Wenn der Schuh drückt – 7 Tipps für die richtige Passform

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Sie haben sich neue Schuhe gekauft und nach dem ersten Tragen stellen Sie fest, dass der Schuh drückt? Damit Ihnen das kein zweites Mal passiert, hier unsere Tipps.

Wenn der Schuh drückt...

Wenn der Schuh drückt…

Die meisten Menschen schauen beim Schuhkauf zuerst auf die Optik, danach auf Materialien und Verarbeitung und dann wird nach der richtigen Größe gesucht. Man probiert sich durch diverse Größen und Halbgrößen, bis ein Modell schließlich zu passen scheint und es zum Probelaufen durch den Schuhladen geht. Hier und da zwickt es noch etwas im Ballenbereich, aber aus Erfahrung weiß man ja: Nach einer gewissen Zeit werden die Schuhe schon sitzen.

Und genau das tun sie eben nicht, denn neben der Größe spielt vor allen Dingen die Schuhweite eine große Rolle, wenn es um den bequemen Tragekomfort geht. Bequemes Schuhwerk soll aber nicht nur Blasen und Hühneraugen vermeiden, sondern es trägt im erheblichen Maße zur allgemeinen Gesundheit bei. Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, warum der Schuh drückt, warum Ihnen beim Gehen immer die Ballen oder die ganzen Fußsohlen schmerzen? Warum Ihre großen Zehen nach innen zeigen und Sie bei jedem Schritt förmlich an die Decke gehen könnten? Warum Sie nach einem kurzen Stadtbummel schon Rückenprobleme bekommen?

Wenn der Schuh drückt sind die Schuhe zu eng

Oft liegen die Ursachen dafür, dass der Schuh drückt, im falschen Schuhwerk und oft ist dieses Schuhwerk viel zu eng. Zugegeben – High Heels mit spitzen Vorderkappen sehen ungeheuer sexy aus, was man von dem daraus entstehenden Hallux Valgus (Schiefzehe) jedoch nicht unbedingt behaupten kann. Der im Volksmund genannte „Frostballen“ ist aber nicht nur ein frauenspezifisches Problem, auch Männer klagen aufgrund enger Schuhe über den schmerzhaften und äußerst ungesunden Schiefstand der großen Zehen. Andererseits darf ein Schuh auch nicht zu weit sitzen, denn in diesem Fall würde der Fuß nach vorne rutschen und die Ferse den Halt verlieren.

Was Sie tun können wenn der Schuh drückt, verraten Ihnen folgende Tipps

Tipp 1 – Schuhweite ermitteln
Schuhe, die Sie in Deutschland kaufen, sind bezüglich ihrer Weite nach Buchstaben klassifiziert. Dabei steht E für schmale, F für schlanke, G für normale und H für kräftige Füße. Daneben gibt es noch eine Reihe an Spezialweiten: J und K für Füße mit Überweite, L für bandagierte Füße und M für Füße mit Extra-Überweite. Die Schuhweite ergibt sich aus dem Ballenumfang. Und so ermitteln Sie Ihre Schuhweite korrekt:

  • Bitten Sie eine Person, Ihnen behilflich zu sein.
  • Zum korrekten Messen stellen Sie sich mit unbekleideten Füßen gerade hin, wobei Sie Ihr Gewicht gleichmäßig auf beide Seiten verteilen.
  • Jetzt nehmen Sie ein Maßband und lassen Ihren Ballenumfang an der breitesten Stelle ausmessen.
  • Notieren Sie sich das Ergebnis in Zentimetern mit genauer Millimeterangabe hinter dem Komma.
  • Zum Schluss nehmen Sie eine Schuhweitentabelle und suchen in der Zeile für Ihre Größe den gemessenen Ballenumfang. Ein Blick auf die Spalte verrät Ihnen den Buchstaben für Ihre Schuhweite.

Schuhweitentabellen finden Sie zum Beispiel bei VAMOS oder auf dieser Seite www.code-knacker.de.

Tipp 2 – Auf weiche Materialien achten
Achten Sie beim Anprobieren im Schuhgeschäft oder in den Produktbeschreibungen der Onlineshops auf weiche Materialien des Schafts. Dabei sind sich die Experten einig: Leder ist immer noch das Beste. Leder ist atmungsaktiv und passt sich im Laufe des Tages an Ihre Fußform an (Füße werden zum Nachmittag bzw. Abend hin dicker). Schuhe aus Textilien mit einem hohen Elasthananteil eignen sich aufgrund ihrer hohen Dehnfähigkeit natürlich auch.

Tipp 3 – Elasteinsätze bei hohem Spann
Bei einem hohen Spann sind Elasteinsätze an der Vorderkappe eine Wohltat und beugen Druckstellen vor. Sandalen und Sandaletten mit weichen Riemchen und Gummizügen bewahren Ihre Füße gerade an heißen Sommertagen vor schmerzhaften Blasen.

Tipp 4 – Derbyschnürung passt sich besser an
Halten Sie Ausschau nach Schuhen mit Derbyschnürung. Die Derbyschnürung – oder auch offene Schnürung – passt sich einem hohen Spann wesentlich besser an als die geschlossene Blattschnürung. Die Derbyschnürung zeichnet sich durch die beiden locker auf dem Vorderblatt und der Zunge liegenden Schaftteile aus, die dem Fuß mehr Freiraum bieten als die unflexiblere Blattschnürung, bei der der Schaft am Vorderblatt geschlossen ist.

Klettverschlüsse sind eine geniale Erfindung, denn sie lassen sich nach Bedarf ebenfalls schnell und flexibel verstellen. Schuhe mit Klettverschlüssen sind dabei durchaus schick und nicht ausschließlich im Sportbereich zu finden. Manchmal reicht der richtige Verschluss schon aus um zu vermeiden, dass der Schuh drückt.

Tipp 5 – Anatomisches Fußbett unterstützt Abrollvorgang
Im Alltag bewegen Sie sich hauptsächlich auf hartem Beton und Asphalt. Der natürliche Abrollvorgang des Fußes findet dabei wenig Unterstützung. Anatomisch geformte Fußbetten stützen Ihr natürliches Fußgewölbe und sorgen zugleich für besseren Halt. Weich gepolsterte Lederfußbetten bzw. Einlagen mit Gel- und Luftpolstern im Fersen- und Ballenbereich entlasten Ihre Fußflächen und fördern die natürliche Abrollbewegung.

Tipp 6 – Achten Sie auf gepolsterte Schaftränder
Nichts ist so unangenehm wie die harten Schaftränder neuer Schuhe, die in den ersten Tagen und Wochen Blasen und Hautabschürfungen verursachen. Viele Menschen meinen, bei neuen Schuhen sei das eben ein Naturgesetz. Doch es gibt auch Schuhe mit gepolsterten Schaft- und Fersenrändern, die Ihnen von Anfang an ein angenehmes Tragegefühl versprechen. Am besten achten Sie bei Ihrem nächsten Schuhkauf auch auf diesen Aspekt.

Tipp 7 – Tragen Sie im Alltag flache Schuhe
Tragen Sie im Alltag und im Beruf am besten flache Schuhe oder Schuhe mit moderatem Absatz (z.B. Antishokk-Absatz der Marken Tamaris, Caprice oder Jana www.antishokk.com). Dies allein kann schon Abhilfe schaffen, wenn der Schuh drückt. Natürlich sollen Ihre High Heels nicht auf Nimmerwiedersehen im Schuhschrank verschwinden. Doch Abwechslung tut Ihren Füßen gut und die höheren Absätze können Sie ja dann am Abend im Club oder auf der Party tragen.

Weitere wertvolle Informationen mit Hinweisen auf Fachhändler für gesunde Schuhe in Ihrer Nähe finden Sie unter: www.gesunde-schuhe.com

Foto1: © Marin Conic - Fotolia.com

Ein Kommentar

  1. Angela Dezember 14, 2011 at 17:08 - Reply

    Da ich eine ziemlich blöde Zwischengröße habe, komme ich nicht darum herum Einlegesohlen in meine Schuhe zu stecken. Die helfen allerdings auch gleichzeitig gegen Schweißfüße – ich trage nämlich immer Zedernholzeinlegesohlen (Zederna).

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