Taubheit beim Hund – Diese Rassen sind besonders gefährdet

Keine Kommentare »

Ist ein Hund von Geburt an taub, dann verlangt er von seinem Besitzer besondere Aufmerksamkeit. Was Sie alles zum Thema Taubheit beim Hund wissen sollten, lesen Sie hier.

Taube Hunde brauchen viel Aufmerksamkeit

Taube Hunde brauchen viel Aufmerksamkeit

Angeborene Taubheit bei Hunden

Angeborene Taubheit kann zwar jede Hunderasse treffen, doch auch hier sind einige besonders gefährdet. Vor allem Rassen, deren Zuchtziel reinweiß war, sind häufig betroffen. Wurden diese Rassen in andere hineingezüchtet, wurde die Taubheit nicht selten unbemerkt mitgegeben.

» vorrangig betroffen:
Insgesamt sind mittlerweile gut 60 Rassen nachweislich von erblicher Taubheit betroffen. Ganz vorn stehen: Australian Shepherd, Australian Cattle Dog, Dalmatiner, Englischer Bull Terrier, Catahoula Leopard Dog, Jack Russel Terrier, Englischer Setter und Cocker Spaniel.

» Symptome:
Die Hunde zeigen keine Reaktion auf die Geräuschkulisse außerhalb des Gesichtsfeldes. Schlafende Welpen wachen selbst bei größtem Lärm nicht auf. Dennoch ist eine Taubheit, vor allem bei der Frage, ob sie nur einseitig oder beidseitig ist, nicht so leicht erkennbar. Gewissheit bringt eine audiometrische Messung, die ab dem 40. Lebenstag ausgeführt werden kann.

» Folgen:
Die Folgen hat hier eher der Besitzer zu tragen. Es ist wichtig, sich auf einen tauben Hund besonders einzustellen und auch die Ausbildung entsprechend auszurichten. Da der Hund Geräusche nicht wahrnehmen kann, kommt es unter Umständen zu Schreckreaktionen, die von Wegrennen bis Zubeißen reichen können. Hilfreich ist ein hörender Hund als Begleiter, an dem sich der taube Hund orientieren kann.

» Behandlung:
Es existieren Versuche, taub geborene Hunde mit einem Hörgerät auszustatten, jedoch gelten die Geräte noch nicht als ausgereift. Sinn machen diese Hörgeräte auch nur dann, wenn der Hund das Gerät bereits als Welpe implantiert bekommt, so dass die Nerven lernen, diese Möglichkeit wahrzunehmen und die eingehenden Reize zu verarbeiten.

Informieren Sie sich vorher!

Natürlich gibt es noch viel mehr vererbbare Krankheiten. Doch häufig sind, insbesondere Stoffwechselerkrankungen, auf nur eine oder zwei Rassen eingeschränkt. Aus diesem Grund ist es für zukünftige Hundebesitzer auch so wichtig, sich im Vorhinein genau zu informieren!

Foto1: © Annette Kurka - Fotolia.com

Kommentiere diese Tipps