Pille für Hunde – Hormonelle Kastration mittels Implantat

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Der Tierarzt setzt ein Implantat ein

Der Tierarzt setzt ein Implantat ein

Seit einigen Jahren ist auch die Pille für den Hund auf dem Markt der Verhütungsmittel. Was es damit auf sich hat und welche Vorteile und Risiken sie birgt, lesen Sie hier.

Fortpflanzungsmöglichkeit für bestimmten Zeitraum einschränken
Wer seinem Hund den operativen Eingriff der Kastration ersparen will oder die Fortpflanzungsmöglichkeit nur für einen bestimmten Zeitraum einschränken möchte, dem steht neuerdings auch die hormonelle Kastration zur Verfügung. Rüden wie auch Hündinnen erhalten einen Langzeitwirkstoff, der entweder die Zeugungsfähigkeit der Rüden oder die Läufigkeit der Hündinnen unterdrückt. Meist erfolgt die hormonelle Kastration mittels eines Implantats, welches den jeweiligen Wirkstoff langsam über einen Zeitraum von etwa 6 Monaten abgibt. Die Wirkung tritt nach etwa 2 bis 3 Wochen der Implantation ein. Nach Ablauf der Wirkungsdauer muss ein neues Implantat gesetzt werden, soll die Fortpflanzungsfähigkeit weiterhin verhindert werden.

Vorteile der hormonellen Kastration

  1. Sie ist zeitlich eingeschränkt und die Wirkung hebt sich nach Ablauf des Wirkungszeitraums von selbst auf.
  2. Mögliche Wesensveränderungen des Hundes, wie sie auch bei einer operativen Kastration auftreten können, sind auch bei der hormonellen Kastration erkennbar. So kann die hormonelle Kastration ein wichtiger Entscheidungsträger beim Abwägen von Für und Wider zur operativen Kastration sein.
  3. Rüden mit hypersexuellem Verhalten werden ruhiger und desinteressiert an Hündinnen.

Nachteile der hormonellen Kastration

  1. Hündinnen leiden häufig nach Daueranwendung des Hormonpräparates vermehrt unter Tumorbildungen.
  2. Die hormonelle Kastration kann bei Hündinnen unter Umständen das Gegenteil bewirken – sie löst die Läufigkeit aus oder verursacht Dauerläufigkeit.
  3. Fellveränderungen und Wesensveränderungen treten wie bei einer operativen Kastration auf, bilden sich allerdings nach Absetzen des Präparates wieder langsam zurück.
  4. Die Folge längerer Anwendung der hormonellen Kastration können Nebenerkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus oder Gebärmutterentzündungen sein.

Die Nebenerkrankungen, abgesehen von geschlechtsspezifischen, treten bei Rüden und Hündinnen gleichermaßen auf. Die Kastration Ihres Hundes, ob hormonell oder operativ, sollte Ihnen also in jedem Fall mehrere Überlegungen und eine gründliche Informationssuche wert sein!


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