Zeckenbiss vorbeugen – 6 Tipps für Ihren Schutz

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Zecken sitzen bevorzugt an Waldrändern

Zecken sitzen bevorzugt an Waldrändern

Zecken gehören zu den weniger beliebten Tierchen. Das hat einen ganz besonderen Grund. Man spürt sie nicht, aber ein Biss von den Zecken kann schlimme Folgen haben. Lesen Sie hier, wie Sie einem Zeckenbiss vorbeugen können.

Risikogebiete der Zecken

In Deutschland gibt es einige Risikogebiete, in denen Zecken vermehrt auftreten. Dazu zählen beispielsweise die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern. Während die Zecke aber Ende des 20. Jahrhunderts nur dort vermehrt auftrat, hat sich ihr Vorkommen mittlerweile deutlich gen Norden und Osten der Republik verschoben. Mittlerweile wurden durch das Robert-Koch-Institut sogar einige durch Zecken ausgelöste Krankheitsfälle in Bremen registriert. Aber auch in unseren südlichen und östlichen Nachbarländern kommen vielerorts Zecken vor. Sämtliche Risikogebiete Deutschlands beziehungsweise innerhalb Europas finden Sie auf Übersichtskarten, die Sie auf der Homepage zecken.de abrufen können. Hier werden die Forschungsergebnisse des Robert-Koch-Instituts (RKI) grafisch dargestellt. Wenn es Sie interessiert, können Sie hier auch die Verbreitung der Zecken innerhalb der letzten 13 Jahre in Deutschland in Augenschein nehmen.

Zeckenbiss vorbeugen – So können Sie sich schützen

  • Tipp 1: Da sich Zecken bevorzugt in hohen Gräsern, an Waldrändern und am Unterholz vorfinden lassen, sollten Sie dortige Aufenthalte dringend vermeiden.
  • Tipp 2: Ziehen Sie bei Spaziergängen durch die freie Natur möglichst helle und langärmlige Kleidung an. Auf der hellen Kleidung lassen sich Zecken schneller entdecken und somit auch entfernen. Denken Sie auch daran, dass Ihr Kind langärmlige und helle Sachen tragen sollte.
  • Tipp 3: Ziehen Sie Ihre Socken über Ihre lange Hosen. So ist es für Zecken fast unmöglich an die Haut zu gelangen und zuzustechen.
  • Tipp 4: Tragen Sie ein entsprechendes Schutzmittel gegen Zecken auf. Dieses gibt es auch in Kombination mit einem Mückenmittel. Kostengünstige Präparate sind in allen Drogeriemärkten erhältlich. Teilweise gibt es auch Sonderaktionen beim Discounter. Wenn Sie eine umfangreiche Beratung wünschen, sollten Sie die Apotheke vor Ort aufsuchen. Dort bekommen Sie auch entsprechendes Zubehör, wenn Sie doch einmal gebissen werden und diese Zecke entfernen müssen.
  • Tipp 5: Suchen Sie Ihren Körper und den Ihrer Familienangehörigen jeden Abend nach Zecken ab. Diese wandern eine ganze Weile, bis sie eine passende Stelle gefunden haben. Besonders bevorzugt werden weiche Hautstellen, so zum Beispiel die Kniekehlen und die Achselhöhlen. Diese Regionen sollten deshalb besonders gut mit einem Zeckenschutzmittel eingerieben oder eingesprüht werden.
  • Tipp 6: Gerade wenn Sie in einem Risikogebiet wohnen oder einen Urlaub dort planen, sollten Sie es eventuell in Erwägung ziehen, sich gegen die so genannte FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) impfen zu lassen. Diese Impfung sollten Sie am besten schon im Winter vornehmen. Es folgen drei Einzelimpfungen. Zwei davon werden in einem Abstand von mindestens einem Monat durchgeführt, die dritte Impfdosis bekommen Sie nach einem Jahr. Gegen Borreliose, die Lähmungen verursachen kann, gibt es leider noch keine Impfungen.

Gerade bei Kindern sollten Sie besonders auf die Schutzmaßnahmen achten, da sie ja doch ziemlich gerne und viel in Wald und Wiesen spielen, ob das Gras nun hoch ist oder nicht.

Foto1: © alpineva - Fotolia.com

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