Weiterbildung finanzieren – 9 Möglichkeiten vorgestellt

Immer mehr Menschen möchten sich in ihrem Berufsfeld qualifizieren. Die Kosten für eine Weiterbildung sind vielen aber ein großer Stein im Weg. Hier finden Sie alle Möglichkeiten, wie eine Weiterbildung finanziert werden kann.

weiterbildung finanzieren
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Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung oder eines Studiums sollte das Streben nach neuem Wissen noch lange nicht vorbei sein. Immer mehr Arbeitnehmer entscheiden sich neben der Erwerbstätigkeit für eine Weiterbildung. Erstens, um die Karriereleiter ein Stück weit hinauf zu klettern und zweitens, um natürlich gleichzeitig mehr Geld im Portemonnaie zu haben.

Wer mehr kann, hat im Gehaltsgespräch die besseren Karten!

Neben den persönlichen Vorzügen ist natürlich auch der betriebliche Vorteil zu nennen. Über die Jahre verändern sich verschiedene Abläufe und auch die Technik ist uns immer ein Stück weit voraus. Es kann also nie verkehrt sein, sein Wissen immer mal wieder aufzufrischen.

Der negative Aspekt, der oftmals die Weiterbildung im Sande verlaufen lässt, ist die Finanzierung. Ich habe Ihnen hier einmal alle Möglichkeiten aufgezeigt, wie Sie Ihre Weiterbildung finanzieren können, ohne ein großes Loch im Portemonnaie befürchten zu müssen.

Möglichkeiten für eine Weiterbildung

Egal ob es beruflich nötig oder schlicht die eigene Entscheidung war, das Fachwissen zu erweitern, Ihnen stehen zahlreiche Möglichkeiten für eine Weiterbildung zur Verfügung.

Volkshochschulen
In vielen Städten befinden sich noch immer Volkshochschulen, die unterschiedliche Kurse anbieten.

Innerbetriebliche Weiterbildung
In größeren Firmen finden auch immer mal wieder innerbetriebliche Lehrgänge oder Kurse statt. Erkundigen Sie sich hier einfach mal in Ihrer Personalabteilung.

Fernstudium
Immer beliebter bei den Deutschen ist das Fernstudium. Kein Wunder, hier können Sie sich schließlich weitestgehend die Zeit selbst einteilen. Außerdem entstehen keine Wege mit dem Auto oder Bahn, da Sie die Aufgaben zu Hause lösen und diese dann den Dozenten per Mail oder Post zukommen lassen.

Ich persönlich kann die Weiterbildung an der Hamburger Akademie für Fernstudien sehr empfehlen. Dort sitzt ein sehr kompetentes Team, welches Ihnen immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Die Regelstudiendauer ist ausreichend bemessen. Sollte es doch einmal knapp werden, können Sie sogar bis zu 6 Monate kostenlos verlängern.

Fördermöglichkeiten einer Weiterbildung

Immer mehr Unternehmen klagen über Fachkräftemangel. Deshalb ist es auch so wichtig, dass man sich weiterbildet und das eigene Wissen dem aktuellen Stand der Zeit entspricht. Bei der Förderung stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl:

Zuschüsse durch den Bund

Finanzierung durch Bildungsprämie

» TIPP

Erst die Bildungsprämie beantragen und dann für die Weiterbildung anmelden!

Die Bildungsprämie ist ein Zuschuss, der vom Bund gezahlt wird. Sie wird in zwei unterschiedliche Komponenten aufgeteilt: Prämiengutschein und Weiterbildungssparen. Beide Zuschüsse können zusammen eingesetzt werden. Um die Bildungsprämie in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie Angestellter oder Selbstständiger sein und dürfen ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 20.000 Euro (Ehepaar 40.000 Euro) nicht überschreiten.

➥ Prämiengutschein
Der Staat zahlt Ihnen bei dem Prämiengutschein bis zu 50 Prozent zu allen Weiterbildungen dazu, maximal aber 500 Euro. Den Rest der Kosten müssen Sie hierbei aus eigener Tasche finanzieren.

➥ Weiterbildungssparen
Der Zuschuss Weiterbildungssparen ist für diejenigen gedacht, die vermögenswirksame Leistungen ansparen. Aus diesen Verträgen können Sie sich Geld nehmen, ohne den Anspruch auf die Arbeitsnehmersparzulage zu verlieren.

Um die Prämie zu erhalten, müssen Sie eine Beratungsstelle aufsuchen und dort einen Termin vereinbaren. Die nächste Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Finanzierung durch Bildungsgutschein

Der Bildungsgutschein wird ebenfalls vom Staat als Zuschuss gewährt und soll Arbeitssuchende bei der Eingliederung unterstützen. Ausgestellt wird er je nach Notwendigkeit von der zuständigen Agentur für Arbeit.

Der Bildungsgutschein hilft besonders Arbeitssuchenden, sich weiter zu qualifizieren. Neben Arbeitssuchenden haben auch Arbeitnehmer, die kurz vor der Kündigung stehen oder deren Vertrag ausläuft, die Möglichkeit dementsprechend gefördert zu werden. Bei der Förderung stehen nicht nur die Lehrgangskosten im Fokus, sondern auch die mögliche Kinderbetreuung, Fahrt- und Übernachtungskosten und eventuell Verpflegungskosten.

Finanzierung durch WeGebAU

WeGebAU steht für Weiterbildung Geringqualifizierter und älterer Arbeitnehmer in Unternehmen. Hier übernimmt der Staat bis zu 100 Prozent der gesamten Kosten. Zusätzlich können bei Geringqualifizierten noch Zuschüsse zum Lohn gezahlt werden.

Gedacht ist diese Förderung für Arbeitnehmer, die keinen Berufsabschluss haben oder seit mindestens 4 Jahren nicht mehr in ihrem erlernten Beruf tätig sind. Dieser Finanzierung richtet sich aber auch an alle Mitarbeiter, bei denen im Betrieb nicht mehr als 250 Mitarbeiter arbeiten.

Finanzierung durch Meister-Bafög

Das Meister-Bafög ist dem Studenten-Bafög sehr ähnlich. Hier gewährt der Staat einen Zuschuss von maximal 10.226 Euro. 30,3 Prozent gibt der Staat dazu, der Rest muss zurückbezahlt werden. Der Staat erhofft sich durch die Förderung die Sicherung von qualifizierten Fach- und Führungskräften. Diese könnten in die Selbstständigkeit gehen und neue Arbeitsplätze schaffen. Beim Meister-Bafög werden 30,3 Prozent vom Staat gefördert. Voraussetzung für das Meister-Bafög ist eine abgeschlossene Erstausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz oder einem vergleichbarem Berufsabschluss.

» Weitere wichtige Informationen und Antworten auf viele Fragen finden Sie auf der Seite www.aufstiegs-bafoeg.de des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Finanzierung mit Aufstiegsstipendium

Von einem Aufstiegstipendium können M

enschen profitieren, die erstmals ein berufsbegleitendes Studium oder Vollzeit-Studium aufnehmen. Die Berufsausbildung muss dabei mit einer Abschlussnote von 1,9 abgeschlossen worden sein. Ebenfalls müssen 2 Jahre Berufserfahrung nachgewiesen werden. Das Alter spielt bei dem Zuschuss keine Rolle.

Im Vollzeitstudium erhalten Studierende 670 Euro im Monat. Bei einem berufsbegleitenden Studium sind es jährlich 2000 Euro.

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» Nähere Informationen finden Sie bei der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung.

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Finanzierung mit Weiterbildungsstipendium

Junge Leute unter 25 können oft noch keine jahrelange Berufserfahrung aufweisen. Aber auch diese können sich mit einem Stipendium, dem so genannten Weiterbildungsstipendium, eine Weiterbildung finanzieren lassen. Hier muss es sich aber um anspruchsvolle Weiterbildungen wie etwa einem Fachwirt, Betriebswirt, Intensiv-Sprachkurse im Ausland oder ähnlichem handeln. Die Studierenden müssen für die Förderung ein sehr gutes Abschlusszeugnis der Ausbildung nachweisen können.

Bis zu 2000 Euro im Jahr können für Lehrgang, Aufenthalt, Arbeitsmittel für den Studierenden bereitgestellt werden. Einziger Wermutstropfen: Mindestens 10 Prozent der Lehrgangskosten müssen selbst bezahlt werden.

» Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen ist auch hier die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung

Zuschüsse von Bundesländern

Wer bei den staatlichen Förderungen zu viel verdient, geht oft leer aus. Hier ist es ratsam, sich an das eigene Bundesland zu richten. Insgesamt 9 Bundesländer fördern ihre lernwilligen Bürger. Zu den 9 Bundesländern gehören:

Zuschüsse vom Finanzamt

Bei einer Steuererklärung können Sie jährlich verschiedene Ausgaben steuerlich geltend machen. Dazu gehören auch Weiterbildungskosten. Ob Fahrten, Arbeitsmittel, Hotel oder Kursgebühren, solange Sie die Ausgaben mit Belegen nachweisen können, können Sie sie steuerlich geltend machen.

Welche Posten zu den absetzbaren Ausgaben gehören finden Sie in der übersichtlichen Tabelle von Stiftung Warentest.

Zuschuss vom Arbeitgeber

Wer profitiert eigentlich am meisten von Ihrer besseren Qualifikation? Natürlich der Arbeitgeber. Viele größere Firmen unterstützen deshalb Ihre Mitarbeiter bei der Weiterbildung. Einige finanzieren die Weiterbildung, die anderen räumen dem Arbeitgeber die dafür nötige Zeit ein. Fragen Sie einfach mal Ihren Arbeitgeber nach. Am besten Sie vereinbaren im Vorfeld einen Termin. So hat Ihr Arbeitgeber auch genügend Zeit für Sie.

Viele Mitarbeiter sehen in dieser Finanzierung aber einen erheblichen Nachteil. Als Gegenleistung müssen sich die Mitarbeiter oft für eine gewisse Zeit an das Unternehmen binden. Sollte der Vertrag vorzeitig beendet werden, muss ein prozentualer Anteil zurückbezahlt werden.

Fazit

Eine Weiterbildung muss nicht ein finanzielles Loch für Sie bedeuten. Qualifiziertes Personal ist fast überall zur Seltenheit geworden. Das haben auch Bund und Länder mitbekommen und deshalb werden Lernwillige, die die Karriereleiter hinaufklettern wollen, gefördert.

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