Niedrige Hypothekenzinsen langfristig sichern – So geht’s!

Keine Kommentare »
Niedrige Hypozhekenzinsen langdristig sichern

Niedrige Hypozhekenzinsen langdristig sichern

Selten waren die Zinsen für Baufinanzierungen so günstig wie heute. Viele Immobilienbesitzer, deren Zinsbindung im Zeitraum zwischen zwölf Monaten und fünf Jahren ausläuft, hoffen und bangen, dass das Zinsniveau bis  zum Zeitpunkt der Darlehensprolongation nicht wieder ansteigt. Wie sensibel die Kapitalmärkte sind, haben sie in der Vergangenheit oft genug bewiesen. Hypothekenzinsen für das Haus in Bayern oder die Eigentumswohnung in Hamburg werden nicht in München oder der Hansestadt gemacht – Einflussfaktoren auf das Zinsniveau für die eigene Baufinanzierung sind EU-Mitgliedsstaaten mit Zahlungsschwierigkeiten oder Immobilienkrisen in Übersee.

Bessere Bonität, weniger Zinsen

Zinsen sind der Preis, den ein Schuldner unter anderem für seine Bonität bezahlt. Ist die Bonität schlecht, muss er einen höheren Preis für die Geldleihe bezahlen – da geht es einem Staat oder einem Unternehmen nicht anders als einer Privatperson. Der Unterschied ist nur, dass das Zinsniveau von Staatsanleihen unter anderem Auswirkungen auf die Hypothekenzinsen bei der Vergabe von Baufinanzierungen an Privathaushalte hat – leider nicht umgekehrt.

Für Immobilienbesitzer, die ihre Baufinanzierung auch langfristig sicher auf dem niedrigen Zinsniveau wissen möchten, besteht also Handlungsbedarf.

Welche Lösungen bieten sich an?

Tipp 1
Bausparkassen bieten historisch begründet Baufinanzierungen schon immer günstiger an, als Sparkassen, Hypotheken- oder Geschäftsbanken. Der Haken daran ist, dass die Tilgungsphase sehr viel kürzer ist, als bei einem annuitätischen Hypothekendarlehen (ein Darlehen mit gleich bleibender Rate, bei dem der Zins nur auf die Restschuld gezahlt wird. Die Tilgung steigt dadurch automatisch an, die tatsächliche Zinszahlung sinkt. Die monatliche Rate bleibt jedoch gleich).

Wer jetzt einen Bausparvertrag abschließt, dessen Ansparphase identisch ist mit der Restlaufzeit des aktuellen Darlehens, wird bei Beginn des Bauspardarlehens den heute gültigen Zins für seine Baufinanzierung erhalten.  Ein Bausparkassenvergleich zeigt, dass eine solche Konstellation langfristig lohnend sein kann.

Tipp 2
Im Jahr 1996 entwickelte der Baufinanzierungsspezialist Dr. Klein & Co AG das Forward-Darlehen. Das Forward-Darlehen bietet dem Immobilienbesitzer die Möglichkeit, sich einen aktuellen Zinssatz bis zu 60 Monate im Voraus zu reservieren. Im Grunde ist das Forward-Darlehen eine Wette. Der Immobilienbesitzer wettet darauf, dass die Zinsen zum Zeitpunkt seiner Darlehensprolongation über dem aktuellen Niveau sind. Dafür zahlt er für das spätere Darlehen einen leichten Zinsaufschlag. Die Bank wettet dagegen, dass die Zinsen gleich bleiben und dafür vom Darlehensnehmer später einen über dem Markt liegenden Zins erhält.

Wer sich die aktuellen Baufinanzierungskonditionen anschaut, stellt sich zurecht die Frage, wie  die Zinsen noch weiter sinken können. Bausparkassen finanzieren schon im Bereich der  zwei Prozentpunkte. Das Besondere an einem Forward-Darlehen ist, im Gegensatz zu einer Baufinanzierung bei Neubauten, dass keine Bereitstellungszinsen anfallen. Eine Zinszahlung wird erstmalig nach Auszahlung des Darlehens, im Extremfall in 60 Monaten, fällig.

Das Manager-Magazin bietet in seiner online-Ausgabe vom 12. April nicht nur einen Rechner für Forward-Darlehen, sondern auch eine Übersicht der aktuellen Konditionen.

Wie der unabhängige Baufinanzierungsvermittler Interhyp auf seiner Homepage schreibt, ist mit einem Anstieg der Zinsen für Baugeld in diesem Jahr zu rechnen. Wer hier gegensteuern möchte, sollte handeln. Übrigens kann es auch nicht schaden Interhyp direkt mit einem Vergleich von Baufinanzierungen zu beauftragen.

Zusammenfassung der Linktipps:

Foto1: © V. Yakobchuk - Fotolia.com

Kommentiere diese Tipps