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Rückenschmerzen in der Schwangerschaft – 13 Tipps die helfen

Wenn Sie unter Rückenschmerzen in der Schwangerschaft leiden, sind Sie vermutlich nicht die einzige. Rund 75 Prozent der Schwangeren haben Probleme mit Ihrem Rücken. Was Sie bei Rückenschmerzen in der Schwangerschaft tun können, lesen Sie hier.

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Ursachen von Rückenschmerzen

Bis zum Ende der Schwangerschaft trägt die werdende Mutter mitunter bis zu 20 Kilogramm mehr mit sich herum. Durch das gestiegene Gewicht, besonders in der Bauchregion, verändert sich der Schwerpunkt des Körpers. Die Schwangere versucht instinktiv diese Schwerpunktverlagerung auszugleichen und nimmt dabei eine eher unvorteilhafte Haltung ein. Hohlkreuz und Verspannungen sind die Folgen.

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft können aber auch noch andere Ursachen haben. Bereits wenige Wochen nach der Befruchtung schmerzen wachstumsbedingt die Bänder, die die Gebärmutter festhalten. Dieses unangenehme Ziehen kann bis in den Rücken hinein ausstrahlen.

Zudem werden durch die Schwangerschaftshormone die Gelenke, Sehnen und Bänder gelockert. Eigentlich eine von der Natur sinnvolle Maßnahme. Schließlich soll das Baby später leichter durch das enge Becken rutschen können. Doch diese gelockerten Gelenke können leider auch Rückenschmerzen verursachen, denn die Bänder und Gelenke verlieren vorübergehend an Festigkeit.

Hilfe bei starken Rückenschmerzen

Tipp 1: Wärme zuführen

Immer hilfreich bei Rückenschmerzen ist Wärme. Sie können ein warmes Bad nehmen. Aber denken Sie daran, dass die Temperatur des Wassers 37 Grad nicht überschreiten sollte, sonst könnten Wehen ausgelöst werden. Gehen Sie maximal eine viertel Stunde in die Badewanne. Zu langes Baden strengt den Kreislauf zu sehr an.





Auch Kirschkernkissen und Wärmedecke sind sehr gut geeignet, den Rücken mittels Wärme zu entspannen. Wählen Sie eine angenehm warme aber nicht zu heiße Temperatur.

Tipp 2: Massage

Neben Wärme ist natürlich auch eine Massage äußerst hilfreich. Die Massagegriffe können sanft ausgeführt werden, da das Gewebe ohnehin sehr durchblutet ist und leichte Berührungen oftmals als sehr angenehm empfunden werden. Auf knetende Techniken und Griffe sollte verzichtet werden. Wohltuend dagegen sind großflächige kreisende Bewegungen. Entspannende Öle wie Lavendel- oder Mandelöl können zusätzlich zur Entspannung beitragen.

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Tipp 3: Beine hochlegen

Da sich Rückenschmerzen auch nach einem langen anstrengenden Tag einstellen können, sollten Sie sich immer wieder ausruhen und die Beine hochlegen.

Tipp 4: Sanfte Gymnastik

Bestimmte Gymnastikübungen helfen ebenfalls bei Rückenschmerzen. Wenn Sie beispielsweise ein extremes Hohlkreuz haben, gehen Sie in die entgegengesetzte Ausgleichshaltung, den Katzenbuckel. Dehnen Sie langsam und gemächlich, aber halten Sie die Dehnung länger aufrecht.

Tipp 5: Akupunktur

Auch Akupunkturnadeln können Linderung verschaffen. Akupunktur wirkt hervorragend gegen Verspannungen im Bereich der Wirbelsäule. Viele freiberufliche Hebammen bieten diese Leistung als Schwangerschaftsvorsorge mit an.

Tipp 6: Richtig heben

Wenn Sie etwas Schwereres anheben, gehen Sie immer in die Hocke und schieben sich mit den Beinen wieder hoch. Die Kraft kommt somit aus den Beinen und Sie hebeln nicht über den Rücken. Auch unabhängig von einer Schwangerschaft sollte man sich angewöhnen, schwere Dinge gesunderhaltend zu heben.

Tipp 7: Seitenlage

Ischias-Schmerzen sind besonders unangenehm. Sie entstehen, wenn das Baby auf den Ischiasnerv drückt. Die Schmerzen befinden sich dann im Lendenbereich und im Gesäß. Sie können aber auch bis hinunter ins Bein oder in den Fuß ausstrahlen. Hier hilft Wärme sowie die Seitenlage. Unterstützend kann ein Kissen zwischen die Beine geklemmt werden.


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Tipp 8: Ärztliche Hilfe

Sollte sich bei den Rückenschmerzen keine Besserung einstellen oder kommen gar noch kribbelnde oder taube Gliedmaßen dazu, hilft nur der Gang zum Arzt. Es gibt inzwischen Schmerzmittel, die dem ungeborenen Kind nicht schaden.

Rückenschmerzen vorbeugen

Tipp 9: Rücken kräftigen

Nach Möglichkeit sollte die Fitness bereits vor einer Schwangerschaft trainiert werden. Um die Wahrscheinlichkeit von Rückenschmerzen in der Schwangerschaft zu verringern, genügen bereits gezielte Rückenübungen zweimal in der Woche. Hier werden die besonders beanspruchten Muskelpartien gestärkt. Falls gewünscht, können Sie sich Hilfe von einer Physiotherapeutin holen.

Tipp 10: Yoga

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In vielen Städten werden inzwischen spezielle Yoga-Kurse angeboten. Sie sind auf die Bedürfnisse von Schwangeren eingestellt.

Tipp 11: Schwimmen

Sinnvoll ist auch regelmäßiges Schwimmen. Insbesondere das Rückenschwimmen hilft, den Rücken zu entlasten.

Tipp 12: Sitzen

Langes Stehen sollten Sie nach Möglichkeit vermeiden. Nutzen Sie jede Möglichkeit zum Sitzen und entlasten Sie so Ihren Rücken.

Tipp 13: Flache Schuhe

Verzichten Sie bei Rückenschmerzen in der Schwangerschaft auf hochhackige Schuhe. Tragen Sie eher flache und bequeme Schuhe. Ihr Rücken wird es Ihnen danken.

Nach der Geburt – Rückenschmerzen ade?

Bei vielen Frauen enden die Rückenschmerzen mit der Geburt. Doch dies muss nicht zwangsläufig so sein. Auch in der Stillzeit ist ein schmerzender Rücken häufig ein unangenehmer Begleiter. Hier hilft es nur, beim Stillen auf eine korrekte Sitzhaltung zu achten. Es ist wichtig, in der Schulterpartie nicht zu verkrampfen. Außerdem sollte das Baby richtig gehalten und getragen werden.

Stefanie

Steffi gehört zum Team von Tipps.net. Als berufstätige Mutter ist sie vor allem Expertin für Kindererziehung und Familienmanagement. Aber auch aus Ihrem Garten bringt sie viele gute Tipps mit.