Eigenleistung beim Hausbau – So können Sie die monatlichen Raten senken

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Ein Hausbau ist eine teure Angelegenheit. Wie Sie durch Eigenleistung beim Hausbau Ihre monatliche Kreditrate senken können, erfahren Sie hier.
Eigenleistung Hausbau

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Beim Hausbau ist immer mit hohen Kosten zu rechnen. Zweifellos kommt dabei die Frage auf, wie die Kosten während der Bauphase und auch darüber hinaus so niedrig wie möglich gehalten werden können. Am günstigsten wird der Bau natürlich, wenn Sie so wenig Geld wie möglich für Handwerker ausgeben müssen.

Leider ist dies aber nicht für alle Bereiche des Neubaus möglich. Bestimmte Gewerke können Sie nur von Spezialisten ausführen lassen. Nachdem der Rohbau fertig ist, bieten sich aber zahllreiche Möglichkeiten selbst Hand anzulegen.

Eigenleistung beim Hausbau wird von den Banken anerkannt

Bei der Planung des Neubaus und der Kostenkalkulation erkennen die finanzierenden Kreditinstitute die geplante Eigenleistung als Eigenkapitalersatz an. Wichtig ist allerdings, dass Sie nachweisen können, dass Sie auch tatsächlich über die entsprechenden Fähigkeiten verfügen. Gleiches gilt auch, wenn Sie bestimmte Gewerke unentgeltlich von Freunden ausführen lassen.

Einsparpotenzial besteht besonders in den Bereichen:

  • Verlegen des Fußbodens
  • Tapezieren der Wände
  • Dachausbau
  • Montage einer freien Treppe
  • Einbau von Türen und Fenster bei entsprechendem handwerklichen Geschick

Achtung: Elektro- und Heizungsinstallationen dürfen nur von Fachleuten ausgeführt werden!

Darlehensbeispiel zur Kostensenkung

Bei einem Darlehenszins von 2,4 Prozent, bei zehnjähriger Zinsbindung und einer Tilgung von zwei Prozent reduzieren 30.000 Euro weniger Darlehen die monatliche Belastung um über 100 Euro monatlich. Auf die Dauer der Zinsbindung gesehen, beträgt der Zinsvorteil 7.200 Euro.

Der Vorteil der anrechenbaren Eigenleistung hat aber auch noch einen anderen Vorteil. Durch die Reduzierung der Darlehenssumme in Relation zu den Gesamtgestehungskosten, dem Beleihungswert, kann das Darlehen in eine günstigere Größenordnung rutschen. Banken unterscheiden bei den Zinssätzen zwischen einem Beleihungsauslauf von unter 60 Prozent, einer Beleihung zwischen 60 und 80 Prozent und einem Darlehensvolumen von über 80 Prozent.



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Darlehenssumme minimieren – 2 Tipps

Tipp 1: Zinsgünstiges Arbeitgeberdarlehen

Neben der Eigenleistung gibt es noch eine weitere Möglichkeit die Darlehenssumme zu minimieren. Dabei handelt es sich um das zinsgünstige Arbeitgeberdarlehen. Welche weiteren Vorteile diese Möglichkeit hat und welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, lesen Sie hier.

Tipp 2: Bereitstellungszinsen einberechnen

Während der Bauzeit kommen aber noch andere Kosten auf Sie zu, die Sie nicht vernachlässigen sollten. Die Rede ist von den Bereitstellungszinsen. Diese werden von den Banken für die Darlehensteile berechnet, die zwar bereitgestellt, aber von Ihnen noch nicht abgerufen wurden.

Neubauten werden nicht in einer Summe bezahlt, sondern in Tranchen entsprechend des Baufortschrittes. Es verbleibt also bis zur Schlusszahlung immer ein Saldo auf dem Kreditkonto, für den ebenfalls, wenn auch nur 0,25 Prozent pro Monat, an Zinsen gezahlt werden müssen.

Zinsbeginn variiert
Der Beginn der Zinszahlung variiert von Institut zu Institut und beginnt teilweise bereits 30 Tage nach Bereitstellung. Andere Banken belasten diese Zinsen erst nach einem viertel Jahr oder noch später. Stehen beispielsweise 100.000 Euro zinspflichtig für sechs Monate bereit, ohne abgerufen zu werden, fallen dafür 1.500 Euro zusätzliche Zinsen an.

Ihr Augenmerk sollte bei der Auswahl des finanzierenden Institutes auch auf diesen Faktor gerichtet sein. Immerhin kommen während der Bauzeit auch noch die Miete und die Belastung für die bereits ausgezahlten Darlehenstranchen auf Sie zu.

Foto1: © Gina Sanders - Fotolia.com

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