen.

» Tipp 4:
Unternehmen Sie längere Ausflüge auf Sand, Kies oder auf rauem Waldboden. Das stärkt Fußgewölbe sowie Gleichgewichtssinn und massiert Ihre Füße auf natürliche Weise. Mit der Zeit werden Sie merken, wie positiv sich das Barfußlaufen auch auf Ihre allgemeine Gesundheit auswirkt.

Fußgymnastik sorgt für mehr Beweglichkeit

Selbst im beruflichen Alltag können Sie Ihren Füßen ein paar wertvolle Trainingseinheiten gönnen. Bereits wenige Übungen am Tag sorgen für eine bessere Beweglichkeit und machen Muskeln, Zehen und Gelenke geschmeidiger. Probieren Sie einfach mal zwischendurch die folgenden Tipps aus.

» Tipp 5:
Sitzen Sie in Ihrem Job hauptsächlich am Computer? Strecken Sie zwischendurch Ihre Beine aus, oder heben Sie sie an, und kreisen Sie mit den Fußgelenken zunächst ein paar Runden in die eine und dann in die andere Richtung. So stärken Sie Ihre Sprunggelenke und auch Ihre müden Waden und Venen werden es Ihnen danken.

» Tipp 6:
Für diese Übung sollten Sie Ihre Schuhe ausziehen: Gehen Sie im Wechsel auf den Zehen und auf den Fersen. Mit dem Training stärken Sie Ihre Wadenmuskulatur.

» Tipp 7:
Auch vor dem Fernseher müssen Sie nicht untätig Herumsitzen. Spreizen Sie Ihre Zehen, bewegen Sie sie auf und ab. Nach diesen Lockerungsübungen versuchen Sie, mit Ihren Zehen kleine Gegenstände vom Boden zu greifen.

Fußmassagen entspannen am Feierabend

Nach einem langen und anstrengenden Tag sind Fußmassagen eine Wohltat, die sowohl Verkrampfungen lösen als auch psychischen Stress abbauen. Dabei gilt es einige Aspekte zu beachten:

» Tipp 8:
Wenn Sie unter Kreislaufbeschwerden, Rheuma oder Ischias leiden, sollten Sie auf Fußmassagen verzichten.

» Tipp 9:
Eine Fußreflexzonenmassage darf nur von ausgebildetem Fachpersonal vorgenommen werden, da die Massage bei unsachgemäßer Anwendung sogar ungesund sein kann. Sie dient in erster Linie ohnehin dazu, die mit den Reflexzonen verbundenen Organe gezielt zu aktivieren.

» Tipp 10:
Eine lockernde Fußmassage bezieht die Fußsohlen nicht zu intensiv ein.

Wie eine angenehme Fußmassage funktioniert, zeigt auch dieses Video sehr anschaulich:

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