Mobbing in der Schule – So helfen Sie Ihrem Kind

1 Kommentar »

Wenn Kinder nicht zur Schule gehen möchten, dann ist das meist ein Anzeichen dafür, dass sie gemobbt werden. Was Sie gegen Mobbing in der Schule machen können, lesen Sie hier.

Kämpfen Sie gegen Mobbing in der Schule an

Kämpfen Sie gegen Mobbing in der Schule an

Ein weit verbreitetes Thema: Mobbing

Mobbing ist ein weit verbreitetes Thema, dass nicht nur erwachsenen Menschen etwas angeht, sondern auch Kindern. Schließlich gibt es nicht nur das Mobbing am Arbeitsplatz, sondern auch das Mobbing in der Schule, Cybermobbing, Mobbing in der Familie, usw. Wir möchten hier etwas näher auf das Thema Mobbing in der Schule eingehen, schließlich handelt es sich dabei um ein sehr ernst zu nehmendes Thema, denn Kinder können sich selbst dagegen meist nicht wehren. Was Sie als Eltern über dieses Thema wissen sollten und wie Sie Ihrem Kind helfen können, erfahren Sie nun hier.

Ursachen für Mobbing in der Schule

Mobbing in der Schule kann viele Ursachen haben. Meist ist ein Konflikt zwischen Schülern der Auslöser. Meist ist es aber auch die finanzielle Lage der Eltern, die Kinder dazu motiviert, andere zu mobben. Können Eltern ihren Kindern nicht das kaufen, was andere Kinder haben, dann ist das oftmals schon ein Grund, dass Kinder zu Außenseiter oder Mobbing-Opfer werden. Oftmals werden Kinder aber auch aufgrund ihrer Nationalität, ihres Aussehens, ihrer Sprache, ihrer Religion oder aufgrund ihres Verhaltens gemobbt. Grundsätzlich kann jedes Kind zum Mobbing-Opfer werden, denn Kinder finden immer wieder einen Grund, um andere zu schikanieren.

Übrigens: Das Mobbing kann auch von Lehrern ausgehen.

Formen von Mobbing in der Schule

Beim Mobbing werden grundsätzlich drei verschiedene Formen unterschieden: das verbale Mobbing, das stumme Mobbing und das Mobbing durch körperliche Gewalt.

» Verbales Mobbing:
Wenn Kinder beleidigt, beschimpft oder angeschrien werden, dann spricht man vom verbalen Mobbing. Das Beleidigen und Schikanieren kann aber auch hinter dem Rücken des Opfers geschehen.

» Stummes Mobbing:
Wenn Kinder links liegen gelassen, verachtet oder ausgegrenzt werden, dann spricht man vom stummen Mobbing.

» Mobbing durch körperliche Gewalt:
Hierbei ist nicht nur gemeint, dass Schüler geschlagen werden. Darunter zählt auch Sachbeschädigung, Nötigung, Diebstahl und Erpressung.

Warnzeichen von Mobbing erkennen

Wenn Eltern nichts gegen das Mobbing unternehmen, dann kann es für ihre Kinder schwerwiegende Folgen haben. Denn häufig suchen gemobbte Kinder den Grund für das Mobbing erst einmal bei sich. Da Kinder ihren Eltern meist nicht erzählen, dass sie in der Schule schikaniert werden, fressen sie das Problem in sich herein, was mit der Zeit sehr zermürbend sein kann. Damit das bei Ihrem Kind nicht passiert, sollten Sie die folgenden Warnzeichen kennen, damit Sie rechtzeitig einschreiten können:

  • Kinder möchten nicht mehr in die Schule gehen
  • Kinder isolieren sich
  • es treten häufig Kopfschmerzen und Bauchschmerzen auf
  • Kinder leiden unter Konzentrationsstörungen, Gereiztheit, Aggressionen, Unsicherheit, Appetitlosigkeit
  • Kinder weinen viel
  • die Leistung in der Schule lässt rapide nach
  • Selbstbewusstsein/Selbstwertgefühl schwindet

Folgen von Mobbing

Wenn Sie irgendwie das Gefühl haben, das etwas mit Ihrem Kind nicht stimmt, dann sollten Sie es grundsätzlich darauf ansprechen und fragen, was denn los ist. Wenn es abblockt und nicht über das Problem reden möchte, dann sollten Sie trotzdem nachhaken. Kinder brauchen jetzt Halt von ihren Eltern und Freunden. Besonders Jugendliche, denen das Ansehen in der Schule sehr wichtig ist, brauchen Hilfe. Kleine Kinder lenken sich durch Spielen von ihren Problemen ab, ältere und jugendliche Kinder neigen hingegen meist dazu sich selbst zu verletzen.

Besonders Mädchen neigen immer häufiger dazu sich zu ritzen, d.h. sie schneiden sich mit einem scharfen Gegenstand in die Haut. Sie möchten ihren seelischen Schmerz mit dem körperlichen Schmerz überdecken. Und als wenn das nicht schon erschreckend genug wäre: Etwa 20 Prozent der jährlichen Selbstmordfälle sind als Folge von Mobbing zurückzuführen, da Mobbing viele in tiefe Depressionen stürzt. Also helfen Sie Ihre Kinder durch diese schwere Zeit und bemühen Sie sich, das Problem zu lösen. Vielleicht machen Sie mit Ihrem Kind einfach mal einen Mobbingtest. So sehen Sie, wie schlimm die Situation ist, und Ihr Kind bekommt so das Gefühl, dass Sie ihm wirklich helfen wollen.

» Mobbingberatung.info – Mobbingtest

Maßnahmen gegen Mobbing

Das können Schüler unternehmen:
Schüler/innen sollten sich immer an eine Person wenden, die ihnen helfen kann. Das können die Eltern, Lehrer, Freunde, ein Psychologe oder eine Beratungsstelle sein. Es ist eigentlich egal, an wenn sie sich wenden, Hauptsache ist, dass sie sich überhaupt jemanden mitteilen, der ihnen helfen kann. Diese müssen dann aber auch handeln. Möchte Ihr Kind mit niemanden über seine Probleme reden, dann können Sie Ihrem Kind auch anbieten, mit der Telefonseelsorge zu sprechen. Kinder schämen sich meist nämlich dafür, dass sie gemobbt werden, und möchten sich deshalb oftmals keiner vertrauten Person mitteilen.

» TelefonSeelsorge.de

Das können Eltern unternehmen:
Sie als Eltern sollten sich unbedingt liebevoll um Ihr Kind kümmern. Sie müssen Ihrem Kind erklären, dass es die Fehler bzw. den Grund für das Mobbing nicht bei sich suchen sollte. Schließlich sind es meist die Mobber selbst, die darunter leiden, dass sie nicht viele Freunde haben oder nicht richtig in den Klassenverband integriert werden. Da sie krampfhaft versuchen, Ansehen in der Klasse zu erlangen, mobben sie dann eben andere Kinder.

Sie als Eltern sollten am besten Kontakt zur Schule aufnehmen, das Problem erläutern und fordern, dass dagegen etwas unternommen wird.

Sollte das alles nichts helfen, dann sollten Sie sich an die nächst höhere Instanz wenden. Das kann die Schulleitung, Schulaufsichtsbehörde oder aber der Elternbeirat sein. Sie können sich aber auch an eine Erziehungsberatungsstelle oder das Jugendamt wenden.

Grundsätzlich sollten Sie sich nicht mit den Eltern des Mobbers in Verbindung setzen. Diese werden zwar sicherlich mit ihrem Kind über die Situation reden und fordern, dass dieser mit dem Mobbing aufhört, aber meist macht gerade dieses Gespräch mit den Eltern nur noch alles schlimmer. Denn wenn der Mobber Ärger mit seinen Eltern bekommt, dann rächt sich dieser dafür meist bei seinem Opfer.

Das sollten Lehrer unternehmen:
Sofern Lehrer wissen oder aber bemerken, dass ein Kind gemobbt wird, sollten sie mit der ganzen Klasse über dieses Thema sprechen und erklären, welche gravierenden Folgen das Mobbing haben kann. Kinder sind sich meist nämlich gar nicht bewusst, was sie durch das sinnlose Schikanieren bei ihren Opfern anrichten. Sie sollten auch andere Schüler ermutigen, über Mobbing-Vorfälle zu sprechen. Täter sollten zudem zur Rede gestellt werden. Meist werden sie dadurch so eingeschüchtert, dass sie das Mobben in Zukunft unterlassen.

Lehrer sollten auch Maßnahmen ergreifen, um das Klassenklima zu verbessern. Besonders effektiv gegen Mobbing sind Trainings zur Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikationstrainings und Anti-Aggressionstrainings. Hier können Kinder lernen mit ihren Probleme, Aggressionen und angestauten Emotionen umzugehen, ohne dabei anderen zu schaden.

Fazit:

Wenn Sie merken, dass sich Ihr Kind in letzter Zeit anders als sonst verhält, dann sollten Sie Ihr Kind unbedingt darauf ansprechen und nachfragen, was denn los ist. Es ist wichtig, dass Sie die Warnzeichen des Mobbings kennen und sofort handeln, wenn Sie sich sicher sind, dass Ihr Kind gemobbt wird.

Foto1: © micromonkey - Fotolia.com, Foto2: © Mikael Damkier - Fotolia.com, Foto3: © Galina Barskaya - Fotolia.com, Foto4: © Lisa F. Young - Fotolia.com, Foto5: © snaptitude - Fotolia.com, Foto6: © Woodapple - Fotolia.com

Ein Kommentar

  1. UNBEKANNT Dezember 17, 2013 at 18:13 - Reply

    Nur wenn man nicht gern in die Schule geht, heißt das nicht gleich, dass man gemobbt wird.

Kommentiere diese Tipps