Kellerabdichtung von Innen – So geht’s

Keine Kommentare »

Wenn Sie Energie sparen wollen, dann müssen Sie eine Kellerabdichtung von Innen vornehmen. Welche Möglichkeiten es dafür gibt und wie Sie es durchführen, erfahren Sie hier.

Mit Dämmstoff können Sie gut Wände und Boden im Keller abdichten

Mit Dämmstoff können Sie gut Wände und Boden im Keller abdichten

Einen Keller von innen abdichten zu wollen, kann zweierlei Gründe haben:

  • Einsparung von Energie, inklusive zusätzlichem Schallschutz
  • ein Entgegenwirken von Feuchtigkeit, die Schimmel mit sich bringen kann

Wand-Imprägnierung

Ist der Keller feucht, sollten zuerst einmal die Wände imprägniert werden, wofür eine farb- und geruchsneutrale Innenraumimprägnierung an den Wänden aufgestrichen wird. Nach deren Trocknung können Sie den Kellerinnenbereich mit individuell ausgewählten Dämmsystemen  weiter abdichten.

Eine zusätzlich Möglichkeit bietet aber auch das Injizieren von Abdichtern direkt in das Mauer- oder Betonwerk, was jedoch von einem Fachunternehmen durchgeführt werden sollte. Ebenso, wie das Anbringen von horizontalen oder vertikalen Feuchtigkeitssperren.

Dämmsysteme

» Für die Kellerraum-Abdichtung stehen heute unterschiedlichste Dämmstoffe bereit. Unter anderem Holz- oder Gipskartonplatten (bei trocknen Kellerbauten), die auf Schienensysteme aufgeschraubt werden. Ein Auffüttern der Schienensysteme mit zusätzlichen Dämmstoffen (z.B. Styropor, Glaswolle, Steinwolle, etc.) erhöht den Dämmwert nochmals positiv.

» Des Weiteren gibt es Hartschaumplatten, die direkt auf den Kellerwänden aufgeklebt werden können. Anschließend wird die Kellerwand mit einem speziellen Innenraumputz optisch verschönert und kann dann sogar als Wohnraum genutzt werden.

Feuchter Kellerboden

» Einem nur leicht feuchten Kellerboden kann heute mit spezifisch dafür hergestellten Trockenestrichplatten entgegen gewirkt werden. Diese Kellerboden-Trockenestrichelemente verfügen über einen erhöhten Zementanteil, so dass sich ein Aufquellen der Platten durch Feuchtigkeit vermeiden lässt und der Kellerboden künftig trocken bleibt. Überdies sind hochwertige Trockenelemente gegen Schimmel resistent.

» Ebenfalls möglich ist das Absenken eines feuchten Kellerbodens, wofür ein Fachunternehmen beauftragt werden sollte.

Kellerdecke dämmen

Nicht vergessen werden darf natürlich die Kellerdecken-Dämmung, die von enormer Bedeutung für die darüber liegenden Stockwerke ist. Denn nachweislich lassen sich mit einer sehr guten Isoliermaßnahme der Kellerdecke die Heizkosten dauerhaft um bis zu 5 Prozent senken.

Die Stärke der Kellerdecken-Dämmmaterialien (Dämmplatten) hängt dabei von der Höhe des Kellerraums ab, sollte jedoch 6 Zentimeter nicht unterschreiten . Als professionell gelten 12 Zentimeter  Stärke. Angeboten werden hierfür, neben den zuvor aufgeführten Holz- und Gipskartonplatten, auch selbstklebende, mehrschichtige Dämmplatten, die auf Stoß verlegt werden können. Passgenaue Zuschnitte stellen dabei für einen etwas geübten Handwerker kein Problem dar.

Tipp: Die Verwendung von Dämmplatten aus Steinwolle gewährleistet zudem einen aktiven Brandschutz im Kellerbereich.

Foto1: © view7 - Fotolia.com

Kommentiere diese Tipps