Dachgarten anlegen – Schritt für Schritt Anleitung

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Einen Dachgarten anlegen ist gar nicht so einfach. Denn dabei müssen Sie einiges beachten. Mit unserer ausführlichen Anleitung sollte es aber klappen.

Einen Dachgarten anzulegen ist recht aufwändig

Einen Dachgarten anzulegen ist recht aufwändig

Das benötigen Sie:

Ein Dachgarten ist etwas ganz Besonderes, allerdings müssen Sie mit einem großen Aufwand bei der Gestaltung rechnen. Wichtig ist die optimale Auswahl der Pflanzen, darüber hinaus müssen Sie die Statik beachten und eine ausreichende Bewässerung gewährleisten. Grundsätzlich benötigen Sie für das Anlegen eines Dachgartens aber die folgenden Sachen:

  • Teichfolie
  • Drainagefolie (alternativ Pikierschalen)
  • Steine
  • Erde
  • Filtervlies
  • Pflanzen (keine Tiefwurzler)
  • Rasensamen

Hier nun eine Schritt für Schritt Anleitung, wie Sie Ihren Dachgarten anlegen können.

Dachgarten anlegen – Schritt für Schritt Anleitung

Schritt 1 – Baugenehmigung einholen:

Wenn Sie einen Dachgarten anlegen möchten, dann brauchen Sie dazu eine Baugenehmigung. Denn es muss zunächst einmal überprüft werden, ob das Dach, welches Sie begrünen möchten, auch das zusätzliche Gewicht tragen kann. Die Statik ist enorm wichtig, denn schließlich müssen Rasen, Erde und auch viel Wasser auf das Dach.

Auch das Begrünen eines Schrägdachs ist nicht unmöglich, allerdings müssen Sie dann ein Abrutschen der Grünfläche verhindern. Bevor es also losgehen kann, müssen Sie das Gutachten eines Architekten oder eines Statikers einholen, damit es später keine bösen Überraschungen gibt.

Schritt 2 – Garten planen:

Ist der erste Schritt erledigt, dann können Sie sich an die Gartenplanung machen. Wie soll Ihr Dachgarten mal aussehen? Wo kommen Pflanzen und Gartenwege hin? Zeichnen Sie Ihre Ideen am besten einmal auf.

Wichtig bei der Planung ist auch, dass Sie aufgrund der geringen Erdtiefe Pflanzen mit flachen Wurzeln aussuchen. Die Wurzeln dieser Pflanzen gelangen nämlich nicht so leicht durch die darunter liegende Plane.

Schritt 3 – Folien auslegen:

Ein Dachgarten wird grundsätzlich immer in mehreren Schichten aufgebaut, um so eine großflächige Bewässerung der Pflanzen und eine gute Wärmeisolierung des Hauses zu gewährleisten.

» Erste Schicht:

Eine Folie ist auf jeden Fall als Schutzmatte notwendig, die der Abdichtung dient. Hier bietet sich vor allem Teichfolie an. Beim Verlegen muss diese an den Rändern des Daches überstehen. Um dem Wasser das Abfließen zu ermöglichen, müssen Sie an den vorgesehenen Stellen Löcher in die Folie stechen.

Falls Sie auf dem Dach einen kleinen Nutzgarten wie z.B. einen Kräutergarten anlegen möchten, dann markieren Sie den Rand des Beetes am besten mit Ziegelsteinen oder Betonelementen.

» Zweite Schicht:

Für die Wasserversorgung der Pflanzen und zum Verhindern, dass die Wurzeln durch die unterste Folie gelangen, müssen Sie eine Drainagefolie als zweite Schicht einplanen. Mit dieser Schicht lassen sich dann überschüssige Wassermengen über Ableitungsrohre vom Dach transportieren. Wichtig: Die Rohre sollten vom Dach in Richtung Erdreich bzw. Kanalisation führen.

» Dritte Schicht:

Zusätzlich sollten Sie noch ein Filtervlies auslegen, denn das stellt den Nährstoffausgleich sicher und sorgt für mehr Halt. Dieses Vlies ziehen Sie bis zum Rand des Dachgartens hoch und dichten es dann mit einem Bitumenband ab.

» Vierte Schicht:

Wenn diese Schichten verlegt sind, dann können Sie Rasenerde darauf geben. Da Sie damit rechnen müssen, dass die Erde noch etwas nach unten sackt, darf die Schicht ruhig etwas höher sein.

Schritt 4 – Dachgarten bepflanzen:

Nun können Sie den Rasensamen ausbringen (oder auch Rollrasen verlegen) und Blumen einpflanzen. Dabei sollten Sie am besten mit Pikierschalen arbeiten.

Bei der Auswahl der Pflanzen sollten Sie auf pflegeleichte, robuste und vor allem winterharte Pflanzen setzen. Für einen Dachgarten eignen sich z.B. Feuerdorn, Efeu, Buchs und Bambus sehr gut. Viele Pflanzen können Sie aber auch gut in einem großen Kübel ziehen.

Pflanzen bewässern

Der Regen sorgt auch im Dachgarten für eine natürliche Bewässerung. Wenn es im Sommer jedoch sehr heiß und trocken ist, dann müssen Sie zusätzlich mit einem Sprenger Ihre Pflanzen wässern. Dabei ist es wichtig, dass das Wasser nicht die Fassade des Hauses beschädigt.

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