Radon – Tödliche Gefahr aus dem Boden

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Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Edelgas, das unbemerkt in Gebäude eindringen kann. Lesen Sie hier, wie Sie sich vor Radon schützen können.

Durch Risse im Mauerwerk kann Radon ins Haus gelangen

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Radon entsteht durch den Zerfall von Thorium und Uran. Diese beiden Stoffe kommen in allen Gesteinen und Böden vor. Da sich das Gas von seinem Bildungsort entfernen kann, wandert es an die Oberfläche. Von hier aus kann es dann beispielsweise durch Risse und Spalten im Fundament ganz einfach in Gebäude eindringen und sich anreichern. Das Tückische daran ist, dass die Bewohner des Gebäudes meist gar nicht mitbekommen, dass Sie sich in Gefahr befinden. Radon ist nämlich geruchlos, geschmacklos und farblos.

Jeden Tag sterben fünf Menschen

Fast jeden Tag sterben fünf Menschen an den Folgen einer Radonbelastung. Das radioaktive Gas verursacht nämlich Lungenkrebs. Betroffen sind meist vor allem Raucher, den deren eh schon hohes Lungenkrebsrisiko steigt durch die Radonbelastung stark an. Je mehr Radon in der Raumluft ist und je länger man sich in einem Raum aufhält, desto größer ist das Krebsrisiko. Es ist deshalb umso wichtiger, dass Sie sich vor einer hohen Radonbelastung schützen.

So können Sie sich vor Radon schützen:

  • Lüften Sie Ihren Keller regelmäßig und intensiv. Von hier aus kann sich das radioaktive Gas nämlich ganz einfach über Treppenaufgänge, Versorgungsschächte, Kaminschächte oder Kabelschächte im ganzen Haus ausbreiten.
  • Ihre Kellertür sollte dicht schließen.
  • Es ist grundsätzlich ratsam, dass Sie die Kellerräume nicht als Wohnräume nutzen.
  • Risse, Durchlässe und Fugen in erdberührten Bereichen sollten Sie unbedingt abdichten.
  • Sind die Kellerwände und Fundamente undicht, d.h. bestehen Risse im Fundament oder Leckagen im Mauerwerk, dann ist eine Sanierung nötig.

Tipp:
Die KfW-Bank unterstützt mit ihrem Programm Wohnraum Modernisieren Baumaßnahmen zur Radonsanierung mit recht zinsgünstigen Krediten.

Welche Faktoren beeinflussen eine Radonbelastung?

Sie sollten wissen, dass die Faktoren, die eine Radonkonzentration im Haus beeinflussen, je nach Standort stark variieren können. Während Ihr Keller beispielsweise eine hohe Radonkonzentration aufweist, kann der Wert der Radonbelastung im Nachbarhaus im Normalbereich liegen. Faktoren, die eine Radonbelastung stark beeinflussen, sind neben den Konstruktionsmerkmalen des Hauses auch der Zustand der Bausubstanz, die Dichtigkeit und Art des Fundaments und die geologischen Gegebenheiten. Natürlich gibt es in ganz Deutschland auch Risikogebiete, aber wie hoch die tatsächliche Radonkonzentration in Ihrem Haus ist, lässt sich nur durch eine Messung bestimmen.

Radonkonzentration selber messen

Möchten Sie selber einmal überprüfen, wie hoch die Radonkonzentration in Ihrem Haus ist, dann sollten Sie sich so genannte Exposimeter bestellen. Solche Exposimeter gibt es sowohl für Langzeitmessungen (3 Monate bis 1 Jahr) als auch für Kurzzeitmessungen (7 bis 10 Tage). In den Räumen, in denen die Radonkonzentration ermittelt werden soll, müssen Sie jeweils einen Exposimeter aufstellen. Anschließend werden die Werte der Radonkonzentration im Labor ausgewertet. Solche Exposimeter können Sie übrigens hier kaufen.

Foto1: © claudia mayerle - Fotolia.com, Foto2: Exposimeter

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