Schüchterne Kinder – 5 Tipps für mehr Selbstbewusstsein

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Schüchterne Kinder brauchen viel Liebe und Verständnis

Schüchterne Kinder brauchen viel Liebe und Verständnis

Viele von uns haben das Bild im Kopf, dass Kinder von Natur aus offen, fröhlich und kontaktfreudig sein müssen. Wenn der eigene Nachwuchs diesem Bild nur bedingt entspricht, indem er zwar vertrauten Personen gegenüber auftaut, sich sonst aber eher schüchtern gibt, sind viele Eltern besorgt. Wie Sie schüchterne Kinder unterstützen können, lesen Sie hier.

Schüchternheit ist grundsätzlich erstmal kein Makel. Allerdings gilt es zwei Arten von Schüchternheit zu unterscheiden.

  • Erlernte Schüchternheit
    Es gibt Kinder, die eingeschüchtert wurden oder scheues Verhalten erlernt haben. Meist aus diesem Grund trauen sich die Kinder nicht mit anderen Kontakt aufzunehmen.
  • Angeborene Schüchternheit
    Bei vielen Kindern ist es aber einfach eine Sache des Temperaments. Es ist angeboren. Überlegen Sie doch mal, ob Sie oder Ihr Partner damals vielleicht nicht genauso waren. Von Natur aus schüchterne Kinder werden nie ein Draufgänger werden, aber mit ein paar einfachen Tricks können Sie Ihrem Kind aber ein bisschen unter die Arme greifen.

Tipp 1 – Keinen Druck aufbauen!
Mit Aussagen wie „Sei doch nicht so schüchtern!“ oder „Los, geh doch mal zu den anderen Kindern!“ ist Ihrem schüchternen Kind nicht geholfen. Da sich Ihr Kind unter Druck gesetzt fühlt, wird es eher noch gehemmter. Am besten sollten Sie die Schüchternheit Ihres Kindes gar nicht direkt thematisieren. Wenn Sie Ihr Kind unauffällig ermutigen, fällt es ihm leichter, sich zu öffnen und es verspürt dabei keinen Druck.

Tipp 2 – Schüchternheit ist kein Problem!
Ganz falsch wäre es, die Schüchternheit, auch Ihrem Kind gegenüber zum Problem hochzustilisieren. Es nicht schlimm, etwas scheu oder schüchtern zu sein. Bleiben Sie cool und machen Sie sich keine Sorgen: Langzeitstudien haben gezeigt, dass schüchterne Menschen im Leben in der Regel ebenso erfolgreich sind wie ihre etwas „lauteren“ Altersgenossen. Tatsächlich sind schüchterne Kinder meist vorsichtiger und umsichtiger, was dazu führt, dass sie sich zum Beispiel seltener verletzen. Lassen Sie Ihren Nachwuchs seinen eigenen Weg finden!

Tipp 3 – Seien Sie offen!
Wenn Sie möchten, dass Ihr Kind vielleicht ein bisschen kontaktfreudiger wird, gehen Sie mit gutem Beispiel voran! Geben Sie sich selbst offen und kontaktfreudig und gehen Sie ruhig mit Ihrem Kind unter Leute. Suchen Sie den Kontakt mit anderen Eltern und Kindern und versuchen Sie nicht, Ihr scheues Kind vor vermeintlich unangenehmen Situationen zu schützen. Die Tatsache, dass Ihr Kind schüchtern ist, bedeutet nicht, dass es den Kontakt zu Altersgenossen nicht genießt. Lassen Sie es einfach machen und Sie werden sehen, dass auch ein Kind, das von Natur aus eher ein „Leisetreter“ ist, von selbst Kontakte knüpft.

Tipp 4 – Loben Sie Ihr Kind!
Ein gesundes Selbstbewusstsein ist wichtig für jedes Kind, aber scheue Kinder brauchen häufig mehr Bestätigung von außen, da sie wegen ihres ruhigen Temperaments im Kindergarten oder in der Schule schon einmal übersehen werden. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Sprössling für all das ausgiebig Anerkennung geben, was er besonders gut kann. Und zu Gelegenheiten, wo er einmal von selbst aus dem Schneckenhaus gekommen ist, um auf andere zuzugehen, ist durchaus besonderes  Lob angebracht.

Tipp 5: Rollenspiele machen!
Machen Sie doch einfach mal ein Rollenspiel mit Ihrem Kind. Dort kann es sich so geben, wie es vielleicht nie reagieren würde. Kinder wachsen in solchen Momenten über sich hinaus. Einfache Sachen wie beim Einkaufen, auf dem Spielplatz oder an der Wursttheke können so nachgespielt werden. Irgendwann wird Ihr Kind die Dinge, die es beim Rollentausch gelernt hat auch in die Tat umsetzen.

Foto1: © Kitty - Fotolia.com

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