Autofahren mit Hund – 8 Tipps für stressfreie Touren

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Für viele stellt Autofahren mit Hund überhaupt kein Problem dar. Einige Hunde mögen das aber gar nicht. Wenn auch Ihr Hund dazugehört, hier 8 Tipps, wie Sie ihm die Angst nehmen.

Viele Hunde mögen keine Autofahrten

Viele Hunde mögen keine Autofahrten

Viele Hunde lieben das Autofahren

Es gibt Hunde, die jede Autofahrt ganz begeistert mitmachen. Sie hüpfen begeistert in das Gefährt, sehen während der Fahrt voller Vorfreude aus dem Fenster oder machen ein entspanntes Nickerchen. Andere Hunde sehen Touren mit dem Auto leider alles andere als locker. Schon der Anblick des Autos ist für einige bereits der blanke Horror. Während der Fahrt wird gewinselt und gejault, vor Aufregung trieft der Speichel und nicht wenige Hunde müssen sich während der Fahrt sogar übergeben.

Da Autofahren ein Teil unseres Lebens ist und wir unsere Vierbeiner gerne überall dabei haben, kann die Angst vor dem Autofahren ein großes Problem werden. Es bedarf hier aber keiner Spezialausbildung für Hunde, um das Tier an das Autofahren zu gewöhnen. Die folgenden Tipps können schon dabei helfen, Fahrten mit dem Auto ihren Schrecken zu nehmen.

Autofahren mit Hund – 8 Tipps für stressfreie Touren

Tipp 1: Früh übt sich

Am wenigsten Probleme tun sich in der Regel auf, wenn Sie Ihren Hund möglichst früh, also am besten schon als Junghund, an das Autofahren gewöhnen. Das alte Sprichwort Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr trifft zwar nicht unbedingt zu, es ist jedoch besonders unproblematisch, wenn Ihr Hund von Anfang an lernt, dass Autofahrten nichts Schlimmes sind und zum Leben einfach dazu gehören. Einem ängstlichen Hund die Angst wieder zu nehmen, ist bedeutend schwieriger und erfordert viel Geduld.

Tipp 2: Kurze Strecken

Sowohl bei Jungtieren als auch bei bereits ängstlichen Hunden sollten Sie klein anfangen. Wählen Sie nicht zu lange Strecken aus. Für den Anfang genügen kurze Fahrten um den Block, die natürlich im Anschluss kräftig belohnt werden müssen.

Es ist wichtig, dass Ihr Hund die Autofahrt nicht mit negativen Dingen in Verbindung bringt. Die erste Autofahrt sollte deshalb also keinesfalls direkt zum Tierarzt führen. Wenn Sie merken, dass Ihr Hund sich langsam an das Fahren gewöhnt und weniger beunruhigt reagiert, können Sie die Dauer der Fahrten nach und nach immer weiter ausdehnen.

Tipp 3: Das richtige Klima

Damit sich Ihr Hund im Auto wohlfühlt, ist das richtige Klima ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Wenn möglich, sollte es nicht zu kalt und nicht zu heiß sein, denn besonders an heißen Tagen droht ohne Vorsichtsmaßnahmen die Gefahr eines Hitzschlages. Trotzdem kann auch Zugluft oder eine zu kalt eingestellte Klimaanlage für den Hund schädlich sein. Achten Sie also darauf, dass Ihr Hund während der Fahrt gut geschützt ist.

Tipp 4: Gesellschaft wirkt Wunder

Ängstliche Hunde beruhigen sich oft schneller, wenn eine vertraute Person in ihrer Nähe ist. Sitzt Ihr Hund etwa auf dem Rücksitz, könnte eine Bezugsperson neben ihm Platz nehmen und ihn während der Fahrt ein bisschen streicheln und durch Spiele oder mit speziellem Hundespielzeug ablenken. Hierbei müssen Sie allerdings die Bedürfnisse Ihres Hundes beachten. Manche Hunde ziehen sich in ihrer Angst lieber ein wenig zurück. In diesem Fall sollten Sie Ihren Hund auf keinen Fall bedrängen.

Tipp 5: Der richtige Platz

Je nach Art des Fahrzeugs und Größe des Hundes sind unterschiedliche Arten des Transports möglich. Grundsätzlich sollten Sie davon absehen, Ihren Hund auf dem Beifahrersitz mitfahren zu lassen, denn er kann auf Sie als Fahrer sehr ablenkend wirken. Besser sind die folgenden Varianten:

» Variante 1:

Wenn Sie einen Kombi fahren und einen großen Hund besitzen, dann können Sie Ihren Hund z.B. im Kofferraum hinter einem Sicherheitsgitter unterbringen.

» Variante 2:

Macht Ihr Hund im Kofferraum Probleme, probieren Sie doch einfach eine Alternative aus. Vielleicht vermisst Ihr Hund den Anschluss an seine Menschen und beruhigt sich, sobald er auf der Rückbank sitzen darf. Wichtig: Sie müssen Ihren Hund aber unbedingt anschnallen!

» Variante 3:

Im Handel gibt es aber auch spezielle Transportboxen oder Transportkäfige in vielen unterschiedlichen Größen, welche jedoch gerade kleinere Hunde oft als angenehm empfinden. Sie fühlen sich geschützt und geborgen und werden durch die Bewegungen des Autos weniger hin und her geworfen.

Tipp 6: Tabletten gegen Übelkeit

Es besteht auch die Möglichkeit, mit Tabletten gegen die Reiseübelkeit vorzugehen. Die Tabletten beruhigen den Magen Ihres Vierbeiners und machen ihn zudem etwas schläfrig, wodurch sich so manche Autofahrt entspannter meistern lässt.

Lassen Sie sich bezüglich solcher Medikamente am besten aber immer gründlich von Ihrem Tierarzt beraten. Experimentieren Sie also nicht herum und geben Sie Ihrem Tier nicht irgendwelche Präparate.

Tipp 7: Autofahrten auf nüchternen Magen

Besonders Hunde, die zum Erbrechen während der Fahrt neigen, sollten kurz vor der Fahrt auf keinen Fall gefüttert werden. Wenn Ihrem Hund ohnehin durch die Bewegungen des Fahrzeugs übel wird, wird ein voller Magen den Brechreiz noch verstärken. Warten Sie mit der Fütterung lieber bis Sie am Ziel sind und Ihr Hund sich wieder etwas beruhigt hat.

Tipp 8: Rast machen

Wenn Sie mit dem Hund eine längere Reise machen, sollten Sie ausreichend viele Pausen einplanen und etwa alle eineinhalb bis zwei Stunden halten. Dadurch verringern Sie nicht nur die Gefahr, dass sich Ihr Hund im Auto übergibt, sondern auch das Risiko anderer Malheure im Fahrzeug. 

Nehmen Sie Ihren Hund an die Leine und lassen Sie ihn seine Beine vertreten. Spätestens in jeder zweiten Pause ist sogar ein kleiner Spaziergang von ca. 15 Minuten zu empfehlen. Während der Pause kann Ihr Hund außerdem seinen Durst stillen, was während der Fahrt nur bedingt und schon gar nicht kleckerfrei möglich ist.

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