Gartengestaltung mit Gabionen: Aufbauanleitung und Tipps für Ihren Garten

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Gartengestaltung mit Gabionen ist wohl derzeit das Top-Thema, wenn es um die Verschönerung der grünen Oase geht. Hier ein paar Gestaltungstipps und eine Anleitung für den Aufbau solcher Gabionen.

Gartengestaltung mit Gabionen

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Bei Gabionen handelt es sich um Drahtkörbe, die mit Steinen befüllt sind. Schon in der Antike kannte man diese Bauelemente, und seit einiger Zeit finden sie ihren Platz bei der Gartengestaltung. Ursprünglich hat man sie vor allem als Lärmschutzwände eingesetzt, doch mittlerweile dienen sie auch als Trennelemente, Mauern oder Sitzgelegenheiten. Die Verwendungsmöglichkeiten der Gabionen sind sehr vielseitig und die Kreativität vieler Gartenbesitzer lässt immer wieder neue Einsatzbereiche entstehen.

Wir möchten Ihnen hier einmal etwas mehr über die Anfänge der Gabionen und deren Aufbau erklären. Obendrein geben wir Ihnen auch noch Tipps, wie Sie Gabionen im Garten einsetzen können.

Die Anfänge der Gabionen

Anfangs waren Gabionen nichts anderes als praktische Bauelemente, die vor allem für den Lärmschutz eingesetzt wurden. Darüber hinaus verwendete man sie auch zum Abstützen von Böschungen oder zum Befestigen von Flussufern. Abhängig vom Einsatzgebiet und Verwendungszweck hatten die Drahtkörbe eine unterschiedliche Form und Größe. Befüllt wurden sie am Anfang vor allem mit billigeren Materialien wie Schotter oder Kies, denn es kam ja damals nicht unbedingt auf eine schöne Optik an. Gabionen mussten vor allem zweckmäßig sein.

Erst in den vergangenen Jahrzehnten wurde diese alten Bauelemente von Gartengestaltern wieder neu entdeckt und für andere Zwecke umfunktioniert. Gerade in den letzten zehn Jahren wurden die Gabionen immer kreativer gestaltet, wobei mittlerweile auch die Optik sehr wichtig ist. Somit sind die Gabionen nicht nur sehr zweckmäßig sondern auch optische Hingucker in jedem Garten.

Mauern aus Gabionen errichten – So wird’s gemacht

In den meisten Fällen werden Gabionen heutzutage als Mauern eingesetzt, da sie eigentlich zu fast jedem Gartenstil passen und zudem noch sehr natürlich wirken. Außerdem kostet es weniger Zeit und Arbeit Gabionen aufzustellen als eine herkömmliche Steinmauer zu errichten.

Die Gabionen gibt es in den unterschiedlichsten Größen, so dass Sie die Höhe der Mauer ganz individuell selbst festlegen können. Und das Aufstellen von Gabionen ist auch nicht wirklich schwer und gelingt selbst handwerklich weniger begabten Menschen.

So werden Gabionen aufgebaut:

» Schritt 1:

Zuerst müssen Sie den Untergrund ganz eben machen und verdichten, damit die Gabionen später gerade stehen und auch ausreichend Halt haben.

» Schritt 2:

Danach legen Sie die Bodenmatte des Drahtkorbes aus und befestigen daran die Seitenteile. Dies geschieht grundsätzlich mit Hilfe von speziellen Schließen. Platzieren Sie nun also alle leeren Drahtkörbe nebeneinander und richten Sie diese genau aus, denn wenn sie erstmal befüllt sind, dann sind sie zu schwer, um sie noch einmal zu versetzen.

» Schritt 3:

Sobald alle Körbe an Ort und Stelle sind, können Sie diese befüllen, wobei Sie die Steinart selbst wählen können. Sie können so z.B. übrig gebliebene Steine von anderen Arbeiten verarbeiten.

Tipp:

Sie können die Gabionen natürlich nicht nur mit den unterschiedlichsten Steinen füllen, sondern mit anderen groben Materialien, wie zum Beispiel bunten Glasflaschen.

» Schritt 4:

Sobald die Körbe bis zum Rand befüllt sind, müssen Sie nun nur noch den Deckel des Drahtkorbes auflegen und die Gabione verschließen.




4 Gestaltungstipps für Ihren Garten

Tipp 1 – Gabionen als Sitzgelegenheiten nutzen:

Mittlerweile werden Gabionen auch gerne als moderne Sitzgelegenheiten im Garten verwendet. Dazu müssen Sie lediglich eine Sitzfläche aus Holz auf dem Drahtkorb befestigen, sobald dieser befüllt ist. Nun noch dekorative Kissen darauf platzieren und schon haben Sie eine wunderschöne Sitzgelegenheit geschaffen.

Um die Gabione als Sitzgelegenheit nutzen zu können, sollten sie dabei am besten eine Höhe von 40 Zentimetern haben.

Tipp 2 – Gabionen als Sichtschutz nutzen:

Die Hersteller von solchen Drahtkörben lassen sich in letzter Zeit immer mehr einfallen, was das Design angeht. Deshalb finden Sie im Handel heutzutage eine große Auswahl an Gabionen, so dass Sie fast jede Vorstellung realisieren können.

Einige Modelle sind z.B. besonders starr. Diese geraden Gitter halten die Steine optimal an ihrem Platz. Hier gibt es auch recht schmale Elemente, die sich optimal zur Errichtung eines Sichtschutzes im Garten eignen. Sie können diese aber auch gut zur Abtrennung einzelner Bereiche im Garten einsetzen oder um eine Gartenterrasse einzufassen.

Tipp 3 – Gabionen als Untergrund verwenden:

Wesentlich flexibler sind Modelle aus besonders stabilem Sechseckdrahtgeflecht, allerdings können sich diese mit der Zeit etwas nach außen wölben, deshalb finden Sie sie seltener in Gärten. Allerdings eignen sie sich aufgrund ihrer Flexibilität gerade für Untergründe, die eventuell im Laufe der Zeit nachgeben könnten. 

Achtung:

Die im Handel angebotenen Drahtkörbe gibt es in verschiedenen Maschenweiten, deshalb sollten Sie sich vorher überlegen, mit was Sie diese später befüllen möchten.

Tipp 4 – Gabionen bepflanzen:

Besonders hübsch sieht es aus, wenn Sie Steine in verschiedenen Farben in den Korb geben. Sie können sogar richtige Muster umsetzen.

Eine tolle Variante ist aber auch das Begrünen der Gabionen. Dazu müssen Sie etwas Erde zwischen die Steine geben, dann wachsen die Pflanzen später durch das Gitter. Am besten eignen sich Sedum oder Thymian für diesen Zweck.

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