Umzug mit Katzen – 5 hilfreiche Tipps

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Katzen hängen oftmals sehr an ihrer Umgebung, weshalb ein Umzug mit einer Katze meist mit Problemen verbunden ist. Hier 5 Tipps, die den Umzug erleichtern.

Katzen hängen an ihrer Umgebung

Katzen hängen an ihrer Umgebung

Hunde hängen an ihrem Herrchen, Katzen an ihrer Umgebung – dieser Spruch enthält eine Menge Wahrheit. Natürlich hängen auch die schnurrenden Hausgenossen an ihrem Frauchen oder Herrchen und möchten in ihrer Nähe sein, dennoch sind Katzen stärker an ihre vertraute Umgebung gebunden als Hunde. Sensible Samtpfoten reagieren bereits gestresst, wenn ein Möbelstück verrückt wurde oder eine andere Veränderung in ihrem Revier eingetreten ist. Klar, dass ein Umzug für eine Katze nicht leicht zu verdauen ist. Vollkommen vermeiden lässt sich Umzugsstress leider nicht, doch es ist durchaus möglich, Ihrer Mieze den Umzug so angenehm wie möglich zu machen.

Tipp 1 – Stress im Vorfeld reduzieren 
Dem Umzug geht in aller Regel ein Chaos aus Kisten und Kartons voraus. Je nach Naturell Ihrer Katze kann dies schon sehr beunruhigend auf das Tier wirken. Andere Katzen finden die Packerei ausgesprochen spannend – jeder Katzenhalter kennt schließlich die Affinität der Samtpfoten zu Kisten und Kartons aller Art. Doch auch, wenn Ihre Katze relativ positiv reagiert, bedeuten die Veränderungen eine Menge Aufregung für das Tier. Versuchen Sie also, Ihrem Liebling so viel Routine wie nur irgend möglich zu bieten. Packen Sie Zimmer für Zimmer ein, so dass ein Teil der Wohnung möglichst lange weitgehend unberührt und vertraut für Ihre Katze bleibt. Verändern Sie nicht die Rituale, die Sie mit Ihrer Katze seit Langem pflegen, wie zum Beispiel die Futterzeiten oder fest geregelte Schmusestunden.

Tipp 2 – Die neue Wohnung vorbereiten 
Die Eingewöhnung in die neue Wohnung fällt Ihrer Katze deutlich leichter, wenn sie bereits vertraute Gerüche vorfindet. Es kann also hilfreich sein, wenn Sie bereits ein paar Tage vor dem Umzug ein paar vertraute Gegenstände Ihrer Katze in die neue Umgebung bringen, damit sich ihr Geruch bis zur Ankunft Ihrer Katze verteilen kann. Am besten suchen Sie sich hierzu ein einzelnes Zimmer aus, welches Ihre Katze zuerst erkunden darf. Wenn es möglich ist, deponieren Sie ruhig auch schon ein paar vertraute Möbelstücke in diesem Zimmer, zum Beispiel den bekannten Sessel. Auf diese Weise fühlt sich Ihre Katze wesentlich schneller heimisch.

Tipp 3 – Der Umzugstag 
Der Tag des Umzugs ist für alle Beteiligten mit Stress verbunden. Um möglichst wenig davon an Ihre Katze heranzulassen und um sie vor allem von Gefahren fernzuhalten, müssen Vorkehrungen getroffen werden. Ist der neue Wohnort nicht weit entfernt, sollten Sie Ihre Katze als erstes in das vorher eingerichtete Katzenzimmer bringen, das Sie noch mit Katzentoilette, Futter und Wasser ausstatten müssen. Hier kann Ihre Katze nun den Umzugstag verbringen und darauf warten, dass sie wieder aus dem Zimmer gelassen wird.

Können Sie Ihre Katze vorab nicht in die neue Wohnung bringen, lassen Sie sie den Umzugstag mit allerlei vertrauten Gegenständen hinter einer verschlossenen Tür in der alten Wohnung verbringen. Besteht überhaupt keine Möglichkeit, die Katze auf diese Weise zu schonen, weil zum Beispiel keine entsprechenden Zimmer zur Verfügung stehen, bleibt nur noch die vorübergehende Unterbringung bei einer Betreuungsperson. Auch das bedeutet natürlich Stress für Ihre Katze, doch ist die Sicherheit Ihrer Katze in diesem Fall wichtiger. Würde sie das Umzugschaos direkt miterleben, könnte sie nicht nur durch Kisten, Möbelstücke oder unvorsichtige Umzugshelfer verletzt werden, sondern auch in Panik geraten und weglaufen.

 Tipp 4 – Der Transport
Den Weg zum neuen Wohnort sollte Ihre Katze sicher verpackt in ihrer Transportbox zurücklegen. Reden Sie während der Fahrt beruhigend auf das Tier ein und belohnen Sie es ab und zu mit ein paar Leckerlis. Auf langen Fahrten sollten Sie unbedingt darauf achten, dass es Ihrer Katze nicht zu warm wird und auch für genügend Wasser muss gesorgt sein. Leinenerprobte Katzen können während einer Pause auch mal aus dem Auto aussteigen und sich erleichtern, doch hier ist Vorsicht geboten. Gerät Ihre Katze in Panik und will flüchten, könnte sie sich vielleicht aus ihrem Geschirr herauswinden.

Tipp 5 – Das neue Heim 
Sind Sie samt Ihrer Habseligkeiten in der neuen Bleibe angekommen, sollten Sie sich beeilen, um das gröbste Chaos inklusive aller Verletzungsrisiken zu beseitigen – zumindest in einzelnen Räumen. Ihre Katze hat eine lange Zeit im Transportkorb und im Katzenzimmer verbracht und möchte nicht nur zu ihren geliebten Menschen, sondern auch ihre neue Wohnung erkunden. Mutige Katzen schleichen nach dem ersten Zögern schon bald recht selbstbewusst durch das neue Revier, andere Stubentiger verkriechen sich und benötigen Tage, bevor sie sich aus ihrem Versteck heraustrauen.

Haben Sie auf jeden Fall Geduld und erzwingen Sie nichts. In der ersten Zeit kann es auch durchaus vorkommen, dass eigentlich stubenreine Katzen in die Wohnung urinieren. Das ist jedoch in der Regel kein Grund zur Besorgnis und gibt sich meist schon bald wieder. Freigänger sollten sich im Übrigen zunächst im neuen Heim einleben, bevor sie nach draußen gelassen werden, da sonst die Gefahr besteht, dass sie zum alten Wohnort zurückkehren möchten.

Foto1: © Hiro - Fotolia.com

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