Prepaid-Surfstick im USB-Anschluss.

Prepaid Surfsticks – darauf sollten Sie beim Kauf achten

Egal ob im Beruf oder im Urlaub, das Internet wird zu einem immer wichtiger werdenden Bestandteil in unserem Leben. Auch unterwegs möchten wir nicht darauf verzichten, uns online über das aktuelle Weltgeschehen zu informieren, wichtige Mails abzurufen, angesagte Clubs, gute Restaurants und günstige Hotels zu recherchieren, Dokumente zu verschicken oder einfach mit unseren Freunden zu chatten.

Prepaid-Surfstick im USB-Anschluss.
Mit einem Surfstick ins Internet. © / stock.adobe.com

Viele Möglichkeiten für das Surfen

Möglich machen dieses Surfen im Internet Smartphones, iPads und andere Tablet PCs. Es gibt aber auch Internet- bzw. Surfsticks, die Sie an Ihr Notebook anschließen können, um im Zug oder im Café zwischendurch eine schnelle Recherche starten zu können. Im Handel erhalten Sie sowohl Surfsticks in Verbindung mit günstigen Monatsflatrates aber mindestens zweijährigen Langzeitverträgen (ideal für Geschäftsreisende, die immer unterwegs sind) als auch Surfsticks, bei deren Erwerb Sie weder an einen Vertrag noch an einen Mindestverbrauch gebunden sind. Diese Prepaid Surfsticks sind die ideale Lösung für alle berufstätigen und privaten Surfer, die zu Hause und im Büro auf ihre WLAN-Verbindung zugreifen und das Internet auf Reisen nutzen.

Große Unterschiede bei den Surfsticks

Surfstick ist dabei noch längst nicht Surfstick. Je nach Mobilfunkanbieter und Hardware sind Sie im World Wide Web mal schneller, mal langsamer unterwegs. Das bedeutet, dass das scheinbar günstigste Angebot nicht zugleich die Offerte mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis sein muss. Welche Kriterien Sie vor dem Kauf eines Prepaid Surfsticks beachten sollten, erfahren Sie hier.

Kriterium 1 – Die Hardware

Mit Surfsticks der neuesten Generation haben Sie heutzutage in allen Netzen und Frequenzbereichen Empfang. Ihre Hardware sollte daher die Netzstandards GPRS, EDGE und UMTS/HSDPA unterstützen. Das Modell HUAWEI E1823 ist mit Stand Mai 2011 einer der wenigen Surfsticks, die 28,8 Mbit/s im HSDPA Download versprechen und damit zu den scheinbar Schnellsten gehören. Diese maximalen Werte sind derzeit noch Theorie, denn selbst 7,2 Mbit/s sind in den Mobilfunknetzen innerhalb Deutschlands kaum zu messen. Da die neuesten Surfsticks grundsätzlich teurer sind als ihre älteren Pendants, welche die gleichen Netzstandards abdecken, empfiehlt sich der Kauf eines Internetsticks, der sich auf dem Markt bereits ein paar Jahre bewährt hat. Dazu zählt zum Beispiel der HUAWEI E1750 mit folgenden Werten: max. 7,2 Mbit/s Download, max. 5,76 Mbit/s Upload, GPRS/EDGE/UMTS/HSDPA/HSUPA. Die Abkürzung HSDPA steht dabei für High Speed Downlink Packet Access, sozusagen eine schnelle Version von UMTS. Für einen Prepaid Surfstick bezahlen Sie in der einmaligen Anschaffung etwa 30 bis 50 Euro. Regelmäßige Vergleiche (z. Bsp. auf Surf-Stick.net) lohnen sich, denn zeitweise erhalten Sie die gleiche Hardware beim gleichen Anbieter um 10 Euro reduziert.

Kriterium 2 – Der Einsatz im Ausland

Wenn Sie öfter Im Ausland unterwegs sind und auch an Ihrem Urlaubsort preiswert surfen möchten, empfehlen wir Ihnen den Kauf eines Surfsticks ohne Netlock und ohne Simlock. Diese Hardware ist im Handel im Durchschnitt zwar etwas teurer als die Prepaid Surfsticks der Mobilfunkanbieter, aber dafür können Sie sich im jeweiligen Land eine Prepaid SIM Card kaufen und das Internet zu den dortigen günstigeren Landestarifen nutzen. Eine große Auswahl an Surfsticks ohne Simlock erhalten Sie beispielsweise bei Amazon.de. Diese Surfsticks weisen eine Preisspanne von 50 Euro bis 100 Euro auf.





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Kriterium 3 – Die Netzverfügbarkeit

Die Betreiber der vier Mobilfunknetze in Deutschland Vodafone, O2, T-Mobile und E-Plus bauen ihre Kapazitäten ständig aus. Selbst das in der Vergangenheit oftmals geschmähte Netz von E-Plus ist auf dem Vormarsch. Dennoch sind im Vergleich noch Unterschiede hinsichtlich Verfügbarkeit und Geschwindigkeit beim Download festzustellen. Mit der besten Netzabdeckung konnte bislang Vodafone überzeugen. Die Verfügbarkeit des O2-Netzes ist nicht in allen Regionen Deutschlands gegeben. So kommen Kunden des Anbieters beispielsweise auf den Nordseeinseln oder in den Badeorten der Ostsee nur schwer ins Internet. Dafür ist O2 in punkto Geschwindigkeit auf der Überholspur. Zu empfehlen sind derzeit (Stand Mai 2011) die Netze von Vodafone und O2. Achten Sie daher beim Kauf eines Prepaid Surfsticks darauf, bei welchem Partnerunternehmen Sie bestellen. Die Mobilfunknetze sind jeweils gekennzeichnet.

Kriterium 4 – Die Surfpakete

Abhängig vom jeweiligen Anbieter können Sie vorausbezahlte Datenvolumen stunden-, tage-, wochen- oder auch monatsweise nutzen. Je nach Ihren individuellen Erfordernissen sollten Sie dabei überlegen, ob zum Beispiel eine günstige Tagesflat von 2,50 Euro für Sie tatsächlich so günstig ist, wenn Sie im Urlaub oder auf der Dienstreise pro Tag nur für eine halbe Stunde Ihre Mails abrufen und Dokumente verschicken möchten. In diesem Fall wäre ein Surfpaket von 30 oder 90 Minuten die bessere Lösung, denn dafür bezahlen Sie im Schnitt 0,59 Euro bzw. 0,99 Euro. In diesem Zusammenhang lohnt sich auch ein Vergleich der mit der Hardware gelieferten Inklusivpakete. So können Sie nämlich unterwegs schon ein paar Tage gratis surfen.

Kriterium 5 – Die Geschwindigkeit

Entscheidend ist auch die Frage, ab welchem Verbrauch die Daten in einer niedrigeren Geschwindigkeit übertragen werden. Viele Tagesflats bei Prepaid Surfsticks beinhalten ein Datenvolumen von 1 GB, für das Sie im Schnitt 2,50 Euro bis 3 Euro bezahlen. Gleichzeitig haben Sie beim gleichen Anbieter oft noch die Möglichkeit, zwischen zwei unterschiedlichen Monatstarifen zu wählen, wobei der fiktive erste Tarif bei einem Datenvolumen von 500 MB/Monat ca. 10 Euro, der fiktive zweite Tarif bei einer Nutzung von 5 GB/Monat um die 25 Euro kostet. Sobald Sie auf Reisen das Internet jeden Tag nutzen, sind 500 MB innerhalb eines Monats schnell verbraucht. Wenn dann bereits nach drei Tagen von 7,2 Mbit/s auf 64 kbit/s gedrosselt wird, ist das schon ärgerlich und von einer Preisersparnis gegenüber den 25 Euro für 5 GB kann dann keine Rede mehr sein. Testen Sie daher am besten schon zu Hause, welche Datenmengen Sie im Durchschnitt pro Tag bzw. im Monat nutzen. Der Download von Spielen und Filmen erfordert zur gleichen Zeit dabei natürlich mehr Datenmengen als das Bestellen in Onlineshops oder das Recherchieren für die Diplomarbeit.

Ringo

Ringo ist der Betreiber von Tipps.net und versucht bereits seit 2001 das Internet mit Tipps und guten Ratgebern ein wenig hilfreicher zu machen. Seine Themen liegen bevorzugt in den Bereichen Finanzen, Auto und Heimwerken.