Robert-Bosch-Stiftung – das journalistische Reisestipendium

Gerade in der beruflichen Startphase ist es nicht immer leicht, Zugang zu wichtigen Veranstaltungen und Hintergrundinformationen zu erhalten. Das gilt besonders für Nachwuchsjournalisten, die sich erst einen Zugang zu wichtigen Quellen erarbeiten müssen. Die Robert-Bosch-Stiftung hilft an dieser Stelle mit einem hochkarätigen Angebot: Ein Reisestipendium ermöglicht Journalisten die Teilnahme an internationalen Kongressen. Erfahren Sie hier mehr dazu.

Reisestipendium Robert-Bosch-Stiftung
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Über die Robert-Bosch-Stiftung

Die Robert-Bosch-Stiftung vergibt jährlich eine Gesamtförderung in Höhe von mehreren Millionen Euro. Fünf Förderbereiche sind dabei im Blick:

  • Bildung und Gesellschaft
  • Gesundheit und Wissenschaft
  • Völkerverständigung Westeuropa, Amerika, Türkei, Japan, Indien
  • Völkerverständigung Mitteleuropa, Südosteuropa, GUS, China
  • Gesellschaft und Kultur

Das journalistische Reisestipendium

Das Förderangebot richtet sich an Nachwuchsjournalisten aus Regionalzeitungen, Tagespresse, sowie aus Hörfunk oder Fernsehen. Auch Volontäre und freie Mitarbeiter in Festanstellung können sich bewerben. Wenn Sie also erste Redaktionsluft geschnuppert haben und sich insbesondere für wissenschaftliche Themen interessieren, könnte dieses Stipendium etwas für Sie sein. Eine Bewerbung sollte ein Anschreiben mit Begründung der eigenen Motivation enthalten, sowie fünf Arbeitsproben, die bereits veröffentlicht sind. Außerdem ist eine Empfehlung der Chefredaktion oder aus dem Fachressort beizufügen. Alle Einzelheiten sind auch der Website zu entnehmen. Die Ausschreibungen des Stipendiums werden jedes Jahr im September bekannt gegeben. Für das Einreichen der Bewerbung ist dann in der Regel etwa ein Monat Zeit.

Hintergründe des Reisestipendiums

Neben der Förderung im Wert von bis zu 3.500,- Euro ist dabei vor allem die Möglichkeit interessant, zu renommierten Fachtagungen zu fahren, die einem sonst vermutlich verschlossen bleiben würden. Weil Sie auf Fachkongressen aber nicht nur viel Wissenswertes erfahren können, sondern auch die unterschiedlichsten Kontakte knüpfen können, ist eine solche Einladung unter Umständen wie ein kleines Karriere-Sprungbrett. Wer die richtigen Leute kennt, weiß, mit wem man interessante Interviews führen kann, wo es die spannendsten Zukunftsthemen gibt und auf welchen Kanälen die Insiderinfos zu finden sind. Besonders bei Themen mit wissenschaftlichem Hintergrund ist eine gewisse Fachkenntnis oft unverzichtbar, um wichtige Zusammenhänge zu erkennen. Das Reisestipendium der Robert-Bosch-Stiftung übernimmt für Stipendiaten die Fahrt- und Übernachtungskosten für große internationale Fachtreffen, auf denen man diese Fachkenntnisse und die dahinter stehenden Strukturen kennenlernen kann.

Mögliche Tagungen

American Association for the Advancement of Sciences (AAAS)

So ermöglicht ein Stipendium zum Beispiel die Teilnahme an der großen Jahrestagung der American Association for the Advancement of Sciences (AAAS). Das ist ein Treffen von rund 7000 Teilnehmern aus Wissenschaft, Politik, von Journalisten, Lehrern u.v.a. Die AAAS gibt unter anderem die bekannte Fachzeitschrift „Science“ heraus. Als weltweit größter Fachverbund stellt sie eines der wichtigsten internationalen wissenschaftlichen Foren dar. Schon alleine an dem Treffen teilnehmen zu können, ist daher ein besonderes Privileg. Über die Stiftung wird Nachwuchsjournalisten die kostenneutrale Teilnahme ermöglicht. Denn schon das Flugticket für den Langstreckenflug beispielsweise zu den Tagungsorten wie Chicago,Vancouver, Boston oder San Jose dürfte das Budget eines Berufsneulings gewaltig strapazieren. Zum Stipendium zählt außer den Reisekosten dann auch die Übernahme von weiteren Auslagen vor Ort.

Euroscience Open Forum (ESOF)

Eine weitere Fachtagung, die über das Stipendium finanziert wird, ist das Euroscience Open Forum (ESOF). Hierbei handelt es sich um ein Treffen von Wissenschaftlern aus rund 40 europäischen Ländern. Seit 2004 wird diese Tagung durchgeführt, wobei die Robert-Bosch-Stiftung bei Konzeption und Einführung maßgeblich mitgewirkt hat. Ziele des ESOF sind unter anderem der interdisziplinäre Fachaustausch und die Debatte neuester Forschungstrends. Es werden zudem explizite Karriereprogramme für den Nachwuchs angeboten. Auch hier ist eine Übernahme von Reise- und Hotelkosten über ein Stipendium gedeckt.

Fazit

Mit einem Reisestipendium der Robert-Bosch-Stiftung können Sie nicht nur Ihren Horizont enorm erweitern, sondern zugleich wichtige Kontakte für Ihre weitere Karriere knüpfen. Durch eine Teilnahme an internationalen Tagungen gewinnen Sie viele Einsichten sowie „Know-How“, das Sie in Ihrer gesamten weiteren Laufbahn gut verwenden können.

Kontaktdaten
Robert Bosch Stiftung GmbH
Heidehofstraße 31
70184 Stuttgart
Telefon: +49 711 / 46084-0
Telefax: +49 711 / 46084-1094

Über Steffi 186 Artikel
Steffi gehört zum Team von Tipps.net. Als berufstätige Mutter ist sie vor allem Expertin für Kindererziehung und Familienmanagement. Aber auch aus Ihrem Garten bringt sie viele gute Tipps mit.

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