Sportstipendium in den USA ergattern – So geht’s!

Auslandserfahrungen sammeln und gleichzeitig studieren. Eine großartige Kombination, die durch ein Sportstipendium finanziert werden kann. Doch welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um an ein Sportstipendium in den USA zu kommen? Muss ich wirklich ein Top-Sportler sein? Sie erfahren es hier.

Sportstipendium ergattern
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Auslandsaufenthalt in den USA

Wer würde sein Auslandssemester nicht gerne an der quirligen Ostküste der USA verbringen. Oder nach der Uni noch am Pazifikstrand der kalifornischen Beach Cities unweit Los Angeles liegen. Häufig scheitert dieser Traum jedoch an den finanziellen Möglichkeiten.

Stipendienplätze über den DAAD sind knapp bemessen, der direkte Austausch mit Partneruniversitäten ebenfalls. Dazu kommt noch, dass hier in der Regel nur für ein Jahr im Ausland studiert werden kann. Die Alternative, nicht sonderlich bekannt, ist ein Sportstipendium. Dabei kann es sich sogar um ein Vollstipendium handeln, das aber voraussetzt, dass das gesamte Studium an der gewählten Universität absolviert wird.

Fünf Punkte die für ein Sportstipendium in den USA sprechen

Stellenwert von Sport

Universitäts- und Collegesport haben in den USA einen deutlich höheren Stellenwert als in Deutschland, vergleichbar mit der zweiten Fußballbundesliga. Universitäten sind daher immer auf der Suche nach guten Athleten.

Sportarten

Gesucht werden nicht nur Sportler für die „großen“ amerikanischen Sportarten Basketball, Eishockey, Football oder Baseball, sondern über die gesamte Bandbreite des Sports. Wer ein Stipendium an einer der großen Universitäten möchte, muss allerdings auch hierzulande schon ein Ausnahmesportler sein.

Auswahlfaktoren

Für ein Stipendium kommen deutsche Schülerinnen und Schüler durchaus in Betracht, wenn sie beispielsweise im Tennis „nur“ in der Bezirksliga gespielt haben. Bei der Auswahl einer Universität gibt es drei Faktoren. Entweder ist es eine relativ kleine Uni, die in einer Sportart bereits auf nationalem Niveau spielt und sich verstärken muss, oder eine große Universität, die in einer Randsportart bereits „oben“ mitspielt, aber Nachwuchsprobleme hat. Die dritte Variante ist eine Universität, die die regionale Liga verlassen und auf nationaler Ebene spielen möchte.

Professionalisierung

Universitätssport in den USA bietet jungen Menschen die Chance, ihren Sport anders als in Deutschland bis auf semi-professionelles oder professionelles Niveau heraufschrauben zu können. Die Trainingsmöglichkeiten für die Angehörigen eines Kaders zeigen gravierende Unterschiede zu den Optionen hierzulande, auch in den Vereinen.

Vermittlung

Ein dichtes Netzwerk aus dem jeweiligen nationalen Verband und den Coaches der Universitäten sorgt dafür, dass Agenturen, die Sportstipendien vermitteln, immer die richtigen Ansprechpartner für den jeweiligen Kandidaten finden. Bewirbt sich ein Abiturient, der in der Bezirksoberliga im Fußball rechter Verteidiger gespielt hat, für ein Stipendium, wird durch diese Netzwerke ausgelotet, welche Universität oder welches College gerade einen solchen Spieler auf diesem Niveau sucht.

Regionale Präferenzen werden bestmöglich berücksichtigt

Es ist vor diesem Hintergrund nachvollziehbar, dass die Kandidaten in den seltensten Fällen an der Traumuniversität, Harvard, MIT oder Stanford landen, oder ein Platz in Miami garantiert werden kann. Dem stehen aber zahlreiche Pluspunkte gegenüber. Nach wie vor genießt ein akademischer Grad einer US-Universität weltweit hohes Ansehen. Wer sein Studium in den USA absolviert, spricht spätestens nach dem Examen fließend Englisch. Ein Auslandsstudium führt auf jeden Fall zu einer erweiterten Sichtweise des Alltags. Das Stipendium ist vom Studiengang selbst unabhängig, muss also kein Sportstudium sein, führt die Studenten aber in athletische Leistungsregionen, die ihnen hierzulande nicht ohne Weiteres zugänglich sind.

Voraussetzungen für ein Sportstipendium in den USA

  • Grundsätzlich müssen die schulischen Leistungen in Deutschland gut sein. Einem Zeugnisdurchschnitt von sieben Punkten müssten exzellente sportliche Fähigkeiten gegenüberstehen.
  • Der Toefel-Test (Test of English as a foreign Language) muss vorliegen.
  • Die sportlichen Ergebnisse sollten vorzeigbar, Titel müssen keine errungen worden sein. Wie oben erwähnt, sind kleinere Unis auch an „Durchschnittssportlern“ interessiert.
  • Die Bewerbung über eine Agentur sollte möglichst schon zwei Jahre vor dem Abitur eingeleitet werden.
  • Zusätzlich zu den Bewerbungsunterlagen ist ein ca. 20-minütiges Video über den Kandidaten bei der Ausübung seiner Sportart notwendig.

Fazit

Wer sich vorstellen kann, sein ganzes Studium in den USA zu absolvieren, sollte darüber nachdenken, ob ein Sportstipendium nicht eine gute Möglichkeit ist, dieses Vorhaben zu verwirklichen. Für die persönliche Entwicklung und für Karriereoptionen ist eine solche Förderung sicherlich herausragend und für Bewerbungen später ein Einmaligkeitskriterium auf dem Lebenslauf (CV).

Über Uwe Rabolt 165 Artikel
Jahrgang 1959, Bankkaufmann, Versicherungsfachman (BWV). Amerikanistik- und Linguistikstudium (M.A.), Frankfurt am Main. Von Januar 1985 bis Dezember 2010 im on- und offline-Vertrieb im Sektor Finanzdienstleistungen tätig. Seit dem als Web-Texter mit Schwerpunkt Finanzdienstleistungen aktiv. Siehe auch: http://www.finanzmikroskop.de

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