Einen Kiesgarten anlegen und sich so den Traum vom pflegeleichten Garten erfüllen, das ist ganz einfach. Wir verraten Ihnen hier, wie das geht.

Inhaltsverzeichnis
Kiesgarten anlegen und mit Pflanzen gestalten
Ein Garten ist mit viel Arbeit verbunden. Bei der Gartengestaltung können Sie jedoch einiges beachten, sodass Sie vielleicht etwas weniger Aufwand haben. Ein Kiesgarten ist besonders pflegeleicht und zudem auch noch attraktiv zu bepflanzen. Wir möchten Ihnen ein paar Anregungen geben, wie Sie einen Kiesgarten anlegen und gestalten können.
Vorbereitung Kiesgarten anlegen
Gärten sind individuell. Jeder ist ein Unikat und spiegelt die Persönlichkeit des Besitzers wider. Bevor Sie sich allerdings an die Umsetzung des Vorhabens machen, hier ein paar wichtige Gedanken.
» Kiesgarten oder Kiesbeet anlegen
Soll der ganze Garten mit Kies gestaltet werden oder nur ein bestimmter Bereich? In den meisten Fällen bietet sich ein Kiesbeet an. Beispielsweise auch im Vorgarten oder rund um einzelne Gehölze.
Ein kompletter Kiesgarten erinnert schnell an einen Zen-Garten und wirkt nur in dieser klaren, meditativen Gestaltung wirklich stimmig. Und für die heimische Artenvielfalt ist die großflächige Variante auch wenig geeignet.
» Kiesgarten mit Sichtschutz
Ein weitläufiger Kiesgarten, eignet sich besonders, wenn Sie am Waldrand oder Ortsrand wohnen und nicht gerade von vielen Nachbarn umgeben sind. Dann können Sie den Blick in die freie Landschaft genießen.
Falls Sie in Ihrem Kiesgarten einen Sichtschutz möchten, dann bieten sich am ehesten Mauern an. Diese speichern die Wärme und bieten deshalb ein optimales Klima für das Wachstum vieler Pflanzen, die etwas empfindlicher gegenüber niedrigen Temperaturen sind.
Lesetipp: Moderne Sichtschutz-Ideen für jeden Garten
» Kiesgarten Standort
Für einen schattigen Standort ist der Kiesgarten gar nicht geeignet, denn er braucht unbedingt Wärme und Licht. Ein sonniger Standort ist deswegen unabdingbar. Überlegen Sie sich also, wie Sie Ihr Kiesbeet harmonisch in den Garten einbinden.
Kiesgarten anlegen: Schritt für Schritt erklärt
» Schritt 1: Fläche und Aufbau planen
Überlegen Sie, wo später Kiesflächen, Wege und Pflanzbereiche verlaufen. Gerade bei kleinen Gärten hilft eine einfache Skizze, damit alles stimmig wirkt. Markieren Sie die Bereiche am besten direkt im Garten, z. B. mit Schnur oder Sand.
» Schritt 2: Boden ausheben und vorbereiten
Heben Sie die geplante Fläche 25–30 cm tief aus. Mischen Sie den Mutterboden anschließend etwa zur Hälfte mit grobem Schotter (z. B. Körnung 16/32). So entsteht ein gut durchlässiger Untergrund, in dem Wasser nicht steht.
Tipp: Wenn ein Weg vorgesehen ist, kann dieser etwas flacher angelegt werden. Wichtig ist nur, dass die Übergänge später bündig sind. Für den genauen Wegebau finden Sie unten eine Beschreibung.
» Schritt 3: Unkrautvlies auslegen
Breiten Sie ein Unkrautvlies oder Geo-Vlies über die komplette Fläche aus. Die Bahnen sollten sich ein paar Zentimeter überlappen, damit kein Licht durchkommt.
Das Vlies hat zwei Vorteile:
- Kies und Splitt sinken nicht in den Boden ein.
- Unkraut hat es deutlich schwerer, durchzuwachsen.
» Schritt 4: Pflanzen einsetzen
Verteilen Sie die gewünschten Pflanzen zunächst lose auf der Fläche. An diesen Stellen wird das Vlies kreuzförmig eingeschnitten, sodass die Pflanzen in den vorbereiteten Boden gesetzt werden können.
» Schritt 5: Kies auftragen und gestalten
Zum Schluss folgt die Deckschicht aus gröberem Kies oder Granitschotter. Hier können Sie kreativ werden:
- Feiner Kies wirkt ruhig und modern.
- Gröberer Splitt bringt mehr Struktur.
- Mischungen aus verschiedenen Körnungen lassen das Beet lebendiger wirken.
Helle, weiße Kiesel sehen zwar edel aus, reflektieren aber stark das Sonnenlicht. Das kann Pflanzen zusätzlich aufheizen.
Tipp: In einem Kiesgarten finden auch noch Brunnen, ein kleiner Teich oder Skulpturen Platz.
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Pflanzen für den Kiesgarten
Wer ein Kiesbeet bepflanzen möchte, greift am besten zu trockenheitsliebenden Pflanzen, die auf warmen, durchlässigen Böden zuverlässig gedeihen. Viele dieser Arten gelten zugleich als pflegeleichte Pflanzen und passen ideal in einen modernen, naturnahen Garten. Typisch sind Stauden und Gräser, die aus dem Mittelmeerraum, der Steppe oder klassischen Präriegärten stammen.
Sehr beliebt sind robuste Gräser, die auch in Steingärten häufig eingesetzt werden. Hohe Sorten wie Riesen-Federgras oder Garten-Sandrohr schaffen Blickpunkte, während kleine Arten wie Atlas-Schwingel, Silberährengras oder Blaustrahlhafer perfekt für Vorgärten und schmale Kiesflächen geeignet sind.
» Pflegeleichte Pflanzen
Diese Pflanzenkombinationen sorgen dafür, dass ein Kiesgarten nicht karg wirkt.
- Netzblatt-Pfingstrose
- Steppen-Iris
- Kandelaber-Königskerze
- Goldwolfsmilch
- Steinquedel
- Duftnessel
- Steppensalbei
- Fetthenne
- Schargarbe
- Fackellilie
- Büschelgras
- Kaiserkrone
- Tulpe
- Zierlauch
- Palmlilie
Wichtig: Pflanzen wirken im Kiesgarten am schönsten, wenn sie in kleinen Gruppen stehen. Zwei oder drei Exemplare derselben Art reichen aus, um kleine Farbakzente zu setzen und die Fläche aufzulockern. Gleichzeitig beschatten die Pflanzen einen Teil des Kiesbeetes, was das Aufheizen des Kieses im Sommer reduziert.
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Wege im Kiesgarten anlegen
Für Wege eignet sich Splitt besser als runder Kies, weil die gebrochenen Steinchen sich gut verzahnen und beim Gehen weniger knirschen. Der Belag bleibt stabil und angenehm zu begehen.
So legen Sie einen Kiesweg an:
- Wegfläche ausheben
Entfernen Sie die obere Bodenschicht und glätten Sie den Untergrund. - Randsteine setzen
Sie geben dem Weg klare Kanten und halten den Splitt zuverlässig auf der Fläche. - Schotterschicht einfüllen
Eine Lage grober Schotter (z. B. Körnung 16/32) sorgt dafür, dass Wasser gut versickern kann. - Kieswaben oder Unkrautvlies auslegen
Beides verhindert, dass der Belag mit der Zeit einsinkt oder verrutscht. - Splitt auftragen
Für Wege haben sich Körnungen wie 8/16 oder 5/11 bewährt.
Pflege des Kiesgartens
Ein Kiesgarten ist sehr pflegeleicht, denn die Pflanzen sind robust und können auch Trockenphasen gut überstehen. Allerdings sollten Sie im ersten Jahr nach der Neuanlage mehr wässern, damit die Pflanzen sich gut verwurzeln können.
Normalerweise taucht kaum Unkraut auf, weil Sie ja zwei Vliese aufgelegt haben. Sollte sich dennoch das eine oder andere Unkraut zeigen, so lässt es sich sehr leicht herausziehen, da es im Kies kaum Halt findet.
Lesetipp: Clever wässern – Tipps für sparsame Bewässerung
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