Teppich verlegen – Schritt für Schritt Anleitung

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Teppich verlegen muss nicht schwer sein. Unsere Schritt für Schritt Anleitung zeigt wie es geht. Von der Vorbereitung bis zur kompletten Verlegung.

Teppich verlegen - Schritt für Schritt

Teppich verlegen – Schritt für Schritt

Teppichböden gehören sicherlich nicht zu den pflegeleichtesten Bodenbelägen, doch verleihen sie einem Raum wesentlich mehr Wärme und Gemütlichkeit. Gerade im Schlafzimmer wirkt ein Teppichboden wesentlich attraktiver, als ein kühler Laminat- oder PVC-Boden. Vor allem im Winter gibt es nichts schöneres, als auf einem flauschigen Boden zu laufen, dabei ist die Wärme- und Schalldämmung auch optimal. Teppichböden lassen sich ganz leicht selbst verlegen, hier muss man nicht unbedingt viel Geld für einen Fachbetrieb ausgeben. Teppichböden bekommt man in Spezialgeschäften, aber auch in einigen Baumärkten oder in Online-Shops. Mit unserer Schritt für Schritt Anleitung können auch Laien ganz leicht einen Teppich verlegen und sparen somit einiges an Geld.

Die Auswahl des Teppichs

Zuerst benötigt man natürlich einen passenden Teppichboden, wobei es im Handel eine sehr große Auswahl gibt. Bei der Entscheidung sollte man unbedingt berücksichtigen, in welchem Raum der Teppichboden verlegt werden soll, denn die Strapazierfähigkeit sollte sich danach richten. In einem viel genutzten Raum sollte man lieber keinen allzu empfindlichen Teppich verlegen, auch fürs Kinderzimmer sollte man sich lieber für einen robusten und pflegeleichten Teppich entscheiden. Auch die Helligkeit des Teppichs sollte man davon abhänging machen, wieviel auf dem Teppich gelaufen wird, denn an einem hellen Teppich wird man ansonsten nicht lange Freude haben.

Ein wichtiges Kriterium ist auch die Florhöhe, je höher der Flor, desto pflegeintensiver ist das Material. Teppiche mit niedrigem Flor lassen sich wesentlich gründlicher und leichter saugen. Im Handel bekommt man Teppichböden normalerweise als Rollenware, der Preis wird nach der Anzahl der Quadratmeter berechnet. Wenn man einen Teppichboden bestellt, dann bekommt man auch einen auf die gewünschten Maße zugeschnittenen Teppich, die Standardbreite liegt in der Regel bei vier oder fünf Metern. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Schlingenteppichen, Naturfaserteppichen, Velourteppichen und Nadelvliesteppichen. Bei der Kalkulation des Bedarfes ermittelt man einfach die Quadratmeterzahl des Raumes und rechnet auf allen Seiten einen Überstand von etwa 10 Zentimetern mit ein.

Zusätzlich benötigte Materialien und Werkzeuge

Möchte man einen Teppichboden verlegen, dann muss man zuerst überlegen, ob man diesen verkleben möchte oder ihn einfach nur lose verlegt. Wenn man irgendwo zur Miete wohnt, dann muss man auf jeden Fall vorher mit dem Vermieter klären, ob ein neuer Teppichboden verlegt werden darf, und ob eine Verklebung gestattet ist. Im Baumarkt bekommt man eine große Auswahl an Teppichklebern, hier sollte man vor allem beachten, dass es sich um ein schadstoffarmes und umweltfreundliches Produkt handelt, wenn Allergiker im Haushalt leben, ist genau auf die Inhaltsstoffe zu achten.

Neben dem Bodenbelag und dem Teppichkleber benötigt man außerdem noch ein scharfes Teppichmesser, ein langes Lineal (am besten ein spezielles Teppichlineal), einen Spachtel, eine Schere und einen Zahnspachtel.

Vorbereitung des Untergrundes

Bevor man mit dem Verlegen des Teppichbodens beginnen kann, muss der Untergrund optimal vorbereitet werden, damit es später keine Unebenheiten gibt und der Teppich auch schön glatt auf dem Boden liegt. Zuerst muss natürlich der alte Bodenbelag gründlich entfernt werden, auch die Reste des Klebers müssen komplett beseitigt werden. Dann werden eventuelle Löcher und Risse mit einer Spachtelmasse verschlossen, damit man eine gleichmäßige und glatte Oberfläche erhält. Nach dem Trocknen der Spachtelmasse steht noch eine gründliche Reinigung des Bodens an, vor dem Verlegen des Teppichs muss der Boden ganz trocken sein.

Jetzt kann es losgehen – Das Verlegen des Teppichs

Schritt 1 – Als nächstes muss nun der Bodenbelag auf die richtige Größe zugeschnitten werden. Dazu rollt man den Teppichboden aus und legt ihn erstmal lose auf den Untergrund, auf allen Seiten sollte er etwas über stehen.

Schritt 2 – Nun lässt man den Teppich ein paar Stunden so liegen, damit er sich glätten kann und später keine Falten entstehen. Hat man sich für einen Teppich aus Naturfasern entschieden, also zum Beispiel Kokos, Sisal oder Wolle, muss man sogar 24 Stunden vergehen lassen, bevor man ihn verlegen kann.

Schritt 3 – Den lose ausgelegten Bodenbelag drückt man nun in die Seitenkanten des Zimmers, am besten mit einer Schneidkante. Wenn er exakt liegt, dann werden alle Seiten bis auf einen Überstand von etwa zehn Zentimetern mit dem Teppichmesser gekürzt.

Schritt 4 – Jetzt schlägt man den Teppich bis etwa zur Hälfte zurück und bringt entweder den Teppichkleber oder doppelseitiges Klebeband auf den Unterboden auf. Wenn der Raum klein ist, dann reicht es in der Regel aus, den Teppichboden nur am Rand entlang zu verkleben, in größeren Räumen sollte man allerdings auch mittig ein paar Bahnen mit dem Kleber oder dem  Klebeband ziehen.

Schritt 5 – Den Spezialkleber trägt man mit einem Zahnspachtel schön gleichmäßig auf, der Bodenbelag wird dann fest angedrückt, solange der Teppichkleber noch nass ist. Ist die erste Hälfte verklebt, schlägt man die andere Seites des Teppichbodens zurück und verfährt auf die gleiche Weise.

Schritt 6 – Nun werden noch alle Überstände an den Rändern exakt abgeschnitten, Ecken schneidet man diagonal ein, niemals bis ganz auf den Boden schneiden. Mit einem scharfen Teppichmesser können die überstehenden Stücke nun endgültig entfernt werden.

Falls ein Teppichboden von der Größe her nicht den kompletten Boden bedeckt, muss man eine zusätzliche Teppichbahn anlegen. Die Teppichkanten beider Stücke sollten sich etwa fünf Zentimeter überlappen, dann werden sie zusammen durchgeschnitten, so dass ein nahtloser Übergang entsteht, dann können beide Kanten verklebt werden.

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