Mit Kindern lesen – 8 Tipps für gemütliche Lesestunden

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Mit Kindern lesen ist eine wichtige Sache, denn es fördert ungemein die Lernentwicklung der Kleinen. Damit diese nicht die Lust daran verlieren, hier 8 Tipps für gemütliche Lesestunden.

Eine ruhige Stimmung ist beim Vorlesen sehr wichtig

Eine ruhige Stimmung ist beim Vorlesen sehr wichtig

Lesen ist wichtig für die Entwicklung der Kleinen

Viele von uns haben schöne Erinnerungen daran, wie man selbst vor dem Schlafengehen eine Gutenachtgeschichte vorgelesen bekam. Heute merken so manche Eltern oder Betreuungspersonen, dass es mitunter gar nicht so einfach ist, lebendig und spannend vorzulesen. Das Resultat: Das Kind hört nicht zu. Vielleicht sind auch die Kinder zum Leidwesen der Eltern nicht mit der gewünschten Begeisterung bei der Sache. Mit den folgenden Tipps gelingen gemütliche Lesestunden, die Groß und Klein Spaß machen, allerdings mit Links!

Mit Kindern lesen – 8 Tipps für gemütliche Lesestunden

Tipp 1: Das richtige Timing

Eine ruhige Stimmung ist beim Vorlesen sehr wichtig. Ist Ihr Kind gerade sehr aufgedreht und hat es seine Augen und Ohren überall, aber nicht bei der Geschichte, hat das Vorlesen wenig Sinn. Perfekt geeignet ist deshalb die Zeitspanne vor dem Schlafengehen. Ihr Kind kann zur Ruhe kommen, indem es Ihren Worten lauscht und seine Phantasie spielen lässt.

Schön ist es auch, wenn das Vorlesen am Abend ein echtes Ritual wird. Denn besonders, wenn Kinder nicht schlafen wollen, können Sie so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Doch auch zu anderen Tageszeiten kann eine Vorlesestunde sehr angenehm sein. Ein guter Zeitpunkt liegt auch nach dem Mittagessen, vor oder an Stelle des Mittagsschlafs. Nutzen Sie aber auf jeden Fall die Gelegenheit, wenn Ihr Kind ganz spontan Lust auf ein Buch bekommt, auch wenn es zu einer untypischen Tageszeit geschieht.

Tipp 2: Atmosphäre ist alles

Beim Vorlesen sollte die Stimmung gemütlich und entspannt sein. Kuscheln Sie sich zu Ihrem Sprössling ins Bett, dimmen Sie das Licht ein wenig und lassen Sie Ruhe einkehren. Auch auf dem Sofa unter der Decke oder gemeinsam im Sessel lässt es sich hervorragend in spannende Geschichten eintauchen.

Wichtig ist es, Hintergrundgeräusche und Ablenkungen zu vermeiden. Trubel im gleichen Zimmer oder Radio und Fernseher haben beim Vorlesen keinen Platz. Lassen auch Sie sich beim Vorlesen nicht ablenken. Die Vorlesezeit gehört ganz Ihnen und Ihrem Kind.

Tipp 3: Die Qual der Wahl

Wenn Sie Ihrem Kind regelmäßig vorlesen wollen, empfiehlt es sich, etwas Auswahl an Lesestoff vorrätig zu haben. Auf diese Weise können Sie Ihrem Kind auch die Entscheidung treffen lassen, was als nächstes auf dem Vorleseplan steht. Sie werden sehen, dass Ihr Kind schnell gewisse Vorlieben entwickelt und auch seiner Stimmung entsprechend den Lesestoff auswählt.

Tipp 4: Eigene Vorlieben

Nicht nur Ihr Kind wird beim Vorlesen einen gewissen Geschmack und eigene Vorlieben entwickeln. Auch Sie werden Ihre Favoriten finden, die Sie besonders gern mögen und die Ihnen in Sachen Vorlesen besonders liegen. Vermutlich gibt es schon bald Bücher, die Ihr Kind nur von Mama oder nur von Papa hören will – und auf keinen Fall umgekehrt.

Tipp 5: Raum geben

Das Vorlesen soll Spaß machen und ist keine bitterernste Angelegenheit. Verbieten Sie also Ihrem Kind nicht das Wort, wenn es Zwischenfragen hat oder ihm eine Anekdote einfällt. Lassen Sie sich ruhig auf die kleinen Gespräche ein und geben Sie Ihrem Kind den Zuspruch, den es benötigt.

Wenn Ihr Kind noch ein wenig die Bilder betrachten oder ein paar Seiten zurückblättern möchte, lassen Sie es ruhig. Es geht schließlich nicht darum, den Text der Geschichte einfach so herunterzubeten, sondern darum, Zeit mit Ihrem Kind zu verbringen und ihm Spaß an Büchern zu vermitteln. Keinen Spaß wird Ihr Kind haben, wenn Sie es zur Eile drängen, weil Sie endlich vorankommen wollen. Ihr Kind wird außerdem sofort merken, wenn Sie nicht ganz bei der Sache sind.

Tipp 6: Keine Zurückhaltung

Bemühen Sie sich, das Vorlesen möglichst lebendig zu gestalten. Für manche Eltern ist dies ausgesprochen leicht, anderen fällt es deutlich schwerer, ein bisschen aus sich herauszugehen. Probieren Sie es einfach aus! Auch wenn es Ihnen anfangs ein bisschen peinlich ist, zu gestikulieren oder Ihre Stimme zu verstellen – Ihr Kind wird es ganz anders empfinden.

Wenn Sie den unterschiedlichen Charakteren verschiedene Stimmen oder Akzente zuordnen, mit Gefühl lesen und die Geschichte auf diese Weise lebendig werden lassen, wird Ihr Nachwuchs sich umso mehr mitreißen lassen und förmlich an Ihren Lippen hängen. Mit der Zeit wird es Ihnen immer leichter fallen, eine kleine Show für Ihr Kind abzuliefern. Durch diese lebendige Erzählweise werden Sie es zudem auch sicherlich schaffen, selbst schüchterne Kinder aus sich herauszuholen.

Kleiner Zusatztipp: Sie können auch ein Hörbuch für Kinder zur Hand nehmen und sich beim Sprecher einfach ein paar Tricks für Ihre nächste Lesestunde abschauen.

Tipp 7: Immer in der Nähe

Wenn Sie Ihrem Kind schon früh die Lust am Lesen vermitteln wollen, sollten Bücher stets präsent sein. Neben dem eigenen Bücherregal des Kindes schadet es nicht, auch im Wohnzimmer ein paar Kinderbücher zu deponieren, damit sie für spontane Leseanwandlungen griffbereit sind.

Es hilft auch ungemein, wenn Sie mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn Ihr Kind Sie häufig mit einem Buch in der Hand sieht und mitbekommt, dass Sie sich für das Lesen interessieren, bekommen Lesestunden einen neuen Reiz.

Tipp 8: Die große Welt der Bücher

Nehmen Sie Ihr Kind doch auch einmal mit in die Stadtbücherei oder zu einem großen Bücherflohmarkt. Hier sieht es in seinen Augen unendlich viele Bücher an einem Ort, was ausgesprochen spannend sein kann. Sich aus dieser großen Auswahl etwas aussuchen zu dürfen und die eigene Ausbeute bei der abendlichen Kuschelstunde vorgelesen zu bekommen, ist ein tolles Erlebnis für jedes Kind. So schön es ist, Bücher geschenkt zu bekommen, ist es für Ihren Nachwuchs schließlich ganz besonders spannend, selbst die Wahl zu haben.

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