Holzmöbel auffrischen – 4 Tipps

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Wenn Sie alte Holzmöbel auffrischen, dann können Sie damit frischen Wind in Ihre Wohnung bringen. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Holzmöbel in echte Hingucker verwandeln können.

Sie können Holzmöbel auch bemalen

Sie können Holzmöbel auch bemalen

Holzmöbel verleihen einem Raum eine besonders gemütliche und warme Ausstrahlung, doch im Laufe der Zeit können sie unansehnlich werden. Zum Wegwerfen sind sie dann in der Regel noch zu gut, und bei einigen Stücken handelt es sich womöglich um wertvolle alte Stücke, oder zumindest um Möbelstücke, an denen das Herz hängt. Die meisten Möbelstücke aus Holz können Sie mit geringem finanziellem Aufwand wieder auffrischen oder mit ein wenig Zubehör aufpeppen oder moderner gestalten. Wenn Sie kreativ sind und handwerklich etwas begabt, dann können Sie auch ältere Holzmöbel günstig kaufen und daraus echte Schmuckstücke machen. Wir möchten Ihnen hier ein paar Anregungen geben, wie Sie aus alten Holzmöbeln wieder richtige Hingucker machen können.

Tipp 1 – Oberfläche ausbessern, schleifen und wieder versiegeln

» Schritt 1:
Um sich einen Eindruck davon verschaffen zu können, ob sich die Restaurierung alter Holzmöbel noch lohnt, sollten Sie sich das Holz als erstes einmal etwas genauer ansehen. Dieses sollte noch intakt sein und eine schöne Maserung haben, dann können Sie die Oberfläche gut wieder aufarbeiten.

» Schritt 2:
Im Baumarkt können Sie sich Sandpapier besorgen und die Oberfläche vorsichtig abschleifen. Noch leichter geht es bei glatten Oberflächen mit einem Schwingschleifer (Achtung: Staubmaske tragen!). Wenn die Lackschicht auf dem Holz etwas dicker ist, dann dauert das Abschleifen etwas länger, denn schließlich müssen Sie den Lack rückstandslos entfernen. Falls die Fläche nicht glatt und das Holz strukturiert oder geschnitzt ist, dann können Sie auch mit einer Rasierklinge arbeiten, wenn Sie an manchen Stellen nur schlecht herankommen. Auch wenn das Abschleifen sehr mühevoll sein kann, sollten Sie sich genügend Zeit nehmen und es sorgfältig machen. Sie werden durch ein ansprechendes Ergebnis belohnt.

» Schritt 3:
Im Handel gibt es so genannte Holzfüller in verschiedenen Nuancen, mit denen Sie Löcher, Dellen oder Risse gut ausbessern können, um eine gleichmäßige Oberfläche zu erhalten. Wenn Sie ein solches Füllmaterial verwenden, müssen Sie dieses trocknen lassen und die behandelten Stellen anschließend erneut abschleifen, bis die Oberfläche schön glatt ist.

» Schritt 4:
Sobald Sie die Oberfläche des Holzes bearbeitet haben, können Sie diese frisch versiegeln, damit Sie lange Freude an Ihrem Möbelstück haben und es gut geschützt ist. Zum Versiegeln gibt es verschiedene Materialien. Das natürlichste Ergebnis erzielen Sie mit einem flüssigen Wachs. Sie können sich jedoch auch im Baumarkt vom Fachpersonal beraten lassen, um für die jeweilige Holzart und das gewünschte Resultat das optimale Produkt zu finden. Das flüssige Wachs ist jedoch sehr gut geeignet, da es transparent ist und somit nicht die schöne Maserung des Holzes verdeckt. Es gibt im Handel aber auch farbiges Holzwachs. Hier müssen Sie jedoch aufpassen, dass der Farbton gut zum Holz passt.

Zum Auftragen des flüssigen Wachses sollten Sie am besten einen flachen, weichen Pinsel benutzen. Nach der ersten Schicht muss das Ganze etwa 60 Minuten trocknen, dann sollte ein zweiter Anstrich erfolgen. Sobald dieser auch getrocknet ist, sollten Sie die Oberfläche mit einem weichen Tuch abreiben, um sie zum Glänzen zu bringen.

» Schritt 5:
Wenn Sie sich für Holzwachs mit einer festen Konsistenz entscheiden, dann müssen Sie zum Auftragen ein weiches Baumwolltuch, das nicht fusselt, verwenden. Anschließend müssen Sie bei diesem Produkt auch wieder die Oberfläche polieren.

Tipp 2 – Oberfläche des Holzes lackieren

Falls das Möbelstück aus Holz nicht mehr so gut erhalten ist, müssen Sie es dennoch nicht entsorgen, denn Sie können die Oberfläche auch lackieren. Auch hier müssen Sie die Oberfläche (wie im vorherigen Tipp beschrieben) zuerst einmal gründlich abschleifen und anschließend Risse und Löcher ausmerzen. Zum Lackieren verwenden Sie dann am besten einen Acryllack aus dem Baumarkt, den Sie mit einer Walze auftragen, denn dann wird das Ergebnis gleichmäßiger.

Es gibt im Handel ganz unterschiedliche Lacke. Hier müssen Sie selbst entscheiden, welches Resultat Sie erzielen möchten. Am besten lassen Sie sich diesbezüglich vom Fachmann beraten. Wichtig ist auf jeden Fall ein umweltfreundliches und nicht gesundheitsschädliches Produkt.

Tipp 3 – Alte Holzmöbel durch Bekleben aufpeppen

» Schritt 1:
Es gibt auch noch andere Möglichkeiten, aus alten Holzmöbeln wieder Schmuckstücke zu machen. Sie müssen sie nicht unbedingt abschleifen und neu lackieren – Sie können alte Holzmöbel auch bekleben. Auch für diese Methode ist eine glatte Oberfläche notwendig, deshalb müssen Sie Beschädigungen ausbessern und die Oberfläche ganz leicht anschleifen.

» Schritt 2:
Um die Möbelstücke zu bekleben, können Sie auf verschiedene Utensilien zurückgreifen. Am besten eignet sich eine Tapete, denn hier stehen Ihnen viele verschiedene Designs und Farben zur Auswahl. Außerdem ist das Papier recht dick und robust. Eine Alternative wäre das Bekleben mit selbstklebender Folie. Sie können entweder einzelne Akzente mit der Tapete schaffen, oder das komplette Möbelstück verschönern. Die Tapetenstücke sollten Sie mit normalem Kleister auf das Holz aufbringen. Drücken Sie die Tapete anschließend fest an und lassen Sie alles gut trocknen.

» Schritt 3:
Nach dem Trocknen sollten Sie dann noch einen transparenten Lack auftragen, um so ein Lösen der Tapete zu verhindern.

Tipp 4 – Holzmöbel mit einzelnen Akzenten verschönern

Sie können ein altes Holzmöbelstück auch mit nur wenigen Akzenten aufhübschen. Dazu sollten Sie am besten Servietten oder so genanntes Décopatch-Papier verwenden. Eine große Auswahl an Décopatch-Papier finden Sie z.B. hier:

» Amazon.de
» Kreativ.de
» Creativdiscount.de

» Schritt 1:
Bevor Sie die Servietten-Stücke aufbringen, müssen Sie das Holz zuerst einmal mit einem hellen Lack grundieren. Denn Servietten sind in der Regel sehr dünn und je dunkler der Untergrund, desto dunkler wird nachher das aufgeklebte Motiv. Da das Décopatch-Papier dicker ist, können Sie hier auf eine vorherige Grundierung verzichten.

» Schritt 2:
Eine Serviette besteht immer aus mehreren Lagen, wobei nur die erste Lage mit dem Motiv bedruckt ist. Diese erste Lage müssen Sie nun vorsichtig vom Rest der Serviette trennen. Schneiden Sie anschließend aus der bedruckten Serviette das gewünschte Motiv mit einer kleinen Schere aus.

» Schritt 3:
Streichen Sie nun mit einem speziellen Serviettenkleber (hier erhältlich) und einem Pinsel die Stelle ein, die mit einem Serviettenmotiv verschönert werden soll. Leicht antrocknen lassen und anschließend das Serviettenmotiv auflegen und leicht andrücken.

» Schritt 4:
Ist das erledigt, dann müssen Sie das Serviettenmotiv nun nur noch einmal mit dem Serviettenlack überziehen, um es so vor Beschädigung zu schützen. Dabei immer mit dem Pinsel von innen nach außen streichen, um eventuell entstandene Falten zu entfernen.

Foto1: © Alistair Cotton - Fotolia.com, Foto2: © LE image - Fotolia.com, Foto3: © Samari - Fotolia.com, Foto4: © Alistair Cotton - Fotolia.com, Foto5: © A Buonanno - Fotolia.com

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