Hundekauf – Diese Anlaufstellen empfehle ich

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Beim Hundekauf gibt es neben einigen schwarzen Schafen auf dem Markt auch richtige Anlaufstellen, bei denen Sie sorglos einen Hund kaufen können. Worauf Sie trotzdem achten müssen, lesen Sie hier.

Im Tierheim finden Sie Hunde, die ein neues Zuhause suchen

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Grundsätzlich sollte man meinen, dass Verbandszüchter und Tierschutz immer die richtige Adresse sind. Grundsätzlich ist dies auch richtig, dennoch gibt es in beiden Gruppierungen schwarze Schafe, die es auszusortieren gilt. Privatanbieter haben keinen guten Ruf, vor allem nicht bei Verbandszüchtern. Klar, zunächst ein Mal verderben sie den Preismarkt für Rassehunde und, darüber müssen Sie sich auch keine falschen Vorstellungen machen, in den seltensten Fällen werden sorgfältige Zuchtauslese und Gesundheitschecks betrieben.

Hundeverbände in Deutschland

Als größter Interessenverband für Hundehalter und -züchter Deutschlands ist der VDH, der Verband für das Deutsche Hundewesen bekannt. Er selbst ist dem Dachverband des FCI, der Fédération Cynologique Internationale unterstellt. Der VDH selbst wiederum betreut alle Rasseclubs- und Vereine der vom FCI anerkannten Hunderassen, es gibt nämlich noch viele darüber hinaus.

Kleine Verbände vorhanden
Neben dem VDH gibt es jedoch auch noch kleinere Verbände, wie den Hundeverband Deutschland, den IHV e.V oder den Rassehundezucht Verband Deutschland, um nur drei zu nennen. Meist sind diese Verbände entweder auch dem FCI, oder dem UCI, den United Cannel Clubs International, als Dachverband unterstellt. Oft wurden sie auch von ehemaligen Mitgliedern des VDH gegründet. Die Gründe dafür sind vielfältig und sollen hier, bis auf einen, auch unerwähnt bleiben.

» Der erwähnenswerte Grund ist: manche Züchter sind mit den Standardvorgaben für einige Rassen unzufrieden. In Erkenntnis, dass die Tiere nach bestehenden Rassestandards eher krank als gesund gezüchtet werden, versuchen diese Züchter neue Wege zu gesunden Tieren zu beschreiten. Dies gelingt mehr oder minder erfolgreich, da das Zuchtmaterial natürlich meist aus Beständen des hiesigen bestehenden Rassestandards stammt. Hunde nach gesunden Vorstellungen für die Zucht zu finden, ist daher nicht einfach.

Der eine ist des andern sein Deibel
Allerdings sollten Sie wissen, dass zwischen den Verbänden nicht unbedingt Friede, Freude, Eierkuchen herrscht und somit jeder die Züchtungen des anderen mit eher skeptischen Blicken bedenkt. Geben Sie also nichts auf die Aussagen des einen über die Hunde des anderen, sondern machen Sie sich immer ein eigenes Bild von den jeweiligen Tieren und deren Züchter. Von einer Vorstellung sollten Sie sich jedoch verabschieden: nur weil ein Züchter einem Verband angeschlossen ist, hoch prämierte und dekorierte Ausstellungshunde besitzt und seine Nachzuchten zu horrenden Preisen verkauft, bedeutet es noch lange nicht, das es auch ein guter Züchter ist.

Rassezüchter ohne Verbandszugehörigkeit

Rassezüchter ohne Verbandszugehörigkeit kann man auch in zwei Grundgruppen teilen:

  • jene, die aus dem Verband ausgeschlossen wurden, weil sie Schindluder mit ihren Tieren und der Zucht trieben
  • jene, die den Verband wegen Unstimmigkeiten über das heutige Erscheinungsbild der Rasse verließen und einfach keine Lust mehr auf Vereinsmeierei haben

Der Unterschied
» Erstere Gruppierung wird von seiner verantwortungslosen Zuchtweise nicht absehen und weiterhin Hunde produzieren, die kaum den Vorstellungen eines körperlich wie auch geistig gesunden Hundes entsprechen. Von Haltung und Fürsorge ganz zu schweigen!

» Die zweite Gruppierung träumt tatsächlich vom idealen Erscheinungsbild und Wesen der jeweiligen Rasse und investiert nach wie vor viel Zeit, Liebe, Aufwand und auch Geld in die Zucht.

In beiden Fällen, sollten Sie Wert darauf legen, werden Sie natürlich keine Papiere für den Hund erhalten. Während Sie jedoch vom Züchter, der aus echter Liebe zur Rasse züchtet, einen gesunden, hervorragend geprägten und typvollen vierbeinigen Wegbegleiter erhalten, bringt Ersterer wahrscheinlich eher Hunde an den Käufer, die sich kaum von jenen der Massenzüchter und Hundehändler unterscheiden. Preislich liegen diese Hunde übrigens meist nur leicht unter jenen, die von Verbandszüchtern verkauft werden. Schnäppchen sind also nicht zu erwarten.

Zufallswürfe und solche, die so genannt werden

Und dann gibt es da noch die süße Beagle-Hündin und den drolligen Mopsrüden von nebenan, die sich beide ja sooo gut verstehen und eigentlich wüssten Herrchen und Frauchen ja gerne, was da wohl bei rauskäme … oops … schon passiert!

» Hier erhalten Sie meist Welpen, die zwar ohne Sachverstand, aber in der Regel mit viel Liebe aufgezogen werden. Nachdem die Besitzer der Hündin feststellten, wie arbeitsaufwendig die Aufzucht der Welpen ist und wie schwer geeignete zukünftige Besitzer zu finden sind, bleibt es meist auch bei einer einmaligen Verpaarung.

» Andere stellen fest, dass sie mit der richtigen Rasse oder Rassemischung ordentlich Geld machen können und prompt gibt es jährlich ein bis zwei Würfe Zufallswelpen – und zwar je Hündin. Diese Menschen unterscheiden sich eigentlich in nichts von Hundehändlern und Massenzüchtern, außer der Tatsache, dass sie Geld am Finanzamt vorbei machen.

Tierheime, Nothilfevereine und Tierschutz

Respekt jedem, der sich für den lebenden Abfall unserer Gesellschaft einsetzt und sich um diese, meist nicht mehr gewollten, Tiere kümmert. Doch auch denen soll Respekt gezollt werden, die sich für ein Tier aus dem Schutzprogramm entscheiden und zwar nicht, weil es vielleicht preiswerter ist, sondern um ihm endlich ein dauerhaftes Zuhause zu geben.

Auch bei Tierschutz-Organisationen schwarze Schafe unterwegs
Nun sollte man davon ausgehen können, dass sich alle dem Tierschutz widmenden Einrichtungen auch tatsächlich das Wohl der verlorenen Seelen im Auge haben. In der Regel ist dies tatsächlich so, doch leider gibt es auch hier schwarze Schafe. Sie hängen sich nur das Mäntelchen Tierschutz um, um so zu Spendengeldern zu kommen und die aufgenommenen Tiere möglichst lukrativ zu verkaufen. Fürsorge und Verantwortung ist bei diesen Einrichtungen ein Fremdwort.

Auch hier ist Information wichtig!
Viele Tierschutzeinrichtungen sind bekannt, teilweise aus den Medien oder weil sie eben dem örtlichen oder regionalen Tierschutz angegliedert sind. Bei kleinen, privaten oder halbprivaten Initiativen ist schon schwerer auszumachen, wer wirklich das Wohl der Tiere im Auge hat und wer die Tiere nur benutzt, sein eigenes Wohlbefinden zu steigern.

Recherche betreiben
Aufschluss bringt auch hier nur Recherche. Haben Sie beispielsweise im Internet einen Hund in einer unbekannten, kleinen Einrichtung gefunden, dann geben Sie doch einfach mal den Namen der Einrichtung oder der Betreiber in die Suchmaschinen ein. Schwarze Schafe wurden von echten Tierschützern oft schon ausgemacht und so werden Sie auch entsprechende Informationen über die Einrichtung und deren Betreiber finden.

Dann heißt es natürlich auch hier: Finger weg! Sollten keine Informationen zu finden sein, fragen Sie einfach direkt bei verschiedenen großen Tierschutzorganisationen nach, ob die Einrichtung bekannt ist. In der Regel kennt man sich nämlich untereinander.

» Eines sollten Sie sich auf Ihre Fahne beim Hundekauf schreiben und absolut niemals davon abweichen: Wir kaufen keinen Hund von Menschen, die nur um des Profits willen Hunde anbieten – egal woher sie kommen, egal wie stark das Mitleid auch sein mag!

Hilfe suchen
Treffen Sie auf Hundehändler, Massenzüchter und andere schwarze Schafe, dann wenden Sie sich an Tierschutzorganisationen, an den jeweiligen Rasseverband, an Amtstierärzte und wenn gar nichts mehr geht, ja dann auch an den Verbraucherschutz oder ans Finanzamt, um solchen Menschen das Handwerk zu legen.

Foto1: © Martin Hahn - Fotolia.com

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