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Frau nutzt Flipchart zur Präsentation

Präsentationstechniken – mit diesen Tipps gelingt jeder Vortrag

Eine gute Präsentation ist für jeden machbar. Lesen Sie hier unsere Tipps, worauf es ankommt welche Hilfsmittel sinnvoll sind.

Ob in der Schule, in der Ausbildung, im Studium oder im Beruf, immer wieder werden wir mit Vorträgen und Präsentationen konfrontiert. Oft nur als Zuhörer, aber manchmal eben auch als Redner. In diesem Fall wollen wir natürlich alle eine gute Figur machen und eine perfekte Präsentation abliefern. Doch was braucht es dafür? Klar ist: Eine gute Präsentation beinhaltet mehr als nur die neueste Technik. Worauf es alles ankommt, darüber informieren wir in diesem Artikel.

Technische Hilfsmittel

Wer einen Vortrag hält, möchte andere mehr oder weniger tiefgehend über ein bestimmtes Thema informieren. Moderne Präsentationstechniken ermöglichen die Kombination von freier Rede mit visueller Unterstützung, sodass Inhalte auf mehreren Kanälen transportiert werden können.

Die Rede sollte dabei im immer Vordergrund stehen, die mit technischen Hilfsmitteln unterstrichen werden kann.

Folgende Hilfsmittel stehen dabei zur Verfügung:

  • Flipchart, Whiteboard
  • digitale Präsentation mittels Laptop, Beamer und entsprechender Software
  • Overhead-Projektor

Flipchart oder Whiteboard

Beide Hilfsmittel erlauben es, bestimmte Aussagen schriftlich festzuhalten und so die Wichtigkeit zu unterstreichen.

Während man beim Whiteboard nur begrenzt Platz zum Schreiben hat und bei Bedarf den Inhalt wegwischen und überschreiben muss, kann man beim Flipchart einfach umblättern und die nächste Seite beschreiben.

Wer mit einem der beiden Hilfsmittel arbeiten möchte, sollte darauf achten, dass er nicht zu viel Zeit mit dem Schreiben während des Vortrags verbringt und so eventuell den Kontakt zum Publikum verliert. Lediglich die Essenzen sollten notiert werden.

Digitale Präsentation

Für eine digitale Präsentation werden ein Laptop oder Tablett, ein Beamer sowie eine entsprechende Präsentationssoftware benötigt.

Die wohl bekannteste Software ist Powerpoint von Microsoft. Daneben gibt es mit Prezi eine kostenpflichtige Variante. Aber auch Google steht mit seinem Programm Google Slides zur Verfügung, kostenlos für alle, die bereits ein Googlekonto haben. Keynote ist die Software speziell für Apple-Nutzer.

Frau arbeitet an Power-Point Präsentation
Powerpoint Präsentation für Diagramme und Statistiken. ©

Auch bei einer digitalen Präsentation sollte die freie Rede im Vordergrund stehen. Wer dem Publikum zu viele Folien präsentiert, riskiert, dass die Zuhörer eben nicht mehr zuhören, da sie mit dem Lesen der Folien beschäftigt sind. Um Zusammenhänge oder komplexe Strukturen aufzuzeigen, eignet sich eine digitale Präsentation gut. Aber ansonsten auch bei dieser Methode die Folien auf die wichtigsten Kernaussagen reduzieren.

Weitere nützliche Informationen zum Medieneinsatz als Präsentationstechnik finden Sie auf den Seiten der Macromedia Fachhochschule. So werden beispielsweise für einen 20 Minuten Vortrag maximal 10 Folien empfohlen, die die Kernthesen enthalten sollten. Ein weiterer wichtiger Aspekt einer Präsentation ist die Körpersprache. Auch dazu finden Sie nützliche Hinweise, anhand derer Sie sich während Ihrer Rede gut darstellen.

Overhead-Projektor

Ja, es gibt ihn noch, den klassischen Overhead-Projektor. Als Vorläufer von Laptops, Beamer & Co. wurde er jahrzehntelang für Präsentationen aller Art genutzt. Als analoge Alternative funktioniert eine Präsentation mit dem Overhead-Projektor ähnlich wie beim digitalen Vortrag. Nur dass die Folien meist mit Hand beschriftet werden und manuell aufgelegt werden müssen. Ansonsten gelten die gleichen Hinweise. Auch hier kann ein Zuviel an Folien die Zuhörer vom Gesagten ablenken.

Die freie Rede

Die freie Rede ist das Kernstück jeden Vortrags, jeder Präsentation. Mit ihr kommunizieren Sie direkt mit dem Publikum und bringen Ihr Anliegen nahe. Zudem zeigen Sie, dass Sie in der Materie bewandert sind und sich auskennen. Damit Sie mit Ihrer Rede brillieren können, folgend ein paar wichtige Hinweise.

» Verben statt Substantive

Setzen Sie in Ihrer Rede auf Verben und vermeiden Sie unnötige Substantivierungen. Verben fördern den Redefluss und lassen das Gesagte lebendiger erscheinen.

» Kurze Sätze

Vermeiden Sie lange, verschachtelte Sätze. Je komplexer das Thema, desto einfacher sollte der Satzbau sein. Nicht selten verliert sich mancher Redner in Endlossätzen, wodurch der Zuhörer den Sinn des Gesagten nicht mehr erfassen kann. Klare Aussagen in kurzen Sätzen sollte das Ziel sein.

» Stichwortzettel

Natürlich können Sie mit einem Stichwortzettel arbeiten, sofern Sie nicht Satz für Satz ablesen. Auf dem Stichwortzettel können Sie sich auch kurze Redepausen notieren oder Stellen, die zusätzlich auf dem Flipchart oder Whiteboard visualisiert werden sollen.

» Blickkontakt

Halten Sie Blickkontakt mit den Zuhörern. Dabei müssen Sie nicht jedem Einzelnen in die Augen starren. Aber ein Blick ins Publikum sollte machbar sein und ist fürs Publikum angenehmer, als wenn Sie nur auf den Boden vor Ihren Füßen blicken.

Mann hält Vortrag vor Zuhörern.
Immer Kontakt zu den Zuhörern halten. © Robert Kneschke / stock.adobe.com

» Erst reden, dann schreiben

Wer mit einem Flipchart oder Whiteboard arbeitet, sollte immer erst die Gedanken formulieren und anschließend aufschreiben. Im Idealfall geht beides zusammen. Halten Sie auch dabei Blickkontakt und drehen Sie sich nicht gänzlich vom Publikum weg. Nehmen Sie lieber eine seitliche Position ein, sodass Sie einerseits den Zuhörern zugewandt sind, andererseits Notizen machen können.

Weitere Tipps zur gelungenen Präsentation

Rechtzeitig vorbereiten

Bereiten Sie Ihre Präsentation rechtzeitig vor. Auch wenn dieser Punkt eigentlich selbstverständlich sein sollte, scheitern genug Reden und Vorträge daran, dass sie viel zu spät angegangen wurden. Besonders die Erstellung von Powerpoint-Folien sollte gründlich erfolgen, denn diese werden später vom Publikum gelesen. Rechtschreibfehler oder schlechte Diagramme und Darstellungen hinterlassen keinen guten Eindruck.

Zu einer guten Vorbereitung gehört auch die Erstellung einer Präsentationsmappe, die sich vor allem in der Schule sehr bewährt.

An Zielgruppe anpassen

Bringen Sie im Vorfeld in Erfahrung, wie sich die Zielgruppe Ihrer Präsentation zusammensetzt. Dementsprechend können Sie Ihren Vortrag in Sprache, Kleidung und auch Dekoration anpassen und so der Rede einen ganz besonderen Charakter verleihen.

Beispiele:

  • Studenten, die eine Rede halten, sind meist leger gekleidet. Da der Vortrag überwiegend vor Kommilitonen gehalten wird, muss sich hinsichtlich der Sprache nicht weiter angepasst werden, da die studentischen Zuhörer meist im Thema sind und möglichen Fremdwörtern oder Fachbegriffen folgen können.
  • Sollen Sie zu einem Thema referieren, dessen Zielgruppe nicht eingegrenzt ist und das junge Eltern, Rentner, Arbeitnehmer wie auch Arbeitslose gleichermaßen anspricht? Dann achten Sie darauf, Ihre Worte praxisnah zu wählen und möglichst ohne viel Fremdworte auszukommen. Sind Fremdworte oder Fachbegriffe unerlässlich, dann sollten diese so erklärt beziehungsweise übersetzt werden, dass Ihre Zuhörer nicht in Verlegenheit kommen, weil es eben dieser Übersetzung bedarf. Beschämen Sie Ihr Publikum also nicht. Ein guter Redner versteht es, allen Zuhörern gleichermaßen sein Thema nahezubringen.
  • Wer hingegen beruflich bedingt vor einer größeren Präsentation steht, darf ruhig etwas förmlicher gekleidet sein. Möglicherweise bietet es sich auch an, den Präsentationsraum passend, aber dezent zu dekorieren. Das kann von Handouts auf den Stühlen bis zu Blumengestecken auf den Tischen reichen.

Mentale Vorbereitung

Es kann durchaus sehr sinnvoll sein, sich nicht nur fachlich, sondern auch mental auf die Präsentation vorzubereiten. Wer ängstlich und zweifelnd auf der Bühne steht, wird trotz fachlich einwandfreiem Wissen keine gute Figur machen.

Insofern könnten bei Zweifeln und Ängsten folgende Möglichkeiten nützlich sein:

  • Meditation zur Entspannung
  • Spaziergang
  • Joggen
  • Atemübung

Fazit

Einer guten Präsentation liegt immer eine gute freie Rede zugrunde, die mit entsprechender Technik untermalt werden kann. Eine gute Vorbereitung sowie die Beachtung grundsätzlicher Regeln, wie im Artikel genannt, helfen auch Ihnen, eine gute Präsentation abzuliefern.

Anja

Als zweifache Mutter lebe ich mit meiner Familie auf dem Land. Langjährige Erfahrungen in gesunder Ernährung & Fitness, Managen von Haushalt & Finanzen sowie ein achtsamer Umgang innerhalb der Familie sind mir dabei wichtig und fließen in meine Arbeit bei Tipps.net mit ein.

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