Zahnaufhellung per Bleaching und Whitening: Beide Methoden vorgestellt

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Die Zahnaufhellung per Bleaching/Whitening liegt derzeit absolut im Trend. Aber wie funktionieren diese beiden Methoden überhaupt? Wir klären Sie auf.

Zahnaufhellung per Bleaching und Whitening

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Ein strahlendes Lächeln mit schönen Zähnen gehört für die meisten Menschen zu einem gepflegten Äußeren dazu. Das ergab auch eine Umfrage in Deutschland, die zeigte, dass sich etwa 80 Prozent um ein gutes Aussehen ihrer Zähne bemühen. Möglichst weiße Zähne zu haben, ist dabei das Schönheitsideal der meisten Menschen, denn weiße Zähne stehen gleichzeitig auch für gesunde Zähne.

Natürlich sind strahlend weiße Zähne kein Indiz dafür, dass sie auch gesund sind, denn es hat sich gezeigt, dass gerade etwas gelblichere Zähne in der Regel widerstandsfähiger und weniger anfälliger für Karies sind. Dennoch gilt strahlendes Weiß als das Schönheitsideal schlechthin, deshalb versuchen immer mehr Menschen, ihre Zähne durch ein Bleaching oder ein Whitening zu einem schöneren Aussehen zu verhelfen.

Ursachen für das Dunkeln der Zähne

1. natürlicher Alterungsprozess:

Der natürliche Alterungsprozess sorgt leider dafür, dass die Zähne mit fortschreitendem Alter dunkler werden. Kinder haben noch strahlend weiße Zähne, das liegt am intakten Zahnschmelz. Da dieser sich mit der Zeit jedoch abnutzt, schimmert irgendwann das darunter liegende Zahnbein gelblich durch.

Während der Zahnschmelz in der Kindheit noch eine Dicke von etwa 1,5 Millimeter hat, beträgt die Dicke im Alter nur noch etwa 0,5 Millimeter. Es bleibt also leider keiner davor verschont, dass die Zähne mit den Jahren gelblicher werden. Das Zahnbein wird dagegen mit dem Alter dicker, so dass es das Durchscheinen durch den dünner werdenden Zahnschein noch verstärkt.

2. Ernährung:

Doch auch unsere Ernährung trägt dazu bei, dass sich die Zähne verfärben. Menschen, die gerne Kaffee, Tee oder Rotwein trinken, werden irgendwann merken, dass es zu Verfärbungen der Zähne kommt, weil sich die Farbpigmente im Zahnschmelz festsetzen.

Genussmittel wie Kaffee, Tee und Zigaretten verfärben die Zähne

Genussmittel wie Kaffee, Tee und Zigaretten verfärben die Zähne

3. Medikamente/Rauchen:

Auch einige Medikamente führen zu verfärbten Zähnen, dazu gehören zum Beispiel blutdrucksenkende Präparate. Das Rauchen führt ebenfalls zu Verfärbungen der Zähne. Es sei aber grundsätzlich gesagt, dass die von Genussmitteln und Lebensmitteln verursachten Verfärbungen eher oberflächlich sind. Ihr Zahnarzt kann diese also durch eine professionelle Zahnreinigung ganz leicht wieder entfernen.

Entwicklung der Zahnaufhellung

Im alten Indien:

Bereits sehr früh haben die Menschen nach Möglichkeiten gesucht, ihre Zähne aufzuhellen. Im alten Indien setzte man dabei zum Beispiel auf die Inhaltsstoffe des Pfeffers und der Berberitze.

Mittelalter:

In Europa begann man bereits im Mittelalter, eine Zahnaufhellung bei den Ärzten anzubieten, diese Behandlung war bei den Patienten äußerst beliebt. Denn schon damals galten strahlend weiße Zähne als Schönheitsideal, und deshalb setzte man aggressive Salpetersäure zum Aufhellen ein. Diese Säure konnte allerdings nur für eine kurzzeitige Aufhellung der Zähne sorgen, bei häufiger Anwendung wurden die Zähne sogar zerstört.

1918:

Im Jahr 1918 ging man dann in den USA dazu über, Wasserstoffperoxid zum Bleichen der Zähne einzusetzen. In den 30er Jahren konnte sich dieses Verfahren dann in den meisten Kliniken für Zahnheilkunde durchsetzen.

Früher benutzte man Wasserstoffperoxid oder Salpetersäure

Früher benutzte man Wasserstoffperoxid oder Salpetersäure

60er Jahre:

Ende der 60er Jahre wurde dann per Zufall ein weiterer Stoff entdeckt, der sich zum Bleichen der Zähne eignet. Es handelte sich dabei um Gly-Oxide, das man damals als Medikament bei Zahnfleischentzündungen einsetzte. In diesem Mittel sind 10 Prozent Carbamidperoxid enthalten, das dem Wasserstoffperoxid sehr ähnelt. In den USA setzte sich dieser Stoff in den folgenden Jahren auch in den Zahnarztpraxen durch, allerdings blieb das Wasserstoffperoxid das erste Mittel der Wahl.

Ende der 80er Jahre:

Schließlich standen den ersten Dentisten dann endlich am Ende der 80er Jahre das erste Bleaching-Produkt zur Verfügung.

Zahnaufhellung per Bleaching und Whitening: Beide Methoden vorgestellt

Bleaching: Professionelle Zahnaufhellung beim Zahnarzt

Ein Bleaching in der Zahnarztpraxis hat natürlich ihren Preis, deshalb schrecken viele davor zurück. Doch es bietet entscheidende Vorteile und die Sicherheit, dass man den Zähnen und dem Zahnfleisch nicht schadet. Der Zahnarzt untersucht die Zähne vor dem geplanten Bleaching gründlich, denn gerade bei empfindlichem Zahnfleisch muss man sehr vorsichtig sein. Außerdem sollten die Zähne vor dem Aufhellen saniert werden. Falls irgendwelche Schäden vorhanden sind, dann sollte noch eine professionelle Zahnreinigung erfolgen, um oberflächliche Verfärbungen zu entfernen.

Bleaching wird mit Gel und speziellem Licht durchgeführt

Bleaching wird mit Gel und speziellem Licht durchgeführt

In der Regel führt der Zahnarzt das Bleaching dann in nur einer einzigen Sitzung durch. Dabei wird eine spezielle Substanz auf die Zähne aufgetragen und im Anschluss mit einem speziellen Licht bestrahlt. Anhand einer Skala können Sie dann sehen, um wie viele Stufen Ihre Zähne aufgehellt werden konnten.

Bleaching zuhause selber durchführen

Im Handel gibt es mittlerweile auch unzählige Produkte, um ein Bleaching auch selbst durchführen zu können. Natürlich ist dies wesentlich kostengünstiger als die Aufhellung der Zähne in der Praxis, dafür birgt es jedoch auch Gefahren. Wer Probleme mit dem Zahnfleisch hat, der sollte auf das Bleichen zuhause generell lieber verzichten, denn das könnte schlimm fürs Zahnfleisch enden.

» Zahnschiene:

Normalerweise beinhaltet solch ein Home-Bleaching-Set eine Schiene aus Kunststoff und ein spezielles Gel. Dieses Gel müssen Sie abends auf die Schiene auftragen und diese dann im Mundraum befestigen.

Diese Zahnschienen haben jedoch einen Nachteil: Leider sitzen sie oftmals nicht so exakt, so dass die Ergebnisse eventuell nicht ganz gleichmäßig werden.

» Folien:

Es gibt auch die Möglichkeit, Folien auf die Zähne aufzukleben, die mit einem besonderen Gel benetzt sind. Egal, für welche Variante Sie sich entscheiden, Sie müssen mindestens zwei Wochen Geduld haben, bevor Sie sich am Resultat erfreuen können.

Diese beiden Home-Bleaching-Sets erhalten Sie entweder in der Apotheke oder aber auch im Internet (z.B. hier).

» Bleaching-Stift/Pinsel:

In den Drogerien gibt es auch Produkte zum Aufhellen der Zähne, allerdings ist hier die Wirkung wesentlich schwächer.

Diese Produkte werden normalerweise mit einem Pinsel oder einem Stift direkt auf die Zähne aufgetragen und müssen dann über Nacht einwirken.

Whitening: Aufhellung durch spezielle Zahncremes

Seit einigen Jahren erfreuen sich aufhellende Zahncremes sehr großer Beliebtheit. Allerdings handelt es sich dabei nicht um ein Bleaching, sondern um ein so genanntes Whitening. Zwar ist die Auswahl an entsprechenden Zahncremes im Handel riesengroß, allerdings müssen Sie sich vor der Anwendung darüber im Klaren sein, dass Sie hier keine Wunder erwarten dürfen. Die Produkte enthalten keine Substanzen, die vom Zahnarzt beim Bleaching eingesetzt werden. In der Regel sind es nur kleine, körnige Partikel, die eine Art Peeling durchführen.

Beim Whitening kommen spezielle Zahncremes zum Einsatz

Beim Whitening kommen spezielle Zahncremes zum Einsatz

Sie können also mit Hilfe dieser Zahncremes lediglich oberflächliche Verfärbungen entfernen, wie sie zum Beispiel vom Rauchen, Rotwein, Tee oder Kaffee verursacht werden. Im Grunde werden die Zähne also nicht aufgehellt, sondern es wird lediglich die ursprüngliche Zahnfarbe wieder hergestellt.

Wichtig:

Das Ergebnis ist nicht dauerhaft, Sie müssen diese Zahncremes also immer wieder verwenden, um das Resultat zu erhalten. Ein richtiges Bleaching beim Zahnarzt, bei dem die Zähne tatsächlich um einige Nuancen aufgehellt werden, können Whitening-Produkte also auf keinen Fall ersetzen.

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