Schnecken bekämpfen – 10 Tipps

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Schnecken gehören zum Ökosystem dazu

Schnecken gehören zum Ökosystem dazu

Schnecken – das sind kleine Plagegeister, die im Garten großen Schaden anrichten können. Erfahren Sie hier, wie Sie effektiv Schnecken bekämpfen können.

Schnecken gehören zum Ökosystem dazu
Die lästigen Schleimer lassen sich leider nicht ganz aus dem Garten verbannen, das ist aber auch nicht der Sinn der Sache. Schnecken gehören zum Ökosystem dazu und haben in der Natur die Aufgabe, verrottende und abgestorbene Pflanzenteile zu beseitigen. Das Schnecken sich natürlich freuen, wenn wir ihnen in Hülle und Fülle schmackhafte Jungpflanzen servieren, das ist klar. Im Grunde genommen ist ein Garten ein Supermarkt für Schnecken, und zwar ohne Kasse und mit Selbstbedienung.

Keine chemischen Mittel nutzen
Zum Problem, sprich zu einer Massenvermehrung, kommt es auch, wenn natürliche Feinde der Schnecken keinen Lebensraum finden. Das heißt im Klartext: Überreichliches Nahrungsangebot + fehlende Fressfeinde + ideale Versteckmöglichkeiten = Schneckenprobleme. Zusätzlich fördernd wirken milde Winter und feucht-kühle Sommer. Sind die Biester erst einmal im Garten, dann ist es schwer diese wieder loszuwerden. Grundsätzlich sollten Sie darauf verzichten chemische Bekämpfungsmittel einzusetzen. Probieren Sie vorher einfache aber dennoch natürlich Mittel aus, um die Biester zu bekämpfen. Helfen diese nicht, dann können Sie immer noch zu anderen Mitteln greifen.

Schnecken bekämpfen – 10 Tipps

  1. Die beste Methode ist das Absammeln der Schnecken. Dies ist zwar mühsam, aber sicher. Ziel ist es die Schnecken an der Eiablage zu hindern. Diese erfolgt je nach Art im späten Frühjahr und im Herbst. Die beste Zeit zum Einfangen der Plagegeister ist in der Abenddämmerung. Die meisten Schneckenarten kommen dann aus ihren Verstecken und machen sich auf in Richtung Salatbeet. Wenn Sie am Morgen sammeln, haben sich die Tiere bereits eine ganze Nacht lang den Magen vollgeschlagen. Das Entsorgen der eingesammelten Schnecken ist Geschmackssache. Das Aussetzen an einem anderen Ort macht nicht viel Sinn, da es zur Verbreitung der Schleimer beiträgt – insbesondere der gefürchteten Spanischen Wegschnecke. Überbrühen mit heißem Wasser ist nicht schön, aber vielleicht dem Durchschneiden mit der Schere zu bevorzugen.
  2. Schnecken halten sich tagsüber in feuchten Verstecken auf. Sie können Bretter auf Stegen auslegen, unter denen sie sich dann verkriechen und leicht abgesammelt werden können. Verwenden Sie modernde Bretter, das lockt sie zusätzlich an.
  3. Bierfallen sind sehr effektiv, locken aber Schnecken aus einem weiten Umkreis an. Andere Köder sind Kartoffeln, Grapefruit, Melonen und Gemüsereste. Experimentieren Sie ruhig mit verschiedenen Pflanzen. Auch Hunde und Katzenfutter wird gerne angenommen. Wenn Sie Köder auslegen, müssen Sie aber auch regelmäßig absammeln. Ansonsten mästen Sie ihre Schnecken nur und helfen ihnen, noch mehr Eier zu produzieren.
  4. Eine relativ sichere Methode ein Beet schneckenfrei zu halten ist es, dieses im Frühjahr vor der Aussaat gut zu bearbeiten, damit der Boden gut feinkrümelig ist. Anschließend umgeben Sie alles mit einem Schneckenzaun und beobachten das Gelände. Um ganz sicher zu gehen, können Sie die heranwachenden Pflanzen mit umgestülpten Plastikflaschen schützen, deren Boden abgeschnitten wurde. Ein paar Körner umweltverträgliches Schneckenkorn für den Fall, dass doch noch Schnecken innerhalb der Umzäunung sind, macht die Sache perfekt.
  5. Wenn Sie Blumen mit Rindenmulch umgeben, dann werden Sie sehen, dass diese weniger Fressschäden aufweisen.
  6. Mühselig, aber dennoch effektiv ist das Ausstreuen von Asche oder Sägemehl. Beides mögen Schnecken überhaupt nicht. Umgeben Sie Ihre Beete mit einem dieser Mittel, dann werden die Schnecken verschwinden. Das Problem an der Sache ist nur, dass Sie nach jedem Regenguss erneut Asche oder Sägemehl ausstreuen müssen.
  7. Legen Sie im Garten Rhabarberblätter aus. Die Schnecken werden sich dann darauf sammeln. Ist das geschehen, dann können Sie die Schnecken samt Rhabarberblatt entfernen.
  8. Wenn keine dieser Methoden hilft, dann müssen Sie wohl oder übel doch auf chemische Mittel zurückgreifen. Schneckenkorn ist ein sehr wirksames Mittel gegen die Plagegeister. Streuen Sie es dort aus, wo die Schnecken vermehrt auftreten. Es gibt einige Sorten, bei denen die Schnecken das Korn fressen müssen, damit sie sterben. Bei anderen Sorten reicht der Kontakt mit der Schleimhaut schon aus.
  9. Als Bekämpfungsmittel gegen Schnecken eignet sich Kaffeesatz sehr gut. Streuen Sie diesen einfach im Garten aus.
  10. Wenn alles nichts hilft, Sie aber dennoch keine chemischen Mittel einsetzen möchten, dann sollten Sie sich indische Laufenten zulegen. Sie fressen gerne Schnecken und Schneckeneier.

Wie Sie sehen gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten Schnecken wieder loszuwerden. Greifen Sie nicht immer gleich auf chemische Mittel zurück. Probieren Sie lieber erst die harmloseren Schneckenbekämpfungsmethoden aus.

Foto1: © chfd - Fotolia.com

Ein Kommentar

  1. Alusru Juni 21, 2012 at 15:37 - Reply

    Wer einen Gartenteich mit Kois oder Goldorfen hat, kann die Nacktschnecken auch verfüttern. Es ist ein schneller Tod, sie werden sofort gefressen.

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