9 Wege Kaffee zu versüßen

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Kaffee wird aufgrund des bitteren Geschmacks von vielen gemieden. Dabei gibt es doch so viele Wege Kaffee zu versüßen. Meine Auflistung zeigt Ihnen 9 Möglichkeiten.

9 Wege Kaffee zu versüßen

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Kaffee ist ein sehr altes Getränk, dessen Ursprung vermutlich in Kaffa/Äthiopien liegt. Die erste Erwähnung stammt aus dem neunten Jahrhundert und um die Entdeckung ranken sich ein paar hübsche Legenden. Eine davon besagt, dass die eigentlichen Finder des Kaffeebuschs Ziegen gewesen seien. Sie hätten im Königreich Kaffa Früchte von einem bis dato unbekannten Strauch gefressen und wären daraufhin bis tief in die Nacht aktiv geblieben.

Die besorgten Hirten baten daraufhin heilkundige Mönche eines nahen Klosters um Rat. Diese ernteten die Früchte, bereiteten einen Aufguss daraus und tranken ihn. Das Koffein zeigte seine Wirkung, die Müdigkeit der Mönche verschwand, sodass sie deutlich länger beten und diskutieren konnten. Kaffee entwickelte sich daraufhin zu ihrem Hausgetränk.

Orientalischer Kaffee – zuckersüß und extrem stark

Die heutige Zubereitung des Kaffees in Äthiopien dürfte der Ursprungsform der Kaffeeherstellung am nächsten kommen. In einer Eisenpfanne werden unbehandelte Bohnen geröstet, dann grob gemahlen oder im Mörser gestampft. Als Mischung mit Wasser und Zucker in einem Tonkrug auf offenem Feuer gekocht, weißt der Kaffee einen bittersüßen, sehr intensiven Geschmack auf.

Analog, mit ähnlichem geschmacklichem Ergebnis, erfolgt die Kaffeezubereitung in der Türkei und im Orient, allerdings mit vorgerösteten, fein gemahlenen Bohnen und in Metallgefäßen.

Kaffeegenuss in Europa

In Deutschland entstand das erste Kaffeehaus 1673 in Bremen. Kaffee erfreute sich damals steigender Beliebtheit, hatte aber einen sehr hohen Preis. Das schwarze Getränk blieb daher in ganz Europa bis zur industriellen Revolution ein Genussmittel nur für den Adel und das reiche Bürgertum.

Anders als in den orientalischen Kulturen wird der Kaffee damals wie heute mit heißem Wasser überbrüht und erst im Anschluss mit Zucker gesüßt, also nicht gemeinschaftlich mit Zucker und Wasser aufgekocht. Milch oder Sahne milder(te)n den bitteren Geschmack zusätzlich.

9 Wege Kaffee zu versüßen

Doch Kaffee lässt sich natürlich nicht nur mit Zucker versüßen. Es gibt noch so viele andere Möglichkeiten. Und die meisten haben auch noch einen tollen Nebeneffekt: sie verleihen dem Kaffee eine ganz spezielle Note. Nachfolgende eine Übersicht, mit welchen Mitteln sich Kaffee versüßen lässt.

1. Weißer Haushaltszucker und brauner Zucker:

Weißer Haushaltszucker und brauner ZuckerGängiges Süßungsmittel für Kaffee war und ist weißer Kristallzucker. Gewonnen wird der gebleichte Zucker entweder aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben. Haushaltszucker besitzt im Grunde keinen Eigengeschmack und enthält weder Vitamine noch Mineralstoffe. Er süßt, ohne den Geschmack des Kaffees zu verändern, auch wenn es subjektiv anders zu sein scheint. Kristallzucker löst sich zudem in heißen Getränken schnell auf.

Im Gegensatz dazu besitzt brauner Zucker in guter Qualität noch immer einen Teil seiner natürlichen Inhaltsstoffe und weist einen leicht karamellartigen Geschmack auf. Zur Herstellung dient hier eine Mischung aus weißem Zucker und braunem Zuckerrohrsirup. Der etwas klebrige Zucker benötigt für das Auflösen im Kaffee deutlich mehr Zeit als Kristallzucker, dafür gibt er aber einen leckeren Karamellgeschmack an das schwarze Getränk ab.

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2. Palmzucker:

PalmzuckerEin etwas ausgefallenes Süßungsmittel mit einem ganz besonderen geschmacklichen Reiz stellt Palmzucker dar. Er entsteht durch Kristallisation und Einkochen von Blutungssäften verschiedener Palmenarten und süßt deutlich weniger stark als weißer oder brauner Zucker. Der Kaffee bekommt mit dem interessanten Süßungsmittel je nach Sorte jedoch einen karamellartigen oder auch malzigen Beigeschmack.

» Tipp:

Palmzucker löst sich extrem schwer auf. Sie sollten ihn deshalb vor der Verwendung am besten fein mahlen.

3. Stevia:

SteviaStevia (Stevia rebaudiana), besser bekannt als Honigkraut oder Süßkraut, beinhaltet Rebausiosid A, ein Pflanzenstoff mit bis zu vierhundertfünfzigfach höherer Süßkraft als Haushaltszucker. Aufgrund dessen reicht es schon aus, wenn Sie zum Versüßen Ihres Kaffees eine minimale Menge in das schwarze Getränk geben.

Erstaunlicherweise besitzt das starke Süßungsmittel keine kariesfördernden Stoffe, es eignet sich zudem für Diabetiker. Industriell gewonnener Steviazucker ist mehr oder minder geschmacksneutral, kann aber im Kaffee einen bitteren Nachgeschmack erzeugen. Bei der Verwendung der Blätter bekommt der Kaffee zudem eine unangenehme Lakritznote, da sich ein Teil der Pflanze mit den Bitterstoffen des Kaffees nicht gut verträgt.

4. Honig:

HonigAuch Honig und Kaffee bilden meistens kein besonders gutes Paar. Honig hat je nach Sorte einen viel zu starken Eigengeschmack. Zudem reagieren die Inhaltsstoffe mit den Bitterstoffen des Kaffees, sodass das Getränk eventuell eine muffige Note bekommt. Allerdings hängt das natürlich sehr vom verwendeten Honig ab, denn einige Sorten versorgen den Kaffee mit einer durchaus anregenden Nuance.

5. Süßstoff:

SüßstoffKünstlicher Süßstoff verleiht Kaffee bei hoher Dosierung einen unangenehmen bitteren Geschmack. In angepasster Menge ist er jedoch geschmacksneutral. Anders als Haushaltszucker und Zuckeraustauschstoffe haben Süßstoffe allerdings keinen oder einen sehr niedrigen Nährwert. Süßstoff ist zudem besonders gut für Diabetiker geeignet, weil es ohne Insulin vom Körper abgebaut bzw. ausgeschieden wird.



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6. Sirup:

SirupInteressante Effekte können Sie hingegen durch den Einsatz von Sirup erzielen. Führend ist zum Beispiel der Sirup von Monin. Er steht in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen zur Verfügung, sodass Sie Ihren Kaffee je nach Lust und Laune geschmacklich etwas aufpeppen können.

Aber Vorsicht:

Die Aromen von Kaffeezusätzen wie Haselnusssirup oder Mandelsirup sind stark und überdecken bei hoher Konzentration nicht nur den Eigengeschmack des Kaffees, sie süßen zudem bis zu einem fast ungenießbar Maß und schmecken ausgesprochen künstlich. Trotzdem lohnt das Experiment, denn eine leichte Haselnussnote oder Mandelnote gibt dem Kaffee Pfiff.

Der natürliche Ahornsirup sorgt ebenfalls für einen gewissen Reiz, Birnendicksaft oder Melasse ist eher grenzwertig.

7. Kakao:

KakaoEin interessantes Gemisch entsteht allerdings auch, wenn Sie zum Kaffee einen Löffel Kakao hinzugeben. Der Kaffee erhält dann unterschwellig einen süßlichen Schokoladengeschmack. Ob nachgesüßt werden muss, hängt natürlich von Ihren persönlichen Vorlieben und dem verwendeten Pulver ab.

» Tipp:

Verwenden Sie keinen ungesüßten Kakao. Dieser macht den Kaffee noch bitterer.

8. Kokosmilch/Sojamilch:

KokosmilchKokosmilch und Sojamilch besitzen eine eigene Süße, die sich auf das Getränk überträgt. Der Geschmack von Kokos sowie Soja ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, einen Versuch aber durchaus wert.

Wenn Sie Liebhaber von sehr süßem Kaffee sind, müssen Sie bei der Verwendung von Kokosmilch oder Sojamilch allerdings zusätzlich zuckern.

9. Milchzucker:

MilchzuckerMilchzucker eignet sich ebenfalls zum Süßen von Kaffee. Er ist weitestgehend geschmacksneutral und besitzt eine nicht ganz durchschnittliche Süßkraft.

Achtung:

Allergiker sollten unbedingt vorsichtig sein, denn Milchzucker wird nicht von jedem Organismus problemlos verarbeitet.

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