Kind spielt nicht alleine – Was Sie dagegen tun können

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Alleine spielen ist gut für das kindliche Selbstbewusstsein

Alleine spielen ist gut für das kindliche Selbstbewusstsein

Fast jede Mutter kennt das und weiß sich oftmals nicht wirklich zu helfen: Das Kleinkind quengelt, hängt einem ununterbrochen am Rockzipfel und schafft es nicht, sich einmal für einige Minuten mit sich selbst zu beschäftigen. Viele Kinder, ob ein 8 Monate altes Baby oder auch ein Vorschulkind, sind kaum in der Lage mit sich selbst zu spielen, können sich einfach nicht begeistern und fühlen sich nur in der Nähe einer Bezugsperson wohl. Was Sie tun können, um Ihr Kind an das alleine spielen zu gewöhnen, erfahren Sie hier.

Bei vielen Kindern verändert sich das Problem des alleine Spielens mit der Zeit, aber es gibt auch Kinder, die bis ins höhere Alter nicht fähig sind, alleine zu spielen. Manche Kinder sind auch schnell gelangweilt, wenn Sie keiner mit ihnen beschäftigt.

Tipps und Tricks für eigenständiges Spielen
Schon früh können Sie als Eltern dem entgegenwirken und mit gewissen Tricks und Regeln Ihr Kind zum eigenständigen Spielen animieren. Das erlaubt nicht nur eine kurze Verschnaufpause für Sie selbst, sondern ist auch sehr förderlich für die Entwicklung Ihres Kindes selbst. Es lernt so schneller selbstständig zu sein und weiß sich in vielen Situationen auch schneller zu helfen. Außerdem wird durch das alleinige Spielen die Kreativität gefördert und Ihr Kind kann in Ruhe seine Umgebung erkunden.

Das Kind spielt nicht alleine – Was Sie dagegen tun können

  • Zunächst heißt es einmal: Das Kind machen lassen! Gute Eltern zu sein bedeutet nicht, sich stundenlang mit dem Nachwuchs zu beschäftigen und sofort zu ihm zu rennen, sobald es aus dem Mittagsschlaf erwacht ist. Kleine Kinder erkunden ihre Welt sehr gerne selbst, spielen mit ihren Füßen, brabbeln munter vor sich hin oder sind ganz angetan von der Fliege an der Wand. Sie sind nicht immer gleich gefragt, sondern können Ihr Kind auch ruhig für einige Minuten allein liegen lassen.
  • Aber auch größeren Kinder sollten Sie ihre Ruhe gönnen, wenn Sie alleine im Zimmer sitzen und spielen. Stören Sie Ihr Kind nicht.

Interessante Umgebung schaffen

  • Kinder sind von Natur aus neugierig und mögen alles, was bunt und laut ist. Die Umgebung sollte daher einen besonderen Reiz für Ihr Kind haben, so dass es sich gerne mit dem Spielzeug um sich herum beschäftigt. Vermeiden Sie ein im Hintergrund laufender Fernseher oder ein lautes Radio. Die Geräusche verwirren Kinder und sie werden sogar mit Reizen überflutet.
  • Das spannende Spielzeug sollte aber wirklich nur für die selbstständigen Spielzeiten Ihres Kindes dienen und nach dem Spielen wieder gut verstaut werden, damit es den Reiz nicht verliert.

Routine einführen
Schon von Anfang an wissen wir Eltern, dass Routine für die Kinder ganz besonders wichtig ist. Sei es für das Zubettgehen oder der richtige Zeitpunkt für das Essen. Kinder brauchen die Routine.

  • Führen Sie also auch hier eine Routine ein, die Allein-Spielzeiten vorsieht. So kann sich Ihr Kind langsam an diesen Rhythmus gewöhnen.
  • Wenn Ihr Kind anfangs nicht alleine spielen möchte, ist es in Ordnung, wenn Sie parallel mitspielen. Achten Sie aber darauf, dass Sie nicht mit Ihrem Kind spielen, sondern nur nebenher. Schnell können Sie beobachten, wie sich Ihr Kind spannende Spielsachen sucht und in das Spielen versinkt.
  • Wenn Sie merken, dass Ihr Kind alleine spielt, können Sie sich beruhigt aus dem Zimmer begeben und sich einer Lieblingszeitung widmen oder einfach mal in Ruhe die Füße hochlegen.
    Zu Beginn werden die Allein-Spielzeiten wahrscheinlich noch nicht sehr lange sein, aber mit der Zeit wird sich auch Ihr Kind daran gewöhnen und immer länger in seinem Zimmer sitzen und alleine spielen.
  • Geben Sie Ihrem Kind immer das Gefühl, das Sie in der Nähe sind und Ihrem Kind Sicherheit geben. Sagen Sie Ihrem Kind auch ruhig, dass Sie sich jetzt in die Küche oder wohin auch immer begeben. Halten Sie Sprechkontakt zu Ihrem Kind.

Alleinspielen bringt Vorteile
Ihr Kind spielt nicht alleine? Doch, das tut es, wenn Sie einen gewissen Spielrhythmus einhalten und auch mal konsequent sind.

  • Selbst wenn Ihrem Kind mal etwas nicht gelingt, ihnen zum Beispiel der Turm zusammenfällt oder der Deckel nicht aufgeht, um ein Spielzeug aus der Kiste zu greifen, ist es wichtig, dass Sie nicht sofort eingreifen, sondern den Sprössling selbst das Problem lösen lassen. Zum einen werden die motorischen Fähigkeiten dadurch enorm gestärkt, zum anderen baut das ihr kindliches Selbstbewusstsein ungemein auf.
  • Kinder, die mit sich selbst alleine spielen, sind auch schneller in der Lage in Sozialkontakt mit anderen Kindern zu treten. Sie teilen ihr Spielzeug lieber und zeigen den Gleichaltrigen gerne, was sie alles damit anstellen können.
  • Außerdem wissen die Kinder auch die Spielzeit mit Ihnen oder den Geschwistern dann viel mehr zu schätzen und genießen die gemeinsamen Minuten zusammen.

Probieren Sie es auch. Sie werden sehen, nach einer Weile und ein paar Erklärungen wird Ihr Kind bestimmt ganz bald auch mal für ein paar Minuten in seinem Zimmer alleine spielen.

Foto1: © lagom - Fotolia.com

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