Hauskauf: Schlechte Lage oder gute Lage – So erkennen Sie es!

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Die Lage beim Hauskauf bestimmt maßgeblich den Preis. Woran Sie erkennen, ob ihre Immobilie in einer guten oder schlechten Lage liegt, erklären wir hier.

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Die Lage ist bei fast jeder Immobilie ein signifikantes Wertkriterium. Zudem wird die Wohn- beziehungsweise die Lebensqualität in erheblichem Maße durch die Lage mitbestimmt. Es stellt sich also die Frage, wie man eine richtige Top-Lage erkennt und an welchen Stellen ruhig Abstriche gemacht werden dürfen?

So beeinflusst die Lage beim Hauskauf die Wertentwicklung

Wer den Bau oder den Kauf einer Immobilie in erster Linie als Investition betrachtet, kauft ein Objekt im Sinne der Wertentwicklung. Die Lage ist hier natürlich das entscheidende Kriterium. Wie erkennt man also, ob die Lage des Hauses besonders gut oder schlecht ist?

Auf den Immobilienportalen im Internet kann man sich einen Überblick über Wohnungen zur Miete, zum Verkauf stehender Wohnimmobilien und Baugrundstücke verschaffen. Ein Blick auf die beigefügte Karte und das Überfliegen der Objektbeschreibung genügen einem Immobilien-Profi bereits, um sich über die Qualität der Lage eine grobe Übersicht zu verschaffen.

Woran erkenne ich eine gute Lage beim Hauskauf?

Maßgeblich geht es dabei um die Infrastruktur. Hierbei ist es besonders wichtig, dass nachfolgende Kriterien vorhanden oder in der Nähe des Hauses sind:

  • Reichlich Begrünung,
  • gute Anbindung an das städtische Verkehrsnetz,
  • Kinderspielplätze,
  • Einkaufsmöglichkeiten,
  • Arztpraxen,
  • Schule und Kindergarten

Welche Kriterien deuten auf eine schlechte Lage hin?

Wertmindernde Faktoren, die auf eine schlechte Lage beim Hauskauf hindeuten, und schon auf den ersten Blick erkennbar sind, können sein:

  • Lärmbelästigung durch Autobahnen,
  • Bahngleise in unmittelbarer Nähe,
  • Einflugschneisen des Flughafens,

Auch störende Gerüche, die beispielsweise von Fabriken, Mastbetrieben oder Mülldeponien ausgehen, wirken sich negativ auf die Bewertung der Lage beim Hauskauf aus.

Was den einen freut, wirkt für den anderen als Belästigung. So können selbst nahe gelegene Schulen, Kindergärten und regelmäßig läutende Kirchenglocken für manche Leute bereits eine Lärmbelästigung darstellen.

» Hauskauf – Schlechte Lage auf den zweiten Blick

Manche Faktoren, die auf eine schlechte Lage hinweisen, sind erst auf den zweiten Blick erkennbar. So können zum Beispiel

  • Kulturelle Angebote,
  • der allgemeine Ruf der Nachbarschaft,
  • Ausblick und Himmelsrichtung von Terrasse, Balkon oder Garten

Auskunft über den Wert der Lage geben.

Im Übrigen kann sich der Wert eines Grundstücks auch recht schnell mindern, wenn zum Beispiel in der unmittelbaren Umgebung des Grundstücks ein großes, weniger schönes Gebäude errichtet wird oder eine Verkehrsanbindung plötzlich wegfällt.

Auch die Stadt ist wichtig für die Lage

Über den Wert einer Immobilie bestimmt in großem Maße auch die Stadt, in der sie liegt.

  • Welchen Ruf hat die Stadt?
  • Wie groß ist die Nachfrage nach Wohnraum?
  • Was wird den Anwohnern geboten?
  • Wie schön sind die Wohngegenden wirklich?

Metropolen wie München und Hamburg verzeichnen beispielsweise schon seit Jahren ein erhebliches Unterangebot an Wohnungen und eine dementsprechende Erhöhung der Miet- und Kaufpreise. Wer hier früh in Wohnimmobilien investiert hat, durfte sich anschließend über eine nicht unerhebliche Wertsteigerung freuen. Als krisenfeste Geldanlage taugen diese Immobilien auch in Zeiten der Währungskrise. Eine Blase, wie sie in Großbritannien zu beobachten war, schließen hiesige Branchenexperten eher aus. Dafür sei der Markt zu stabil.

Foto1: © auremar - Fotolia.com, Foto2: © Harald07 - Fotolia.com, Foto3: © RioPatuca Images - Fotolia.com, Foto4: © artalis - Fotolia.com

Ein Kommentar

  1. AJ ELT August 27, 2012 at 15:44 - Reply

    Zuerst sei gesagt, dass ich mich seit einigen Wochen mit diesem Thema beschäftige, da ich selber auch investieren möchte.
    Der Artikel hat mir bei meiner Betrachtung noch ein paar hilfreiche Tipps gegeben. Dafür schon einmal vielen Dank.
    Die Beurteilung der Lage sehe ich jedoch etwas schwieriger als hier beschrieben. Vor Allem in Ballungsräumen kommt es nicht unbedingt auf Schulen und Grünanlagen an, denn die gibt es an jeder Ecke. Meines Erachtens nach sollte man die Gesamtheit in Betracht ziehen. Angefangen von der sogenannten Makrolage bis hin zur Mikrolage. So können Immobilien im Osten durchaus interessanter sein, als in den alten Bundesländern weil der Makrostandort durchaus lukrativ sein kann, stichwort neue Märkte.(das hätte ich selber übrigens nie gedacht) Aber habe hier hilfreiche Infos dazu gefunden:
    http://www.wohneigentumratgeber.de/2012/08/finger-weg-von-ost-immobilien-oder.html

    der Mikrostandort ist nicht allgemein betrachtbar. So ist der Mikrostandort in Makrolage a anders zu beurteilen wie in makrolage b.
    Gutes Beispiel dazu: München-Lehel. Lehel zählt zu den teuersten Stadtteilen Münchens. Grünflächen und Schulen sind da jedoch nicht so viel vorhanden, wie in günstigeren Gegenden
    (Quelle: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.wohnen-in-muenchen-studie:-lehel-ist-das-teuerste-stadtviertel-deutschlands.8950ee9b-504b-4a8f-9c61-6f15e04dd75a.html)
    Das ist jedoch nur mein eigenes Ergebnis, meiner persönlichen Recherche im Internet. Sollte ich falsch liegen, bin ich für jeden weiteren Tipp sehr dankbar!

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