Mit Carsharing das Auto teilen – Vorteile und Nachteile auf einen Blick

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Die Zahlen sprechen für sich: Laut einer ADAC-Studie kostet ein Mittelklassenwagen ca. 500 Euro pro Monat und wird durchschnittlich nur eine Stunde am Tag genutzt – die restlichen 23 Stunden steht er auf einem Parkplatz. Es geht aber auch anders – Carsharing bietet eine Alternative an.


Carsharing (bzw. „geteiltes Auto“) stellt eine gute Antwort für die Herausforderungen von heute dar: Überfüllte Metropolen, wo lange nach einem (meistens teuren) Parkplatz gesucht werden muss, hohe Benzinpreise und noch Versicherungen dazu. Und das Ganze dafür, dass das Auto kaum genutzt wird.

Beim Carsharing können mehrere Personen gemeinsam einen Wagen nutzen: Es wird geschätzt, dass ein Carsharing-Auto bis acht Privat-Pkws ersetzen kann.

Das Auto verliert langsam als Statussymbol an Bedeutung. Und Flexibilität gewinnt: Eine Kombination aus öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad und Carsharing wird immer attraktiver.

Wie funktioniert Carsharing und welche Vorteile bringt es Ihnen?

Wenn Sie Carsharing in Anspruch nehmen wollen, schließen Sie einen Vertrag mit einem Carsharing-Anbieter ab. In der Regel hinterlegen Sie eine Kaution (diese bekommen Sie bei Kündigung des Vertrages wieder zurück), zahlen eine Anmeldegebühr und einen festen Betrag pro Monat. Und dann zahlen Sie für den Wagen nur noch, wenn Sie ihn wirklich fahren. Dafür erhalten Sie einmal im Monat eine Rechnung, der Sie die Kosten jeder einzelnen Fahrt entnehmen können.

Für die Autonutzung berechnet der Carsharing-Anbieter einen Zeit- und einen Kilometertarif. Darin sind alle Kosten, wie der Wertverlust des Fahrzeugs, Reinigung und Pflege, Wartung und Reparaturen, Versicherungen, Sprit und Parkplätze enthalten. So sparen Sie richtig Geld.

Wie kann ich ein Carsharing-Auto buchen?

Sie wählen aus einem Fahrzeugangebot, das der Carsharing-Anbieter zur Verfügung stellt, einen Wagen, der Ihrem jeweiligen Fahrtbedürfnis am besten entspricht. Die Carsharing-Autos stehen meistens wohnungsnah zur Verfügung. Um ein Auto zu buchen, genügt ein Anruf bei der rund um die Uhr erreichbaren Buchungszentrale. Eine Buchung übers Internet ist ebenfalls möglich. Die Buchung selbst muss nicht Wochen vorher erfolgen, spontan funktioniert es auch.

So bekommen Sie den Autoschlüssel

Den Schlüssel von Ihrem Carsharing-Wagen nehmen Sie aus dem Tresor am Stellplatz oder Sie öffnen die Wagentür mithilfe der elektronischen Karte.

Sie können jetzt losfahren und nach der Rückkehr stellen Sie den Wagen am reservierten Stellplatz wieder ab.

Und wenn es mal weiter weg geht? – Kein Problem?

Die Reise zu einem anderen Ort stellt auch kein Problem dar, denn laut BCS befinden sich die Carsharing-Stationen in über 270 deutschen Städten und Gemeinden und es stehen den Kunden ca. 4.600 Fahrzeuge zur Verfügung (Stand: September 2009).

Welche Nachteile hat Carsharing?

Diejenigen, für die ein Auto doch ein Statussymbol darstellt, sollten sich besser ein eigenes Auto kaufen, statt Carsharing zu nutzen.

Auch die Berufspendler werden besser mit dem eigenen Fahrzeug oder mit einer Fahrgemeinschaft bedient, als mit dem Carsharing-Angebot.

Carsharing ist auch keine Lösung für diejenigen, die großen Wert auf individuelle Unabhängigkeit legen, die nicht eine Leihstation in der Nähe haben und diejenigen, die auf eine bestimmte Wagenmarke oder -größe Wert legen, sollten sich ebenfalls die Option in Form eines eigenen Wagens überlegen, da Carsharing gewisse Flexibilität und Anpassung voraussetzt.

Perspektiven von Carsharing

Gerade Deutschland ist mit 2.400 Stationen der größte Carsharing-Markt Europas. Aber nicht nur in Deutschland wird Carsharing immer attraktiver – auch in den Schwellenländern, wie z. B. China, wo der schnell wachsende Verkehr in Metropolen zum Problem wird, wo Parkplätze knapp und teuer sind, wird nach passenden Lösungen gesucht.

Die Carsharing-Branche boomt. Bereits heute nutzen dieses Modell ca. 200.000 Personen. Es wird erwartet (Prognose von VCD), dass sich diese Zahl innerhalb der kommenden zehn Jahre verzehnfacht, vor allem betrifft das die Großstädte.

Auch ein guter Grund, um sich zu überlegen, ob dieses Modell auch für Sie in Frage käme.


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