Wein kaufen – So erkennen Sie guten Wein

Sie wollen einen Wein kaufen, aber wissen bei der großen Auswahl nicht recht, welcher wirklich gut ist? Unsere Tipps helfen Ihnen, guten Wein zu erkennen.

Wein kaufen: Guten Wein erkennen – Qualität
Was macht einen hochwertigen Wein aus? | © industrieblick / stock.adobe.com

Wein kaufen – So erkennen Sie guten Wein

Zu einem guten Essen gehört ein guter Wein. Für Nicht-Weinkenner ist es aber gar nicht so einfach, einen guten von einem schlechten Wein zu unterscheiden. Wenn Sie Wein online bestellen oder in einen Supermarkt gehen, können Sie den Wein ja nicht einfach öffnen und kosten.

Auch beim Weinkauf sind die Geschmäcker natürlich verschieden. Der eine bevorzugt einen trockenen Weißwein, der andere wiederum einen lieblichen Rotwein. Es gibt aber einige allgemeine Hinweise, die Sie beachten sollten, um einen guten Wein zu erkennen.

Jahrgang beachten

Anhand des Jahrgangs lässt sich beim Weinkauf oft schon einiges ablesen. Trotzdem gilt: Nicht jeder Wein wird mit den Jahren automatisch besser. Viele Weißweine schmecken tatsächlich am besten, wenn sie jung und frisch sind. Es gibt aber auch Sorten, die gut reifen und mit etwas Flaschenzeit sogar spannender werden.

Bei Rotweinen ist es ähnlich. Einige profitieren von ein paar Jahren Lagerung, weil Tannine weicher werden und sich die Aromen runder verbinden. Viele Rotweine sind jedoch bewusst für den schnellen Genuss gemacht und verlieren nach zu langer Zeit eher an Frische. Wer gereifte Weine sucht, zahlt meist mehr. Nicht nur wegen der Qualität, sondern auch wegen der Lagerung und Verfügbarkeit.

Was die Prozentzahl aussagt

Trocken, halbtrocken oder lieblich erkennen Sie nicht zuverlässig am Alkoholgehalt, sondern vor allem an der Angabe zum Restzucker bzw. an der Geschmacksbezeichnung auf dem Etikett. „Trocken“ bedeutet: wenig Restzucker, „lieblich“ entsprechend mehr. Das gilt sowohl für Weiß- als auch für Rotwein. Am Ende entscheidet ohnehin der persönliche Geschmack, welcher Wein am besten mundet.





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Qualitätsunterschiede anhand der Korken erkennen? © poplasen/ stock.adobe.com

Durchsichtige Flaschen vermeiden

Wein in klaren Flaschen sollten Sie weitestgehend vermeiden. Der Wein, egal ob Weißwein oder Rotwein, trägt im Laufe der Zeit Lichtschäden davon. Die Qualität wird dadurch beeinträchtigt. Greifen Sie also lieber zu Wein, der sich in grünen oder braunen Flaschen befindet.

Preis nicht immer entscheidend

Ein guter Wein hat in der Regel seinen Preis. Der liegt bei guten Weinen etwas höher, weil die Herstellung und Lagerung auch mehr Mühe und Arbeit gekostet hat als bei den billigeren Weinen.

Wie teuer ein guter Wein ist, kann nicht pauschal gesagt werden. Unter sehr niedrigen Preisen wird es häufig schwierig, aber Ausnahmen sind möglich. Sie sehen, der Preis ist nicht immer entscheidend.

Ausgelesene und auch preiswerte Weine bekommen Sie auch vom Winzer im Internet.

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Medaillen auf Weinflaschen

Auf vielen Weinflaschen befinden sich Medaillen. Das liegt daran, dass die Weine von vielen Winzern zu verschiedenen Messen oder Wettbewerben geschickt werden. Oft bekommen sie eine Medaille dafür. Nicht immer bedeutet die Medaille aber, dass der Wein von ausgezeichneter Qualität ist, da die Medaillenvergabe oft nur von lokalen Weinverkostungen stammt. Die Medaille sollte Sie also nicht animieren, einen Wein zu kaufen.

Wein aus biologischer Herkunft

Ein Wein, der biologisch angebaut wurde, ist natürlich qualitativ hochwertiger als ein Wein, der mit chemischen Zusätzen angebaut wurde. Bio kann ein Qualitätsmerkmal und Nachhaltigkeit sein, garantiert aber trotzdem keinen besseren Geschmack.

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Von der Traube zum Wein. © caftor/stock.adobe.com

Verschluss oft irreführend

Es gibt einige Verschlüsse für Weinflaschen. Aber nicht nur der Korken ist ein Hinweis auf Qualität. Auch Weine mit einfachen Aluschraubverschlüssen können qualitativ hochwertig sein wie zum Beispiel die spanischen Weine. Es gibt auch günstige Weine, die einen Korken haben, bei denen die Qualität aber nicht so berauschend ist.

Flaschenetikett nicht immer aussagekräftig

Wenn Sie vor dem Regal stehen, brauchen Sie keine Weinbegriffe. Diese 5 Punkte reichen, um schnell eine gute Wahl zu treffen:

  1. Trocken / halbtrocken / lieblich
    Das ist der wichtigste Hinweis, weil er direkt sagt, wie süß der Wein schmeckt.
    • trocken = wenig süß
    • halbtrocken = leicht süß
    • lieblich = deutlich süß
  2. Rebsorte (steht fast immer drauf)
    Sie hilft beim Stil:
    • Riesling / Sauvignon Blanc = eher frisch, oft fruchtig
    • Chardonnay = oft etwas runder/cremiger
    • Pinot Noir (Spätburgunder) = eher weich, elegant
    • Cabernet / Syrah = kräftiger, würziger
  3. Herkunft (Land/Region)
    Damit vermeiden Sie Zufallskäufe. Wenn Sie einen Wein mögen, merken Sie sich die Region, dann finden Sie leichter „ähnliche“ Weine, die Ihnen auch schmecken können.
  4. Jahrgang (das Jahr auf der Flasche)
    Als Faustregel:
    • Frische Weißweine lieber eher jünger
    • Kräftige Rotweine dürfen oft etwas älter sein
      (Nur als schnelle Orientierung.)
  5. Erzeuger/Abfüller
    Steht ein klarer Winzer/Betrieb drauf, wirkt das meist verlässlicher als nur ein Markenname ohne echte Angaben.

Worauf Sie nicht hereinfallen müssen:
Wörter wie „Premium“, „Selection“, „Reserve“ (ohne Erklärung) und schicke Verpackungen. All das ist oft nur Marketing.

Klassische Rebsorten, aus denen oft hochwertige Weine entstehen können:

Weißwein

  • Chardonnay
  • Sauvignon Blanc
  • Gewürztraminer
  • Riesling
  • Muskateller

Rotwein

  • Cabernet Sauvignon
  • Pinot Noir
  • Merlot
  • Nebbiolo
  • Zinfandel
  • Sangiovese
  • Grenache
  • Tempranillo

Sie wollen mehr über Weine erfahren?

Wenn Sie sich intensiver mit Wein und deren Qualitätserkennung beschäftigen wollen, bieten Weinseminare oder eine entsprechende Fachliteratur die beste Voraussetzung. Danach werden Sie es sicher einfacher haben, gute Weine von schlechten Weinen unterscheiden zu können.

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Fazit: Wein kaufen – Guten Wein erkennen

In der Praxis muss es beim Wein kaufen nicht kompliziert sein. Wenn Sie vor dem Regal stehen, achten Sie zuerst auf trocken/halbtrocken/lieblich. Damit entscheiden Sie direkt, ob der Wein eher herb oder süßer schmeckt. Dann hilft auch noch die Rebsorte, um grob einzuordnen, ob der Wein frisch und leicht oder eher kräftig und würzig schmeckt.

Wenn Ihnen dann ein Wein schmeckt, fotografieren Sie das Etikett oder notieren Sie Rebsorte und Region. So finden Sie beim nächsten Einkauf Ihren Wein schnell wieder, oder halt etwas Ähnliches. Und wenn Sie unsicher sind, greifen Sie lieber zu einer Flasche mit klar genanntem Erzeuger/Abfüller statt zu einer auffälligen „Premium“-Aufmachung.

Tipps von Stefanie

Steffi gehört zum Team von Tipps.net. Als berufstätige Mutter ist sie vor allem Expertin für Kindererziehung und Familienmanagement. Aber auch aus Ihrem Garten bringt sie viele gute Tipps mit.

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