Radon – Tödliche Gefahr aus dem Boden

Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas, das aus dem Boden entweicht und unbemerkt in Gebäude eindringen kann. Lesen Sie hier, wie Sie sich vor Radon schützen können.

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Radon im Haus belastet die Gesundheit. © Francesco Scatena / stock.adobe.com

Wie entsteht Radon?

Radon entsteht durch den Zerfall von Thorium und Uran. Diese beiden Stoffe kommen in allen Gesteinen und Böden vor. Das Gas kann sich von seinem Entstehungsort lösen, durch Bodenporen aufsteigen und an der Erdoberfläche entweichen.

Gelangt es in Gebäuden durch Risse, Fugen oder undichte Fundamente ins Innere, kann es sich in schlecht belüfteten Räumen anreichern. Besonders Kellerräume sind häufig betroffen. Das Tückische daran ist, dass die Bewohner des Gebäudes meist gar nicht mitbekommen, dass sie sich in Gefahr befinden. Radon ist nämlich geruchlos, geschmacklos und farblos.

Jeden Tag sterben im ⌀ sieben Menschen

Radon verursacht Lungenkrebs. Schätzungen zufolge gehen in Deutschland jedes Jahr rund 2800 Lungenkrebstodesfälle auf eine Radonbelastung zurück – im Durchschnitt also über 7 pro Tag. Die Tendenz ist nach den letzten Studien jedoch steigend.

Quelle: © Bundesamt für Strahlenschutz

Betroffen sind vor allem Raucher, denn deren ohnehin schon hohes Lungenkrebsrisiko steigt durch die Radonbelastung stark an. Je mehr Radon in der Raumluft ist und je länger man sich in einem Raum aufhält, desto größer ist das Krebsrisiko. Es ist deshalb umso wichtiger, dass Sie sich vor einer hohen Radonbelastung schützen.

So können Sie sich vor Radon schützen

  1. Lüften Sie Ihren Keller regelmäßig und intensiv. Von hier aus kann sich das radioaktive Gas nämlich ganz einfach über Treppenaufgänge, Versorgungsschächte, Kaminschächte oder Kabelschächte im ganzen Haus ausbreiten. Frische Luft senkt die Radonkonzentration.
  1. Kellertüren dicht halten. Undichte Türen begünstigen, dass Radon aus dem Keller ins ganze Haus gelangt.
  1. Keller nur eingeschränkt als Wohnräume nutzen. Aufenthaltsräume sollten möglichst oberhalb der Erdschicht liegen.
  1. Risse und Fugen abdichten. Besonders in Bodennähe lohnt ein genauer Blick: Schon kleine Undichtigkeiten lassen Radon einströmen.
  1. Bei undichten Fundamenten oder Mauerwerken Maßnahmen prüfen lassen. In manchen Fällen ist eine Sanierung nötig, um langfristig sichere Werte zu erreichen.

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Welche Faktoren beeinflussen eine Radonbelastung?

Sie sollten wissen, dass die Faktoren, die eine Radonkonzentration im Haus beeinflussen, je nach Standort stark variieren können. Während Ihr Keller beispielsweise eine hohe Radonkonzentration aufweist, kann der Wert der Radonbelastung im Nachbarhaus im Normalbereich liegen.





Faktoren, die eine Radonbelastung stark beeinflussen, sind neben den Konstruktionsmerkmalen des Hauses auch der Zustand der Bausubstanz, die Dichtigkeit und Art des Fundaments sowie die geologischen Gegebenheiten. Natürlich gibt es in ganz Deutschland auch Risikogebiete, aber wie hoch die tatsächliche Radonkonzentration in Ihrem Haus ist, lässt sich nur durch eine Messung bestimmen.

Radonkonzentration selber messen

Zur Kontrolle der Radonbelastung eignen sich sowohl Exposimeter als auch digitale Messgeräte. Ein Modell wie das Airthings View Plus misst zusätzlich CO₂ – ein Vorteil gegenüber vielen Geräten, die nur CO erfassen. CO₂-Werte zeigen, wie verbraucht die Raumluft ist und wann Lüften sinnvoll ist. Das sorgt für ein besseres Raumklima und schützt vor Feuchtigkeit und Schimmel.

Für eine rechtlich belastbare Beurteilung der Radonkonzentration im Haus empfehlen Fachstellen aber weiterhin Langzeitmessungen mit Exposimetern. Solche gibt es sowohl für Langzeitmessungen (3 Monate bis 1 Jahr) als auch für Kurzzeitmessungen (7 bis 10 Tage).

In den Räumen, in denen die Radonkonzentration ermittelt werden soll, müssen Sie jeweils ein Exposimeter aufstellen. Anschließend werden die Werte der Radonkonzentration im Labor ausgewertet. Solche Exposimeter können Sie übrigens hier kaufen.

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Tipps von Ringo

Ringo ist der Betreiber von Tipps.net und versucht bereits seit 2001 das Internet mit Tipps und guten Ratgebern ein wenig hilfreicher zu machen. Seine Themen liegen bevorzugt in den Bereichen Finanzen, Auto und Heimwerken.

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