Locken selber machen – 4 Möglichkeiten vorgestellt

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Locken liegen absolut im Trend. Um Locken selber machen zu können, müssen Sie kein Profi sein. Hier erfahren Sie 4 Techniken die ganz leicht umzusetzen sind.

Locken liegen voll im Trend

Locken liegen voll im Trend

Locken sind gerade absolut im Trend, sie sind ein Sinnbild für Weiblichkeit und Romantik. Gerade zu den angesagten romantischen Kleidern wirken lockige Haare besonders hübsch. Doch von Natur aus sind nur wenige Frauen mit lockigem Haar gesegnet, so dass die meisten doch nachhelfen müssen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich den Traum von der Lockenmähne zu erfüllen, entweder dauerhaft oder für einen besonderen Anlass. Wie Sie Locken selber machen können, erfahren Sie hier.

Die altbewährte Dauerwelle

Die einzige Möglichkeit, um dauerhaft lockige Haare zu haben, ist die gute alte Dauerwelle. Sie müssen sich aber darüber im Klaren sein, dass es sich bei der Dauerwelle um eine chemische Behandlung der Haare handelt, was sie natürlich auch strapaziert. Wenn Sie sehr lange Haare haben oder die Haare bereits aufgehellt oder coloriert sind, dann sollten Sie das mit der Dauerwelle lieber lassen. Ihre Haare würden mit Sicherheit einen größeren Schaden davon tragen. Mittlerweile kann die Dauerwelle bereits auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurück blicken.

Bei der Dauerwelle wird in die Feinstruktur der Haare eingegriffen, durch Oxidation und Reduktion werden die Haare dann umgeformt. Aus den Haare wird Kittsubstanz gelöst, so dass die Wellen entstehen. Es gibt verschiedene Arten der Dauerwelle:

  • die Cystein-Dauerwelle
  • die 2-Komponenten-Dauerwelle
  • die Redken-Dauerwelle.

» Cystein-Dauerwelle
Etwas sanfter zu den Haaren ist die innovative Cystein-Dauerwelle, bei der die Aminosäure Cystein zum Einsatz kommt, dabei werden die Schwefelbrücken der Haare in geringerem Maß gespaltet.

» 2-Komponenten-Dauerwelle
Bei der 2-Komponenten-Dauerwelle wird das Zuckerderivat Delta-Glucono-Lacton eingesetzt, wenn man dieses mit der Well-Flüssigkeit vermischt, dann beginnt der chemische Prozess, bei dem der ph-Wert in den neutralen Bereich absinkt.

» Redken-Dauerwelle
Wesentlich schonender ist die Redken-Dauerwelle, bei der natürliche Stoffe zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel Weizenproteine. Darüber hinaus ist die Flüssigkeit frei von Ester, was sie noch sanfter macht. Der Friseur sollte immer individuell entscheiden, welche Methode für die jeweilige Haarstruktur und Haarlänge am besten geeignet ist.

Wellen mit dem Lockenstab machen

Wenn Sie nur für einen bestimmten Anlass Locken haben möchten und auf Chemie gänzlich verzichten wollen, dann empfiehlt es sich zum Lockenstab zu greifen. Lockenstäbe arbeiten wahlweise mit Dampf oder nur mit Wärme und erreichen eine Temperatur von bis zu 230 Grad. Aus diesem Grund sollten Sie auch niemals direkt an der Kopfhaut arbeiten. Bevor Sie den Lockenstab benutzen, sollten Ihre Haare sehr gut durchgekämmt und vor allem trocken sein. Wenn Sie sehr dünne Haare haben, ist Ihnen von einer Verwendung eher abzuraten, da Ihre Haare unter diesen Umständen sehr schnell brechen können. Nach einer Anwendung könnten dünne Haare von Spliss befallen sein.

Lockenstab anwenden – So geht’s

  • Schritt 1: Vergewissern Sie sich, dass Ihre Haare vollständig trocken und durchgekämmt sind.
  • Schritt 2: Bei der Verwendung eines Lockenstabs arbeiten Sie am besten von unten nach oben. Es wird also erst das Unterhaar und danach das Oberhaar gelockt. Stecken Sie also solange das Oberhaar auf Ihrem Kopf fest.
  • Schritt 3: Benutzen Sie vor jeder Verwendung ein Hitzeschutzspray.
  • Schritt 4: Teilen Sie nun immer kleine Haarsträhnen ab. Die Arbeit wird gleichmäßiger, wenn Sie nicht zu große Strähnen zum Locken benutzen.
  • Schritt 5: Drehen Sie nun die einzelnen Strähnen von innen nach außen ein. Hier gibt es zwei verschiedene Arten sich Locken zu machen.
    Methode 1: Spannen Sie die Haare in die Klappe des Lockenstabes. Beginnen Sie am Haaransatz und drehen Sie nun das lange Ende der Haare um den Lockenstab, bis kurz vor die Spitzen. Halten Sie dies eine kurze Weile.
    Methode 2: Spannen Sie die Haare in die Klappe des Lockenstabes und ziehen Sie ihn herunter bis in die Spitzen. Am Ende fangen Sie dann nun an, die Haare auf dem Lockenstab aufzuwickeln. Auch hier warten Sie einige Sekunden ab.
  • Schritt 6: Egal für welche Methode Sie sich nun entscheiden, lösen Sie nun nach einer kurzen Dauer die Klappe des Lockenstabes. Bei Methode 1 bekommen Sie eher Wellen anstatt Locken. Sieht also natürlicher aus. Wenn Sie aber wirklich kleine Kringellöckchen haben wollen, sollten Sie sich für die Methode 2 entscheiden.
  • Schritt 7: Nach dem Lösen können Sie die Haarsträhne noch mit einem speziellen Lockenspray fixieren. Wenn Sie alle Haare bearbeitet haben, kann nun Haarspray zum Einsatz kommen.

Probieren Sie aus, was für Sie am besten ist.

Mit dem Haarglätter Locken machen

Viele Frauen denken, dass man mit einem Haarglätter nur die Haare glätten kann. Das ist falsch. Sie können damit sogar wunderschöne Locken zaubern. Das Locken der Haare mit dem Haarglätter hat den Vorteil, dass die Locken super halten und die Haare zudem noch toll glänzen. Allerdings kann man nicht jede Haarlänge mit dem Haarglätter bearbeiten, wenn die Haare zu kurz sind, dann müsste man zu dicht an der Kopfhaut arbeiten, was zu Verbrennungen führen kann. Bei der Verwendung eines Haarglätters ist es sehr wichtig ein Hitzeschutzspray zu verwenden, da die Haare ansonsten zu stark strapaziert werden oder im schlimmsten Fall sogar angesenkt werden. Beim Kauf eines Haarglätters sollten Sie darauf achten, dass die Platten aus Keramik sind und eine Temperatur von bis zu 200 Grad erreichen.

Mit Haarglätter Locken machen – So geht’s

  • Schritt 1: Verteilen Sie nach dem Haare waschen eine gewisse Menge Schaumfestiger in Ihren Haaren.
  • Schritt 2: Fönen Sie Ihr Haar richtig trocken.
  • Schritt 3: Vergessen Sie bei der Verwendung eines Haarglätters nicht, dass Sie ein Hitzeschutzspray auftragen müssen.
  • Schritt 4: Wie auch bei der Verwendung eines Lockenstabes werden hier die obersten Haare am Kopfansatz festgesteckt, da Sie mit der Bearbeitung am Unterhaar beginnen.
  • Schritt 5: Nachdem Sie eine Strähne abgeteilt haben, empfehle ich Ihnen, die Strähne noch einmal richtig durchzukämmen.
  • Schritt 6: Setzen Sie nun den Haarglätter am Haaransatz an und ziehen Sie es ungefähr 2 Zentimeter nach unten.
  • Schritt 7: Drehen Sie nun den Haarglätter um 180 Grad um die eigene Achse nach hinten.
  • Schritt 8: Nun wird der Haarglätter langsam bis in Richtung Spitzen gezogen.
  • Schritt 9: Das Ergebnis sind natürliche Locken. Um ein noch natürlicheres und schönes Ergebnis erzielen zu wollen, können Sie abwechselnd mal eine dickere und mal eine dünnere Strähne verwenden und den Haarglätter unterschiedlich drehen.
  • Tipp: Haarsträhnen, welche das Gesicht einrahmen, sollten Sie immer zum Hinterkopf hin drehen, damit sie nicht ins Gesicht hängen.
  • Schritt 10: Zum Schluss können Sie die Frisur noch mit etwas Haarspray fixieren. Zupfen Sie mit den Fingern einzelne Strähnen noch zurecht oder durchwuscheln Sie die Haare, um mehr Volumen zu bekommen.

Hier eine Video-Anleitung die das ganze Prozedere auch sehr gut erklärt:

Mit Lockenwicklern Locken machen

Lockenwickler waren früher weit verbreitet, doch mittlerweile gelten sie als etwas veraltet. Doch es gibt ganz moderne Lockenwickler, nämlich so genannte Thermo-Lockenwickler oder auch elektrische Lockenwickler. Elektrische Lockenwickler haben eine weiche Oberfläche, sind äußerst sanft zu den Haaren und es gibt sie auch in verschiedenen Größen.

Elektrische Lockenwickler verwenden – So geht’s

  • Schritt 1: Bevor Sie die elektrischen Lockenwickler benutzen können, müssen Sie die Wickler erhitzen. Nähere Angaben dazu macht der Hersteller.
  • Schritt 2: Ihre Haare sollten auch hier wieder trocken sein. Um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen, sollten Sie ein wenig Schaumfestiger in die Haare einmassieren.
  • Schritt 3: Nach dem Auftragen des Schaumfestigers sollten Sie Ihre Haare sorgfältig durchkämmen.
  • Schritt 4: Im Gegensatz zu den anderen beiden Lockenherstellungsarten beginnen Sie bei dieser Methode am Oberkopf. Nehmen Sie nun immer eine Haarsträhne, kämmen sie noch einmal durch und wickeln dann beginnend an der Spitze die Haare auf den Wickler. Der Wickler wird auf der Innenseite der Strähne angesetzt. Befestigt werden die elektrischen Lockenwickler mit den beiliegenden Clips oder Haarnadeln.
  • Schritt 5: Auf diese Weise wird nun Strähne für Strähne bearbeitet.
  • Schritt 6: Nachdem Sie alle Strähne eingewickelt haben, müssen Sie ungefähr 20 Minuten warten. Solange bis die Wickler sich abgekühlt haben.
  • Schritt 7: Entfernen Sie anschließend alle Lockenwickler, zupfen die Haare zurecht und fixieren Sie Ihre Frisur mit Haarspray.

Sie können natürlich auch die guten alten Lockenwickler in die feuchten Haare eindrehen und diese dann trocknen lassen. Es gibt auch so genannte Papilotten aus weichem Schaumstoff oder Gummi, welche Sie abends in die Haare eindrehen können und beim Aufwachen haben Sie dann eine tolle Lockenmähne.

Sie sehen, es gibt so einige Möglichkeiten, wie Sie Locken selber machen können. Welche für Sie die einfachste ist bzw. welche Variante eine Lockenpracht nach Ihren Vorstellungen zaubert, müssen Sie ganz alleine entscheiden.

Foto1: © Paul Hill - Fotolia.com, Foto2: © Berchtesgaden - Fotolia.com, Foto3: © PhotoSG - Fotolia.com, Foto4: © Yvonne Bogdanski - Fotolia.com

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