Kostenfalle Smartphone – 9 Tücken aufgedeckt

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Richtig eingesetzt kann mir ein Smartphone schon sehr gut den Tag erleichtern. To-Do-Listen, Terminplanung etc., Apps gibt es ja zu Genüge. Leider lauern hier auch ein paar Gefahren. Ich habe für Sie 9 Tücken zusammengetragen, die schnell zur Kostenfalle werden können.

Kostenfalle Smartphone


Ein Smartphone ist schon eine tolle Erfindung. Es gibt kaum noch jemanden, der nicht so ein High-Endgerät sein Eigentum nennen kann.

Mit einem Smartphone können Sie jederzeit im Netz surfen, sind bei Ihren Sozialen Netzwerken immer Up-to-Date, Ihre E-Mails können Sie jederzeit abrufen und nebenbei können Sie noch unzählige Games spielen. Ein wirklicher Alleskönner so ein Smartphone.

Wie bei fast jeder Sache, hat aber auch ein Smartphone so seine kleinen Tücken, die manchmal richtig ins Geld gehen können. Der Schock kommt dann meist erst am Monatsende, wenn die überteuerte Handyrechnung im Postkasten liegt.

Kostenfalle Smartphone – 9 Tücken aufgedeckt

Kostenfalle 1: Neues Smartphone mit altem Vertrag

Viele Leute kaufen sich unabhängig von Ihrem Vertrag ein Smartphone. Der alte Tarif wird aber nicht auf das Nutzen des Smartphones angepasst. Hier lauert die Kostenfalle Nummer 1. Oft ist kein Datenvolumen inbegriffen, was bedeutet, dass Sie für jedes einzelne Megabyte teuer bezahlen. Das kann zwischen 10 und 25 Cent sein. Wenn Sie sich also mal ein Lied herunterladen oder Videos im Netz ansehen, kann das auf Dauer ganz schön teuer werden.

Kostenfalle 2: Die Wahl des richtigen Tarifs

Je nach Anbieter haben Sie verschiedene Tarife zur Auswahl. Hier das passende zu finden, ist manchmal gar nicht so einfach. Nehmen Sie Ihr eigenes Telefonverhalten genau unter die Lupe. Schreiben Sie viel SMS? Sind Sie eher einer Telefonierer, der stets und ständig an der Strippe hängt? Oder geht es Ihnen hauptsächlich um die Internetnutzung bei einem Smartphone? Passen Sie den Tarif auf Ihr persönliches Nutzen an. Es gibt einige Anbieter, bei denen Sie wirklich preiswert mobil surfen können oder eben telefonieren und SMS schreiben können. Nehmen Sie nicht gleich das erstbeste Angebot, sondern vergleichen Sie mehrere Handytarife miteinander.

Kostenfalle 3: Vertragsgebühren

Viele Nutzer nehmen lieber einen Vertrag, weil es ja ein Smartphone super günstig dazu gibt. Sie denken, sie machen ein Riesen-Schnäppchen, wenn Sie zu dem Tarif ein Smartphone für einen Euro dazu bekommen? Das ist totaler Blödsinn. Sie haben meist eine Vertragslaufzeit von zwei Jahren und in denen zahlen Sie zusätzlich zum Tarif auch noch das Handy ab. Oft wäre das Smartphone schon vor Ablauf der Vertragslaufzeit abbezahlt, aber Sie zahlen trotzdem noch kräftig weiter. Sparen sieht anders aus oder?

» Oft ist günstiger sich das gewünschte Smartphone zusammen zu sparen und auf ein Prepaid Tarif zurück zu greifen. Auf jeden Fall eine kostengünstigere Alternative.

Kostenfalle 4: Rufnummern im Telefonverzeichnis

Wenn Sie eine neue Sim-Karte bekommen, befinden sich auf dem Telefonverzeichnis oft schon einige Rufnummern. Von ADAC über Wetterinfo bis hin zur fragwürdigen Astro Beratung – diese Nummern sind keinesfalls kostenlos. Schmeißen Sie diese Nummern am besten so schnell es geht von Ihrem Telefon, sodass Sie erst gar nicht in die Kostenfalle treten können.

Kostenfalle 5: Kundenservice

Man sollte doch eigentlich meinen, dass Kundenservice grundsätzlich kostenlos angeboten wird. Bei Verträgen ist dies auch oft der Fall. Bei Prepaid-Tarifen sieht das aber leider ganz anders auch. Hier werden Kunden richtig zur Kasse gebeten. Bei Internet-Anbietern können die Kosten bis auf 2,49 Euro pro Minute klettern – aus dem Festnetz versteht sich. Hier lohnt es sich wirklich gut vorbereitet in ein Gespräch zu gehen und zu hoffen gut und schnell Antwort zu bekommen.

» PDF-Datei mit einer Auflistung der anfallenden Kosten bei 0180-Servicenummern
» PDF-Datei mit einer Auflistung der anfallenden Kosten bei 0137-Hotlines

Kostenfalle 6: Apps

Mit Apps machen Sie ein Smartphone erst zu das, für was es bekannt ist – zu einem Alleskönner. Programme, Spiele und Anwendungen sind in den Appstores zahlreich vorhanden. Einige sind kostenlos, für die anderen zahlen Sie oft nur einen kleinen Obolus.

Die Kostenfalle lauert meist in den kostenlosen Apps. Oft sind diese nämlich mit Werbebannern versehen. Ein einziger Fehl-Touch und Sie sind in einem Abo, ohne das Sie groß etwas davon mitbekommen haben. Über den Klick wird Ihre Rufnummer an den Anbieter geschickt und gezahlt wird dann automatisch über Ihre Handyrechnung.

» Achtung: Eltern lassen auch Ihre Kinder gern mal mit dem Smartphone spielen. An sich ja nichts schlimmes. Aber gerade bei Kindern kann es schnell passieren, dass sie auf die lustigen bunten Bilder klicken. Hier mein Tipp: Lassen Sie Ihre Kinder nur unbeaufsichtigt damit spielen, wenn Sie sich in einem Wlan-Netz befinden, denn die Abofallen funktionieren nur über das Mobilfunknetz (so genanntes WAP-Billing).



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Kostenfalle 7: Einwahl der Apps im Hintergrund

Viele Apps laden im Hintergrund ganz automatisch neue Inhalte. Hierzu zählen beispielsweise Facebook, Twitter und E-Mail Programme. Oft werden auch Updates von Apps gezogen. Ändern Sie in jedem Fall die Einstellungen so, dass vollautomatische Verbindungen nicht durchgeführt werden sollen. Gerade, wenn Sie sich im Ausland befinden, kann die Rechnung ziemlich schnell in einen vierstelligen Bereich klettern.

Kostenfalle 8: SMS

Viele Handynutzer kennen folgende Situation ganz bestimmt: „Schick eine SMS mit … an die …“. Ob Gewinnspiele, Hintergrundbilder oder die neusten Charts auf deinem Smartphone, die Preise sind völlig absurd. Geködert wird mit 1,99 Euro pro SMS. Um dann aber tatsächlich die gewünschte Leistung zu bekommen, muss oft noch eine zusätzliche SMS verschickt werden.

Kostenfalle 9: Gewinnspiele per SMS

Oft kommen auch Gewinnspiele per SMS vom eigenen Anbieter. Gewinnspiele scheinen immer noch sehr verlockend zu sein. Die Preise werden häufig erst am Ende der Nachricht angezeigt. Im schlimmsten Fall müssen sogar für empfangene Nachrichten noch bezahlt werden. Lassen Sie sich auf Gewinnspiele per SMS bloß nicht ein.

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