Naturgarten anlegen und pflegen – So wird’s gemacht

Keine Kommentare »

Wer nicht viel Zeit für einen Garten hat, der sollte am besten einen Naturgarten anlegen. Wir verraten Ihnen hier worauf es dabei ankommt und wie dieser gepflegt wird.

Naturgarten anlegen und pflegen


Bei der Gartengestaltung sind die Geschmäcker sehr unterschiedlich. Während der eine Gartenbesitzer es eher ganz akkurat mag, so fasziniert andere ein Naturgarten. Und dabei ist ein Naturgarten auch nicht nur etwas für alle, die es besonders natürlich mögen, sondern auch für Gartenbesitzer, die vor allem auf einen pflegeleichten Garten setzen.

Und der Trend geht tatsächlich immer mehr zum Naturgarten, denn hier können Sie viele verschiedene Pflanzen miteinander kombinieren und nicht jedes kleine Unkräutlein muss zwingend entfernt werden. Die Pflanzen dürfen nach Herzenslust vor sich hin gedeihen, die meisten Pflanzen vermehren sich zudem selbst. Es gibt somit immer wieder neue Überraschungen.

Das macht einen Naturgarten aus

In kaum einem anderen Garten werden Sie eine dermaßen schöne Artenvielfalt vorfinden, wie in einem Naturgarten. Und dieser ist zudem auch noch ein Paradies für zahlreiche Tiere wie zum Beispiel Insekten oder Vögel. Es handelt sich hierbei also um einen Garten, der mit vielen Naturschauspielen aufwarten kann.

Strenge Formen sind zudem gar nichts für einen Naturgarten, deshalb ist ein größerer Garten für diese Art der Gartengestaltung am besten geeignet. Die Linien und Formen sind hier eher weich und fließend.

Naturgarten anlegen

Wer sich nicht ganz sicher ist, ob ein Naturgarten das Wahre ist, der kann ja erstmal einen kleinen Bereich des Gartens in diesem Stil gestalten. Falls Sie sich dafür erwärmen können, dann lässt sich der Naturgarten ja wunderbar Stück für Stück erweitern.

» Gartengestaltung:

Falls Sie einen Naturgarten komplett neu anlegen, dann sollten Sie diesen sorgfältig planen. Am besten beziehen Sie dabei Ihre ganze Familie mit ein, denn schließlich kann der Naturgarten zum Paradies für Menschen jeden Alters werden. So können Sie für Ihre Kinder zum Beispiel eine Spielwiese mit einem Baumhaus einrichten. Eine wilde Ecke, die einem Dschungel gleicht, wäre für Kinder auch denkbar. (Linktipp: Garten für Kinder – Kindgerecht einrichten)

Sehr schön zu einem Naturgarten passen auch eine Sitzecke unter einem ausladenden Baum, ein separater Kräutergarten sowie ein Nutzgarten mit Obst und Gemüse.

Zum Naturgarten passen natürlich auch natürliche Materialien am besten. Gartenmöbel aus Holz, rustikale Steine, usw. runden also das Gesamtbild des Naturgartens am besten ab. Perfekt zum Naturgarten passt aber auch ein Gartenteich. Auch ein Bachlauf wäre ein tolles Element für einen naturbelassenen Garten.

» Pflanzen:

Was die Pflanzen angeht, so passen hier Fingerhut, Wiesenblumen, Akeleien, Hornveilchen oder Vergissmeinnicht am besten hinein. Bei der Auswahl der Pflanzen sollten Sie allerdings den Boden beachten. Bei trockenem Boden wählen Sie Pflanzen, denen dies nichts ausmacht, bei feuchtem Boden gilt das Gleiche. Und auch Kräuter müssen Sie in einem Naturgarten nicht unbedingt in ein Beet pflanzen – hier wirkt auch eine Kräuterspirale sehr hübsch. (Linktipp: Kräutergarten anlegen – Schritt für Schritt erklärt)

» Tiere:

In einem solchen Garten sollten Sie auch den Tieren gerecht werden. Im Sommer macht so z.B. eine Vogeltränke Sinn, im Winter eine Futterstelle. In einem größeren Baum können Sie zudem auch ein Vogelhaus anbringen. Eventuell findet aber auch ein Igel in einem Haufen Reisig Unterschlupf.

Naturgarten pflegen

Ein Naturgarten bedeutet allerdings nicht, dass Sie den Garten sich selbst überlassen und sich gemütlich zurücklehnen können. Auch ein solcher Garten benötigt regelmäßige Pflege. Zwar fallen Makel hier nicht so schnell auf, dennoch sollten Sie sich nicht vor einem gewissen Arbeitsaufwand scheuen. Hier ein paar wichtige Aufgaben, die Sie unbedingt erledigen sollten.

» Unkraut jäten:

Unkraut ist nicht das größte Problem im Naturgarten, es fällt nicht weiter auf, wenn Sie es auch ein Stück weit gewähren lassen. Dennoch ist es ratsam, das Unkraut nicht vor sich hin wuchern zu lassen.

» Rasen mähen:

Die Rasenflächen müssen Sie auch nicht jede Woche mähen. Das Gras kann auch einmal höher sprießen. Dennoch ist es natürlich wichtig, dass Sie ab und an mal den Rasenmäher herausholen. (Linktipp: Rasen pflegen – 7 wichtige Aufgaben)

Im Prinzip überlassen Sie das Wachstum der Pflanzen im Wesentlichen aber sich selbst. Die Wiesen im Naturgarten sollten Sie ruhig sprießen lassen, so dass sich Wildkräuter, Gräser und Wildblumen zeigen.

» Gießen/Düngen:

Gießen sollten Sie Ihren Naturgarten am besten immer mit Regenwasser, das Sie in einer Regentonne auffangen können. Auch sollten Sie auf biologischen Pflanzenschutz und natürlichen Dünger setzen.

Fazit:

Auch wenn Sie bei dem Gedanken an einen Naturgarten ganz viele Vorteile sehen können, so gibt es beim Thema Naturgarten auch klare Grenzen. Einen Park oder ein Naturschutzgebiet kann diese Form der Gartengestaltung niemals ersetzen. Ein geschlossener Stoffkreislauf ist auch nicht möglich, denn schließlich sind auch in einem Naturgarten Pflanzen, Ernten und Düngen notwendig, das sind einfach unnatürliche Eingriffe. Dennoch ist diese Form der Gartengestaltung besonders naturnah und umweltverträglich.

Das könnte Sie auch interessieren:

» Sichtschutz für den Garten – 10 Ideen vorgestellt
» Dachgarten anlegen – Schritt für Schritt Anleitung
» Gartenteich anlegen – Schritt für Schritt Anleitung

Foto1: © goldbany - Fotolia.com, Foto2: © babsi_w - Fotolia.com, Foto3: © PhotographyByMK - Fotolia.com

Kommentiere diese Tipps

Test