Kreditraten nicht mehr bezahlbar – Was tun?

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Wenn Kreditraten nicht mehr bezahlbar sind, kann der Traum vom Eigenheim schnell zum Alptraum werden. Was Sie selbst tun können, erfahren Sie hier.

Kreditraten nicht mehr bezahlbar - Was tun?

Kreditraten nicht mehr bezahlbar – Was tun?

Nicht für alle Eigenheimbesitzer wird der Traum von den eigenen vier Wänden letztendlich die erwünschte Realität, im Alter eine abbezahlte Immobilie zu besitzen. Krankheit, Scheidung oder der Verlust des Arbeitsplatzes können dazu führen, dass es immer schwieriger wird, die monatlichen Kreditraten zu bezahlen. Dies ist kein Ereignis das plötzlich auftritt, sondern ein Szenario, welches langsam beginnt. Wer in dieser Situation die Augen verschließt und hofft, es wird sich von alleine alles zum Guten wenden, handelt grob fahrlässig. Sinnvoller ist es, gezielt das Gespräch mit dem finanzierenden Institut zu suchen. Banken sind Kreditinstitute, keine Immobilienverwertungsinstitute. Es ist daher auch im Interesse der Bank, eine Zwangsvollstreckung abzuwenden.

Was tun, wenn die Kreditraten nicht mehr zahlbar sind?

  • Reden Sie schnellstmöglich mit der Bank
    Bereiten Sie das Gespräch mit der Bank gründlich vor und protokollieren Sie im Vorfeld, welche Maßnahmen Sie von Ihrer Seite aus planen, um die monatlichen Kreditraten wieder zahlen zu können.
  • Vereinbaren Sie eine Tilgungsaussetzung
    Banken lassen sich durchaus auf eine Tilgungsaussetzung ein. Die Dauer ist von Institut zu Institut verschieden, Sie können aber mit einer Dauer von drei bis sechs Monaten rechnen, in denen Kreditraten nicht zu zahlen sind.
  • Klären Sie, ob eine Minderung der Kreditrate möglich ist
    Erörtern Sie in dem Gespräch, ob eine Reduzierung der Tilgung möglich ist. Es ist nicht unüblich, dass der Kreditvertrag eine Klausel beinhaltet, die eine Änderung der Tilgung vorsieht.
  • Prüfen Sie die Möglichkeit einer Umschuldung
    Möglicherweise ist eine Umschuldung sinnvoll. Wurde das Darlehen zu einem Zeitpunkt mit relativ hohen Zinsen abgeschlossen, kann bei einem aktuell niedrigeren Zinssatz die monatliche Rate trotz der Kosten einer Umschuldung sinken.
  • Beantragen Sie ein Tilgungszuschussdarlehen
    Bei einer Finanzierung über eine Bausparkasse besteht die Option, ein Tilgungszuschussdarlehen zu beantragen. Bei einem dann höheren Zinssatz sinkt dennoch die Rate. Tilgungszuschussdarlehen sind dann eine Alternative, wenn die Kreditrate selbst nicht reduziert werden kann.
  • Im Einzelfall gibt es Hilfe vom Staat
    Auf Hilfe durch den Staat müssen Hausbesitzer allerdings nicht hoffen. Lediglich bei Arbeitslosigkeit bietet die öffentliche Hand Unterstützung. Bei Verlust des Arbeitsplatzes übernimmt das Arbeitsamt zwar die Zinsen, die Kreditrate des Darlehens muss aber weiter aus eigenen Mitteln erbracht werden.
  • Wenn vorhanden. nutzen Sie die Restschuldversicherung
    Werfen Sie einen Blick in den Versicherungsordner. Möglicherweise haben Sie bei Abschluss des Darlehens auch eine Restschuldversicherung mit abgeschlossen. Diese leistet in erster Linie bei Tod und Berufsunfähigkeit Hilfe, eventuell wurde aber auch die Kostenübernahme bei Arbeitslosigkeit mit abgesichert.

Wie Eingangs erwähnt – Kreditinstitute sind nicht an Zwangsvollstreckungen interessiert, da sie in der Regel auch kein gutes Geschäft dabei machen. Wenn Sie rechtzeitig offenlegen, dass Sie ihre Kreditrate nicht mehr bezahlen können und das Gespräch suchen, ist es sicher, dass sich eine Lösung findet.

Foto1: © Gina Sanders - Fotolia.com

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