Hartz-IV im Todesfall – Das müssen Sie wissen

Keine Kommentare »

Wer als Erbe eines Hartz-IV Empfängers nicht aufpasst, dem kann es passieren, dass er statt zu erben Leistungen zurückzahlen muss. Worauf Sie als Erbe achten müssen, lesen Sie hier.

Was steht den Erben zu?

Was steht den Erben zu?

Die deutsche Anwaltshotline berichtete von einem für Aufsehen erregenden Urteil der Berliner Sozialrichter. Ein Hartz-IV Bezieher erhielt in seinen letzten beiden Lebensjahren insgesamt 11.918,04 Euro staatliche Leistungen. Seine hinterbliebene Tochter erbte 22.000 Euro an Ersparnissen, die zu Lebzeiten des Erblassers als Schonvermögen angerechnet wurden.

Rückzahlung statt Erbe

Das Jobcenter forderte nach dem Ableben des Mannes von der Hinterbliebenen die gewährten Leistungen zurück – zu Recht, wie die deutsche Anwaltshotline bestätigt. Erben sind zur Rückzahlung aller Sozialleistungen der letzten zehn Jahre verpflichtet, sofern diese den Betrag von 1.700 Euro überstiegen haben.

Schonvermögen für die Rentenzeit

Das Schonvermögen soll ausschließlich dem Leistungsbezieher für die Zeit nach Rentenbeginn zur Verfügung stehen, nicht jedoch indirekt den Erben. Haben die Erben den verstorbenen Leistungsbezieher jedoch zu Lebzeiten zu Hause gepflegt, steigt dieser Freibetrag auf 15.500 Euro an.

Fazit
Sollten Sie Erbe eines Hartz-IV Beziehers werden, kalkulieren Sie rechtzeitig welchen Betrag Sie an den Staat zurück zahlen müssen, und beugen Sie gegebenenfalls, beispielsweise durch den Abschluss einer Risikolebensversicherung vor. Diese kostet von den Prämien nicht die Welt, aber bewahrt Sie davor, statt zu erben, zu bezahlen.

Foto1: © Gerhard Seybert - Fotolia.com

Kommentiere diese Tipps