DropShipping: So verkaufen Sie Waren ohne sie zu besitzen

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Im traditionellen Modell müssen Sie zunächst eine Ware besitzen, um sie zu verkaufen. Dann bieten Sie diese am Markt an (in einem traditionellen Laden oder online) und es kommt noch Verpackung und Versand hinzu. Kompliziert? Lesen Sie in diesem Beitrag, wie eine Alternative namens DropShipping funktioniert.


Traditioneller Handel bindet Kapital und birgt Risiken

Egal, ob ein Händler, der seit mehreren Jahren auf dem Markt tätig ist – oder ein ganz neuer Marktspieler, jeder steht vor derselben Herausforderung – dass das wertvolle Kapital in Vorräten gebunden ist. Je nachdem, wie schnell (und ob) die Ware verkauft wird, steht das gebundene Kapital nicht für andere Zwecke zur Verfügung. Zu hohe Kapitalbindung führt häufig zu Liquiditätsproblemen und kann die Existenz des Unternehmens in Frage stellen.

Darüber hinaus tragen Sie im traditionellen Modell den Aufwand für Verpackung und Versand der Ware. Es geht aber auch anders – mittels DropShipping.

Wie funktioniert das DropShipping?

Beim DropShipping geht es ganz anders, als beim traditionellen Handel – und zwar so: Der Händler bietet die Ware am Markt an. Allerdings muss er diese nicht vorab kaufen, sie verbleibt beim Lieferanten, bis sich der Interessierte findet. Und erst in diesem Moment bestellt der Händler die Ware, die statt an ihn, an den Kunden versendet wird. Der Versand erfolgt entweder neutral verpackt oder auch so, als ob das Paket direkt von dem Händler käme.

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Für den erweiterten Service erhält der Lieferant eine zusätzliche Gebühr vom Händler. Der Letztere trägt weder das Warenrisiko noch die Lagerkosten. Der Aufwand für die Verpackung und den Warenversand liegt ebenfalls beim Lieferanten.

DropShipping: Viele machen bereits mit

Das DropShipping hat in den USA bereits eine lange Tradition. Auch in Deutschland und anderen Ländern Europas gibt es immer mehr Lieferanten, die das DropShipping anbieten.

Laut Web Trend Media, sind inzwischen bereits über 150 deutsche Großhändler am DropShipping-System angeschlossen – Tendenz steigend. Diese 150 Fachgroßhändler haben einen Warenbestand von über 2 Mio. unterschiedlichen Produkten.

Und das ist die Möglichkeit für Sie: Sie können sich aus diesen 2 Mio. Produkten die aussuchen, die Sie dann verkaufen wollen. Als Online-Händler können Sie diese anschließend bei eBay, Amazon, in Preisvergleichportalen und/oder in einem eigenen Online-Shop anbieten. Auch für den klassischen Laden-Handel können Sie diese Option nutzen, ohne dabei die Risiken tragen zu müssen, die mit dem traditionellen Modell verbunden sind.

DropShipping: Ist das ein Geschäftsmodell für Sie?

Ohne Zweifel, bietet das DropShipping viele Chancen an: Sie als Händler können ein breites Sortiment an Waren anbieten, ohne sie in physischer Form besitzen zu müssen. Sie brauchen kein Kapital zu binden und nicht mal in den eigenen Versand zu investieren.

Doch sind mit diesem Geschäftsmodell auch einige Risiken verbunden: Die Nutzung von DropShipping setzt voraus, dass der Händler die komplette Logistik an einen Dritten verlagert. Wenn also die Performance des Lieferanten nicht gut ist, riskiert der Händler, dass es zu seinen Lasten geht, denn die Kunden beurteilen die Qualität u.a. aufgrund solcher Merkmale, wie Lieferzeit und Verpackung.

Darüber hinaus – obwohl der Versand über einen Dritten stattfindet – tritt der Händler als Absender der Ware auf. Wenn es also zu erhöhten Retouren kommt, trägt wieder der Händler Lager- und Personalkosten, die damit verbunden sind.

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Und noch ein wichtiger Punkt: die Konkurrenz schläft nicht. So, wie Sie also DropShipping für sich entdeckt haben, so werden das auch Ihre Wettbewerber tun. Und unter Umständen reduziert sich dann Ihr Wettbewerbsvorteil, den Sie dank DropShipping erwarten.

Trotzdem: Wägen Sie die Vorteile und Nachteile von DropShipping ab und überlegen Sie sich, ob das doch nicht eine Möglichkeit für Sie wäre. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Entdecken von DropShipping!


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