Konrad Adenauer Stiftung – Tipps für ein Künstler Stipendium

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Bei der Konrad Adenauer Stiftung können Künstler ein Stipendium bekommen

Bei der Konrad Adenauer Stiftung können Künstler ein Stipendium bekommen

Freischaffende Künstler haben es oft besonders schwer, einen dauerhaften Lebensunterhalt zu sichern. Bei der Konrad-Adenauer-Stiftung gibt es speziell für diese Berufsgruppe ein Stipendienprogramm. Welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen und wie Sie sich bei der Konrad Adenauer Stiftung für ein Künstler Stipendium bewerben, erfahren Sie hier.

Über die Konrad-Adenauer-Stiftung

Neben dem EHF-Stipendium vergibt die Konrad-Adenauer-Stiftung noch eine Vielzahl weiterer Stipendien, so für Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen oder Doktoranden. Die Stiftung wurde 1955 gegründet und trägt seit 1964 ihren heutigen Namen. Programme und Veranstaltungen werden nicht nur in Deutschland durchgeführt, sondern auch in vielen weiteren Ländern. Die Einrichtung ist eine der großen parteinahen Stiftungen, wie es sie zu allen größeren politischen Parteien in Deutschland gibt und steht der Christlich Demokratischen Union (CDU) nahe.

Fördertipp für Künstlerinnen und Künstler

Mit dem Stipendium werden Künstler unterstützt, die in der Regel bereits eine fertige Ausbildung vorweisen können, d.h. normalerweise Meisterschüler. Gefördert wird in den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Tanz und Komposition. Dabei ist die Bedürftigkeit ein ausdrückliches Auswahlkriterium. Die Förderung richtet sich also nicht an bereits etablierte Künstler (wie etwa bei einem dotierten Preis), sondern bevorzugt auch an noch junge oder weniger bekannte Bewerber, die sich Ihre Existenz erst aufbauen. Über die Stiftung besteht dabei auch die Möglichkeit der Hilfestellung beim Kontakte-knüpfen zu Galeristen und anderen Entscheidungsträgern im Kulturbereich. Auf diese Weise kann ein Stipendium zugleich die Eintrittskarte in die größere Welt des allgemeinen Kunst- und Kulturbetriebes darstellen. Bei der Konrad Adenauer Stiftung werden Arbeitsstipendien in Höhe von 12.000 Euro vergeben, verteilt auf zwölf Monate mit jeweils 1.000 Euro Auszahlung. Die Förderung wird jeweils vom April eines Jahres bis März gewährt.

So läuft eine Bewerbung für das Künstler-Stipendium ab

Eine Bewerbung mit Arbeitsproben richtet sich direkt an den Leiter der Abteilung Kultur der Konrad-Adenauer-Stiftung. Beizufügen ist auch eine Art Kurzprofil oder Selbstbeschreibung des persönlichen Kunstansatzes. Schlussendlich wählt eine festgelegte Beiratskommission aus den eingegangenen Bewerbungen jedes Jahr die neuen Stipendiaten aus. Ein abgeschlossenes Akademie-Studium oder Hochschul-Studium ist Voraussetzung. Die Entscheidung wird jeweils rund um den Jahreswechsel bekannt gemacht. Bewerbungsfrist ist jedes Jahr der 30. April.

Zum Hintergrund der Künstler-Förderung

Die Stipendien werden im Rahmen des Trustee-Programms EHF 2010 (Else-Heiliger-Fonds) vergeben. Die Gründung des Fonds geht auf eine Nachlass-Stiftung durch Else Heiliger im Jahr 1993 zurück. Bis zum Jahr 2009 wurden die Stipendien aus diesen Mitteln finanziert. Ab 2010 tritt das EHF Trustee-Programm in dessen Nachfolge, an dem sich unterschiedliche Förderer aus der Gesellschaft beteiligen. Sitz der Konrad-Adenauer-Stiftung, unter deren Dach das EHF-Stipendium firmiert, ist Bonn sowie Berlin. Von dort aus werden auch die weiteren Aktivitäten wie jährliche Zusammenkünfte, Begleitveranstaltungen oder Ausstellungen koordiniert.

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
Abteilung Kultur
Tiergartenstr. 35
10785 Berlin

Fazit

Ein Künstler-Stipendium im Rahmen der Trustee-Förderung des EHF ist eine nennenswerte finanzielle Unterstützung, die allerdings auf die Dauer eines Jahres begrenzt ist. Mehr noch als der finanzielle Aspekt zählt vielleicht die Aufnahme in einen renommierten Förderkreis, der sich auch auf lange Frist zu einem Gewinn für die künstlerische Existenz erweisen kann. Für die Bewerbung gilt es einen gewissen zeitlichen Vorlauf einzuplanen, weil die Stipendien-Bewilligung jeweils für das Folgejahr erteilt wird.

Foto1: © Alexey Klementiev - Fotolia.com

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