Erkältung vorbeugen – Ingwer, Knoblauch und Zwiebeln helfen

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Wenn eine Grippe im Anmarsch ist, muss nicht gleich zur Chemiekeule gegriffen werden. Lesen Sie hier, wie Sie mit Ingwer, Knoblauch und Zwiebeln einer Erkältung vorbeugen.

So beugen Sie Erkältungen vor

So beugen Sie Erkältungen vor

Dass Antibiotika bei Erkältungen mehr schaden als nutzen, ist seit Jahren bekannt. Viele Ärzte setzen in leichten Fällen daher wieder auf die Heilkräfte der Natur. Mit welchen ganz normalen Gewürzpflanzen  Sie jede beginnende Erkältung vertreiben und wie Sie dauerhaft Ihr Immunsystem stärken können, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Natur statt Pillen

Vor zehn  Jahren verordnete mir mein Hausarzt Knoblauch und Ingwer statt Pillen, als ich mit Hals- und Kopfschmerzen in seinem Behandlungszimmer saß. Für die nächsten zwei Tage sollte ich das Bett hüten und dreimal täglich folgende Rezeptur in die Praxis umsetzen:

  • eine halbe Zwiebel
  • zwei große Zehen Knoblauch
  • ein Stück Ingwer (ca. 2 x 2 cm)

sehr klein schneiden, mit etwas Olivenöl vermengen und das Ganze alles auf einmal verkonsumieren. Dazu ein Stück Brot zur Neutralisierung der Schärfe.

Die extrem scharfe Mischung kostete zwar einiges an Überwindung, doch die Radikalkur half. Nach zwei Tagen waren die Beschwerden verschwunden. Seitdem behandle ich jede Erkältung im Anfangsstadium mit frischem Knoblauch und Ingwer.
Das Resultat: Seit zehn Jahren hatte ich keine ernsthafte Erkrankung mehr. Doch welche Inhaltsstoffe sind es eigentlich, die ihre heilende Wirkung entfalten und prophylaktisch angewendet das Immunsystem stärken?

Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer in der traditionellen Medizin

Zwiebeln sind nicht nur besonders gut um Erkältungen vorzubeugen sondern gelten hierzulande als das Allzweck-Heilmittel schlechthin. Zwiebeln wirken antibakteriell, reduzieren Entzündungen, sind wundheilend und verdauungsfördernd. Knoblauch und Ingwer sind wichtige Komponenten der traditionellen chinesischen Medizin und werden schon seit Jahrtausenden vor allem zur Vorbeugung gegen Erkältungen verabreicht. Über die Römer gelangte der Knoblauch nach Europa, wo er seit dem Mittelalter als entgiftende Heilpflanze angebaut und sogar gegen die Pest eingesetzt wurde.

Inhaltsstoffe von Zwiebeln
– Die schwefelhaltigen Abbauprodukte des Isoalliin sind es, die uns beim Schneiden von Zwiebeln die Tränen in die Augen treiben aber auch antiseptisch und gesundheitsfördernd wirken.
– Rohe Zwiebeln enthalten außerdem Vitamin C, eines der wichtigsten Vitamine zur Stärkung des Immunsystems und zur Abwehr von Viren und Bakterien.
Tipp: Es muss nicht immer Omas gekochter Zwiebelsud sein. Mobilisieren Sie Ihre Abwehrkräfte mit frischen Salaten und appetitlich dünnen Zwiebelringen.

Inhaltsstoffe von Knoblauch
– Ausgangsprodukt für alle bei der Verarbeitung von Knoblauch entstehenden Wirkstoffe ist Alliin, das in Allicin umgewandelt wird. Das zelltötende Allicin ist für die effektive Bekämpfung von Pilzen und Bakterien bekannt. In der medizinischen Forschung wird derzeit die Wirkung von Allicin zur Abtötung von Krebszellen untersucht.
– Diallyldisulfid entsteht insbesondere beim Erhitzen von Knoblauch. Der Inhaltsstoff wirkt zellentgiftend, beugt der Bildung von Blutgerinnseln vor und erweitert die Blutgefäße.
Tipp: Um den unangenehmen Geruch von Knoblauch zu neutralisieren, verwenden Sie bei der Zubereitung Basilikum, Petersilie oder gekochten Reis. Auch Kuhmilch vertreibt bekanntermaßen den typischen Knoblauchgeruch.

Inhaltsstoffe von Ingwer
– Die im Ingwer enthaltenen Gingerole wirken in Kombination mit den ätherischen Ölen antibakteriell, antioxidativ, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd. Darüber hinaus ist Ingwer ein probates Mittel gegen Übelkeit und gilt sogar als Aphrodisiakum. Ingwer regt die Magen- und Gallensaft-Produktion an und wird in der traditionellen asiatischen Medizin hauptsächlich zur Behandlung von Erkältungen, Muskelschmerzen und Rheuma verwendet.
– Ingwer enthält außerdem wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen, Calcium, Natrium und Kalium sowie viel Vitamin C.
Tipp: Roher Ingwer ist aufgrund der Schärfe und des ungewohnten Aromas nicht jedermanns Sache. Weniger intensiv ist der Geschmack, wenn Sie frischen Ingwer als Tee zu sich nehmen. Zwei Tassen Tee am Tag eignen sich hervorragend als Prophylaxe gegen Erkältungskrankheiten und Magen-Darmprobleme.
Die Zubereitung ist denkbar unkompliziert: Sie schälen den Ingwer, schneiden drei bis vier dünne Scheiben ab, geben diese in eine Tasse, gießen abgekochtes Wasser drauf, lassen den Tee fünf Minuten ziehen – fertig. Der Tee ist zwar würzig aber zeigt eine mildere Schärfe. Sie können natürlich mit etwas Honig nachsüßen.

Bei einer starken und langanhaltenden Erkältung oder Grippe mit hohem Fieber sollten Sie allerdings schleunigst zum Arzt gehen, denn dann helfen wirklich nur noch Medikamente.

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